Montag, 10. Oktober 2011

Elchjagd und Port Alsworth



Wow, seit zwei Monaten keinen Eintrag mehr. Das lag auch daran, dass im September die Saison für Elchjagd ist, eine Notwendigkeit hier draußen. Dreimal war ich mit verschiedenen Leuten auf der Jagd - jedes Mal ohne Erfolg. Das erste Mal war es zu warm (Elche mögen kein warmes Wetter), das zweite Mal war es zu neblig (Elche sind meist morgens und abends aktiv. Beim letzten Trip haben wir dann am letzten Tag einen Elchbullen gesehen (Elchkühe sahen wir viele, die sind aber nicht zum Schuss frei gegeben), aber es lies sich kein sauberer Schuss ansetzen. Fleischmäßig gesehen, waren wir also nicht sehr erfolgreich, trotzdem hatte ich eine gute Zeit. Zum Beispiel war ich das eine Mal mit einem Indianer unterwegs, die Kommunikation war etwas schwierig für mich, mein Freund ist taubstumm. So waren Zettel und Bleistift ganz wichtig und nach dem Abendessen am Lagerfeuer wanderte der Block hin und her, ein wenig Zeichensprache habe ich aber auch gelernt. Finn hat übrigens einmal die Woche Unterricht in Gebärdensprache und es macht ihm sehr viel Spass. Zurück zum Elch, leer gingen wir aber trotzdem nicht aus. Ein Freund schenkte uns Schwarzbärfleisch, andere wiederum ein Elchvorderbein. Dazu kommen viele Jäger von außerhalb eingeflogen, Trophäenjäger, die auf das gewaltige Schaufelgeweih der Elche aus sind. Am Fleisch sind sie meistens nicht interessiert, ganz im Gegensatz zu den Dorfbewohnern. Wer hilft, Elchfleisch zu entbeinen und zu schneiden für die Ältesten der Gemeinde, kann die Hälfte davon mit nach Hause nehmen. 


Ende September hatten wir dann eine Familienfreizeit in Port Alsworth. Wie viele Ortschaften in Alaska ist das nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Port Alsworth liegt am Lake Clark und die Natur mit den Bergen war atemberaubend, Alaska wie im Bilderbuch. Im Hintergrund Mount Tanalian (1088m).


Blick aus dem Konferenzraum


Typischer Dorfparkplatz in Alaska


An einem Vormittag wanderte ich mit drei anderen Männern auf den Mount Tanalian. Dabei fanden sie Blau- und Schwarzbeeren, Low-Bush-Cranberries (Bild) und...


Schokoladenbeeren. Letztere waren nicht genießbar ;-)


 Auf der letzten Etappe zum Gipfel sahen wir dann 16 Dall-Schafe. Wir kamen mit ca. 50m überraschend nahe dran.


Man nennt sie auch Alaska-Schneeschafe. Wahrscheinlich wussten sie, dass die Jagdsaison schon vorbei ist und so hatten sie keine große Scheu vor uns.


Abgesehen davon darf man sie sowieso erst jagen, wenn die Hörner eine komplette Rundung haben.


 Auf dem Rückflug nach Anchorage entdeckten wir diese Bohrinsel im Pazifik



Finn und Kiska haben viel Spass gemeinsam

 
Finn wartet mit Kiska bis die Schwarzbärbratwurst fertig ist. Hier waren wir gerade dabei, rund ums Haus und den Garten aufzuräumen, bevor der Winter hereinbricht. Die ersten 10 cm hatten wir schon, der ist aber wieder weg, wird aber bald wiederkommen. Der Yukon ist noch offen friert aber auch die nächsten 4 Wochen zu.

Dienstag, 9. August 2011

XXL-Shopping Trip

Part of a typical bush vacation is going to Fairbanks and do shopping. Beginning of the week we flew out, picked up a used crate from a truck company, fixed it up and filled it up with mainly groceries for the next year. What do you buy for one year? It is our first experience even though we had some exercise doing that the last few month but not so big. So for example we got 60 quart milk, an used freezer filled up with canned stuff or a 50 lb bag of oatmeal. Since we have a dog, we got around 300 lb dog food and 200 lb feed for our future chicken.
After living in the bush with very limited shopping opportunities, it is overwhelming to see all the stuff you can buy, advertisement everywhere. In this matter I really like to live in the bush, there are not so many distractions in life, life is more taking care about the basic stuff, you could almost say kind of survival and it is easier for me to focus to relationships, to God and to people.

Teil eines typischen Urlaubs hier draußen ist es, einzukaufen. Anfang dieser Woche sind wir also nach Fairbanks geflogen. Dort haben wir uns einen gebrauchten Holzcontainer von einem Transportunternehmen besorgt, notdürftig repariert und mit den nötigsten Lebensmitteln für das nächste Jahr gefüllt. Was kauft man ein für ein ganzes Jahr? Es ist unsere erstes Mal, auch wenn wir die letzten Monate schon ein wenig Übung bekommen haben. Zum Beispiel haben wir 60 Liter H-Milch gekauft, einen 3/4 m3 Obst und Gemüse in Dosen und 25kg Haferflocken. Seitdem wir einen Hund haben auch noch 150 kg Futter und 100 kg Futter für unsere Hühner, die wir in Zukunft haben werden. 
Nach den doch sehr eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten in Galena waren wir geradezu überwältigt von dem vielfältigen Angebot, der Auswahl an Waren und der ständigen Werbung um uns herum. Es war geradezu ein Kulturschock. Diese ganzen Ablenkungen gibt es hier draußen nicht, man ist hier mehr mit dem Überleben beschäftigt könnte man fast sagen. Der andere Lebensstil hilft uns, unseren Focus mehr auf Beziehungen zu haben, zu Gott und zu den Menschen.

Now the question would be how do we bring the crate out to Galena? The best way to do it is by barge down the Yukon. So yesterday I drove to Nenana, around an hour away from Fairbanks where the barge is. Now the crate is waiting for the trip to Galena at August 17th. It takes a little bit longer than by airplane, but it is much cheaper, we pay 15 cent per pound for shipping.

Nun ist noch die Frage, wie wir den Holzkontainer nach Galena bringen. Der beste Weg das zu tun, ist per Schiff den Yukon runter. Gestern sind wir also mit den Auto nach Nenana gefahren, etwa eine Stunde östlich von Fairbanks, wo der Frachthafen ist. Dort wird die Ware dann am 17. August geladen und ca. drei Tage später kommt es in Galena an. Das ist der billigste Weg, so zahlen wir 15$ pro 453g (1 amerikan. Pfund).

Finn was a great help, fixing the crate at a parking lot and filling up the crate. We contacted some people in Fairbanks where we could stay (in a church for example) but for some reason nobody was available. Right now we have a medical student staying at our house in Galena - he is from Fairbanks. When he heard about that we need a place to stay in Fairbanks he asked his parents. Now we stay at his parents house. They are fantastic people with a nice house.

Finn hatte viel Spass dabei, mit mir den Container fertig zu mach und zu bepacken. Bevor wir nach Fairbanks flogen, haben wir verschiedene Leute und Kirchen angefragt, zwecks Übernachtung, aber wir bekamen keine Antwort oder niemand war erreichbar. Den August über haben wir einen Medizinstudenten in unserem Haus zur Unterkunft, er ist aus Fairbanks. Als er mit bekam, dass wir eine Übernachtungsmöglichkeit in Fairbanks benötigten, hat er gleich seine Eltern angerufen. So übernachten wir jetzt bei seinen Eltern, sehr nette Leute mit einem üppigen Haus.

After filling up the first crate with the basic stuff, surprisingly we still have some money available. So we got a second crate. This is a smaller one, and we will see what the local dumpsters have to offer in Fairbanks :-)
We checked out the main landfill, but this was restricted area...
On Saturday, we fly back to Galena, before that we have to bring the crate to Nenana again, this is the direction torwards Denali Nationalpark and if the weather is good enough, we like to go there.

Überraschenderweise hatten wir noch Geld übrig, nachdem wir den ersten Container gefüllt haben. So haben wir uns noch einen kleineren Container besorgt, wir werden sehen was die Halde/Recyclestation zu bieten hat, die große Mülldeponie ist für Besucher geschlossen...
Am Samstag fliegen wir dann zurück nach Galena, nachdem wir den zweiten Container nach Nenana gebrachte haben, dass liegt Richtung Denali Nationalpark. Wenn das Wetter gut genug ist, möchten wir dorthin einen Abstecher machen.



Freitag, 29. Juli 2011

Dig deeper! - Grab´ tiefer!


Some people will be surprised but we have a Shopping Mall in Galena. The last few weeks it was a busy place, usually black bears are walking around, looking for food. But also people will find lots of good stuff. Galena has no "Salvation Army Store" or "Value Village" (the first stores we hit when we go to Anchorage or Fairbanks). So the dump is kind of a Second Hand Shop. Silke found two almost new sleeping bags for example. She washed them and we used them for the kids camps the last couple of weeks (the next blog I will talk more about camp).
 
Einige Leute werden überrascht sein zu hören, dass wir ein Einkaufszentrum in Galena haben. Die letzten Wochen war dort immer viel los. Meistens treiben sich hier die Schwarzbären rum auf der Suche nach Futter. Aber auch Leute finden tolle Sachen. In Galena gibt es keine "Second Hand" Läden (die erste Adresse für uns wenn wir nach Anchorage oder Fairbanks fliegen). Silke fand z.B. zwei fast neue Schlafsäcke. Sie hat sie gewaschen und wir haben sie die letzten zwei Wochen auf der Kinderfreizeit benutzt (im nächsten Blog schreibe ich mehr von den Freizeiten).


The bears are not shy at all and when you go shopping, you better watch carefully. I found some great stuff to build a greenhouse for next year. Before the winter is coming I like to build a coop for chicken. Fresh eggs are a treat out here but almost more important  is the manure to fertilize your garden. Compost is usually not to expensive to buy. But the dirt is heavy and expensive to ship out here.

Die Bären sind nicht sehr scheu und so muss man gut aufpassen, wenn man einkaufen geht. Ich habe großartige Sachen gefunden, um nächstes Jahr ein Gewächshaus zu bauen.. Bevor der Winter kommt, möchten wir noch einen Hühnerstall bauen. Frische Eier sind hier draußen ein Genuss, aber fast noch wichtiger ist die Hühnerkacke. Damit wird der Garten gedüngt. Komposterde ist normalerweise nicht sehr teuer aber sehr schwer und das schlägt sich dann doch beträchtlich bei den Portokosten nieder.




We go shopping at least once a week if possible. People like to set trash on fire at the dump so you have to be quick. In the beginning we were excited to see bears, sitting in the car we are safe and they come really close. But if they are there, we can´t go shopping or we have to wait until they leave.

Wir gehen etwa einmal die Woche einkaufen wenn möglich. Die Leute setzen den Müll gerne in Brand, so muss man schnell sein. Am Anfang waren wir noch begeistert, Schwarzbären zu sehen, im Auto sind wir sicher und sie kommen sehr nahe. Aber wenn die Bären da sind, können wir nicht einkaufen oder wir müssen warten, bis sie sich trollen.


On the last blog I mentioned that we can´t go fish for Salmon, which is a bummer for all nonresidents for the first year. The Lord knows and somebody gave us a 40 lb box with Salmon filets and eggs. Extremely yummy. The Lord provides!

Im letzten Eintrag hatte ich erwähnt, dass wir keinen Lachs fangen können, sehr ärgerlich für alle Neulinge im ersten Jahr. Unser Schöpfer wusste Bescheid und so schenkte uns jemand einen 20kg Karton voll mit Lachsfilet und Lachskaviar! Extrem lecker. Gott versorgt!
 

Friends who are moving out of the bush gave a big present to us. They gave us their little skiff with a 30 hp engine. Now we are much more mobile. We have a little beach across the Yukon, now we are able to go there, Finn can play in the sand, we have a little bonfire and relax.

Freunde, die wegziehen, machten uns ein großes Geschenk. Sie gaben uns ihr kleines Boot mit einem 30 PS Motor. Nun sind wir hier draußen sehr viel beweglicher. Wir haben einen kleinen Sandstrand gegenüber von unserem Haus am anderen Ufer, Finn und Hund Kiska genießen den Sand, dazu ein kleines Lagerfeuer - herrlich!


A proud skiff owner in action. The Lord is graceous with us and is providing for us through many people. Thank you so much!

Ein stolzer Bootsbesitzer in Aktion. Unser Gott ist sehr fürsorglich und er benutzt eine Menge Leute dafür. Vielen herzlichen Dank!


On our way to Nulato, a village downriver, we could take a pic from our house. You see the yellow house in the middle next to the blue building, sitting right on the Yukon. In front of the house is our garden. The green pasture behind the village belongs already to the airport.
Our landlord was able to fix the pump for the well again and we had running water again (see last blog). We so much appreciate running water now, take nothing for granted. When we came back from camp our laundry room was flooded! The pressure tank for the water system was leaking and since the water contents lots of iron, everything was rusty red, a big mess. This means the dead pump was just a symptom and not the real problem. The pressure tank could not hold the pressure long enough, so the pump was kicking in all the time until it died. To fix a symptom is not enough, you have to fix the root problem. How true is that for lots of things in our world. We see lots of problems and we try to fix them. Some studies say for example the health system cures 99% symptoms and just 1% of the real causes. The government is trying to fix problems and they better do (doesn´t matter which country). At the same time we have to realize that most of the time we are not fixing the cause, we are just fixing a symptom. Genesis 8:21 says, that the thinking of human is evil from childhood. Nobody likes to hear that, but when I hear the daily news I get the confirmation every single day.
We are looking forward when Jesus is coming back to fix the cause completely and I am pleased to see that Jesus already started to fix the cause of the problem over 2000 years ago when he died on the cross. We can see how people change in a good way when Jesus is ruling their lives.

Auf unserem Weg nach Nulato, einem Dorf flussabwärts konnten wir ein Foto unseres Hauses machen. Es ist das gelbe Haus in der Mitte, links von dem blauen Haus direkt am Yukon. Der Garten befindet sich vor dem Haus. Die Wiese hinter dem Dorf gehört schon zum Flughafen.
Unser Vermieter hat die Wasserpumpe wieder repariert (siehe letzter Eintrag) und so haben wir wieder fließen Wasser. Nichts ist selbstverständlich hier draußen, nun wissen wir es um so mehr zu schätzen. Als wir von der Kinderfreizeit wieder zurück kamen, war der Waschraum überflutet! Der Druckbehälter für das Wasssersystem hatte ein Loch bekommen, so rieselte eine Woche lang ein feiner Wasserstrahl heraus. Alles war rostrot, da das Wasser sehr eisenhaltig ist. Das heißt, als wir die kaputte Wasserpumpe ausgewechselt haben, handelte es sich nur um eine Symptomreparatur. Das eingentliche Problem war nicht gelöst. Der Druckbehälter konnte den Druck nicht halten, deshalb ist die Pumpe ständig angesprungen, bis sie überhitzt war. Das Symptom zu reparieren war nicht genug, wir mussten dem eingentlichen Problem auf den Grund gehen. Wie wahr ist das für viele Dinge in unsere Welt. Wir sehen viele Probleme und versuchen sie zu lösen. Eine Studie besagt, dass  unser Gesundheitssystem in 99% aller Fälle nur Symptome behandelt und nur in 1% die eigentliche Ursache behebt. Die Probleme sind vielfältig und unser Staat probiert, die Probleme zu lösen. Gleichzeitig müssen wir aber auch realisieren, dass in den allermeisten Fällen nur Symptome behandelt werden und das eigentliche Grundproblem nicht gelöst wird. In  1. Mose 8,21 sagt Gott, dass das menschliche Denken und Handeln von Grund auf bösen ist. Keiner von uns hört so etwas gerne aber wenn ich die täglichen Nachrichten höre, bekommen ich jeden Tag die Bestätigung dafür.
Wir sehr freuen wir  uns, wenn unsere Herr Jesus in Zukunft wieder kommt. Es ist gut zu wissen, dass Jesus vor über 2000 Jahren das Grundproblem gelöst hat, als er für uns am Kreuz gestorben ist. Wir sehen immer mehr Menschen die ihr Leben zum Positiven wenden, wenn Jesus die Führung in ihrem Leben übernimmt.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Kids Camps and no running water at home - Kindercamps und kein fließend Wasser daheim

I flew to Unalakleet for a week to be the Camp Pastor at a Junior High Camp. Unalakleet is at the coast. The camp is 12 miles outside from town without phone or internet access. The kitchen had electricity for a few hours a day, running water for washing and outhouses. We didn't need electric light since it was daylight all the time. One time I could call Silke and Finn via FM-radio. We had to contact the right channel in Unalakleet, they would call Silke and we could communicate for a minute, just one way at a time.
The 70 campers with the team had a great time, good teaching, tearful testimonies and we could see spiritual growth.

Letzte Woche kam ich von einem Teenagercamp in Unalakleet zurück, das ist an der Westküste. Das Camp ist ca. 20 km vom Ort entfernt ohne Telefon, Handy oder Internetempfang. Die Küche hat ein paar Stunden pro Tag Strom, dazu fließend Wasser und Plumpsklos. Strom für Licht war für die Camper und Mitarbeiter nicht nötig, es war sowieso den ganzen Tag hell. An einem Tag konnte ich mit Silke und Finn kommunizieren - über ein FM-Radio. Zuerst haben wir die Station in Unalakleet kontaktiert, die haben dann in Galena angerufen. 
Die 70 Teenies und das Team hatten eine klasse Zeit, wir hörten gute geistliche Impulse für unser tägliches Leben und emotionale Lebensberichte.


Back home there was no running water anymore. The pump for the well quit. Right now it is fishing season and it is hard to find people who can work on the pump. After three days our landlord showed up and fixed it temporarily. He ordered a new pump and we put it in last Monday, but the electricity is not working yet. So we are again without running water. Since our roof has no gutter, we use a canoe to collect the water for flushing the toilet, since it had been raining a lot for the past few days.

Wieder daheim angekommen, gab es kein fließend Wasser mehr. Die Pumpe für die Quelle hatte versagt. Da gerade Fisch Saison ist, ist es schwer Leute zu finden, die an der Pumpe arbeiten können. Nach drei Tagen kam der Vermieter vorbei und wir installierten eine vorübergehende Lösung. Er bestellte eine neue Pumpe und am Montag haben wir das neue Teil installiert, die Elektrik funktioniert aber noch nicht und so lässt fließend Wasser noch auf sich warten. Unser Vermieter ist von außerhalb und das Wetter ist gerade zu schlecht zum Fliegen. Unser Dach hat keine Dachrinne und so benutzen wir ein Kanu, um das Wasser auf zu fangen, um die Toilette zu spülen.

Last Monday started another Kids Camp upriver (Kokrine Hills Bible Camp) and we help with the registration at hour house. Some kids fly directly to camp, lots of kids come to Galena first by airplane and are going up to camp in a three hour boattrip. The next registration is coming up. I will be going to the discipleship camp on July 12 for a week, Silke and Finn will join me for the second week.

Letzten Montag begann ein weiteres Kindercamp flussaufwärts. (Kokrine Hügel Bibel Camp). Wir kümmern uns um die Anmeldungen. Einige Kinder fliegen direkt zum Camp eine Menge Kinder werden aber auch zuerst nach Galena geflogen und von dort aus auf einer dreistündingen Bootsfahrt zum Camp gebracht. Bis dann alle soweit sind, verbringen die Kinder die Zeit an und in unserem Haus. Am 12. Juli geht Martin zum Camp, Silke und Finn folgen dann die darauf folgende Woche.

I already mentioned that it is fishing season, the different kind of salmon is running up the river. Unfortunately as nonresidents we can´t fish with dip net or drift net. We have to wait for one year before we are residents. So there is no Salmon for us this summer. We could catch Salmon with a rod but the Yukon River is not clear enough, too much mud and the fish would not find the lure. There are some clear rivers up and down the river but we don´t have a boat to go there...

Ich erwähnte schon, das gerade Fisch Saison ist, der Lachs schwimmt gerade die Flüsse hoch. Um mit Netzen fischen zu können, müssen wir allerdings erst ein Jahr hier wohnen, um das tun zu dürfen. So gibt es dieses Jahr noch keinen Lachs für uns. Mit der Angelrute könnten wir schon angeln, allerdings ist der Yukon zu trübe zum Angeln der Lachs würde den Köder nicht finden. Klare Zuflüsse befinden sich flussauf- und abwärts, sind aber ohne Boot für uns nicht zu erreichen....

Three weeks ago the Fox family arrived in Galena, another family with our organisation SEND North. We found housing for them, we are really thankful for that, since the housing market is pretty tight right now. A major prayer request is, that we can find some firewood for them. There are two ways to get firewood. Cut it in the wintertime, you can´t do it now because everything is to swampy or you can get driftwood from the river. But the driftwood is already gone, at that time we were at a training out of town (in Homer). Last chance is to drive to Jungle Island, driftwood would pile up in certain spots but so far we don´t have access there. The Yukon is still too high, the water has to drop more.
You could also pray that our internet is working soon again. Right now we use the neighbors internet. Our Satellite Internet switched to a different signal our dish can´t handle, maybe we have to buy a new expensive equipment.

Vor drei Wochen kam Familie Fox in Galena an, eine weiteren Familie die mit SEND Nord arbeitet. Glücklicherweise fanden wir ein Haus für sie, der Wohnungsmarkt ist gerade sehr eng. Nun brauchen wir dringend Brennholz für den kommenden Winter für sie, ein dringendes Gebetsanliegen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten an Brennholz zu kommen. Entweder es wird im Winter geschlagen, im Sommer und Herbst ist es zu sumpfig. Oder man wartet im Frühjahr auf das Holz, das den Yukon runterschwimmt. Letzteres haben wir aber verpasst, zu jener Zeit waren wir auf einem Kulturtraining in Homer. Letzte Chance ist nun das Schwämmholz von der Dschungelinsel zu holen, dort gibt es eine Stelle, wo sich das Holz sammelt. Aber noch steht das Wasser des Yukons zu hoch und wir haben noch keinen Zugang mit dem Quad oder dem Auto.
Gerne kannst du auch dafür beten, dass unser Internet bald wieder funktioniert. Augenblicklich benutzen wir das Internet von unserem Nachbarn. Unsere Satelliten Internet hat das Übertragungssignal gewechselt und die Anlage ist nicht fähig das neue Signal zu erfassen. Womöglich müssen wir eine neue teure Anlage kaufen.

All in all don´t worry about us, we are doing fine. You can pray with us Psalm 121

Aber macht euch keine Sorgen, grundsätzlich geht es uns gut. Gerne könnt ihr Psalm 121 mit uns beten

I lift up my eyes to the mountains—
   where does my help come from?
My help comes from the LORD,
   the Maker of heaven and earth.
He will not let your foot slip—
   he who watches over you will not slumber;
indeed, he who watches over Israel
   will neither slumber nor sleep.
 the LORD watches over you—
   the LORD is your shade at your right hand;
the sun will not harm you by day,
   nor the moon by night.
 The LORD will keep you from all harm—
   he will watch over your life;
he LORD will watch over your coming and going
   both now and forevermore.

Ich hebe meine Augen zu den Bergen
   woher kommt meine Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
   der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen;
   und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels
   schläft noch schlummert nicht.

Der Herr behüte dich;
   der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand.
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
    noch der Mond des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
   er behüte deine Seele
der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
   von nun an bis in Ewigkeit.



 Finn badet im kalten Yukon - Finn is playing in the cold Yukon River

Mama Elch mit Baby Elch beim Spaziergang. 
Übrigens habe ich unseren Support-Elch auf der rechten Seite des Blogs aktualisiert. Wir sind jetzt bei 85% des monatlichen Bedarfs! Herzlichen Dank an alle, die sich hier beteiligen. Die restlichen 15% legt derzeit noch die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG) aus allgemeinen Spenden drauf.

Mama Moose and Baby Moose on a walk.
By the way, I updated the support mosse you can see on the right side of the page. Now we have 85% support from our monthly needs. Thank you so much to everybody who is involved here. The other 15% support so far is coming from German Missionary Fellowhip (DMG) right now; they pay this from other common donations.

Regenbogen über Galena - Rainbow over Galena

Finn guckt sich Lachsreste im Yukon an - Finn is looking at Salmon waste

 Martin beim Wasserholen für die Klospülung - Martin is getting water for flushing the toilet.

Freitag, 10. Juni 2011

Eisfrei! Icefree!

After the Yukon had been frozen for about seven months the ice finally broke at the beginning of May. A few miles down river is a tight curve and depending on current, temperature and ice structure there is always fear that the ice might jam up and following that, that it would flood upriver.
But- praise the Lord- it did not happen. The temperatures were pretty mild and the ice- flow unspectacular.

For the next five months the river is - depending on the water level- free for the barge. The barge landing is pretty much right in front of our house. People fly to Fairbanks for their shopping trips, put the stuff in container and send it to Galena by barge.
In the past months the fuel price in the US went up. In Galena all the fuel comes by barge too. So throughout winter the price is pretty much the same and independent from the rest of the State. In the past few weeks we bought quite a bit of fuel and gasoline for the next year before the price goes up with the next barge. So we have to wait with our shopping trip until August when we have money again.

At the beginning of this week we came back from our cultural training in Homer, a little town at the coast. We heard about Alaskan history, cultural differences and many more things. One example; compared to the Indian culture we Western people ask too many questions. In their culture they expect you to watch and observe until you know the answer for that question. That is not very easy...
Besides that we had the chance to talk with many colleagues from other villages about their experiences. We heard a lot of good things we have to digest and put into practice in the upcoming weeks. So that I won't forget these things right away I have started to write them in my calendar, and in the next few weeks I will read them again and renew the information.

Next Sunday we will have church service at our house and a potluck afterwards. Throughout summer many people are gone and the boarding school has already vacation. Many people fly out of town to visit family and friends or many Native Americans go up- and downriver for their fish camps.
On Monday Martin is going to Unalakleet for a week to help with a kids camp. For that he still has to prepare some things. Thank you very much for all your prayers.


Nach sieben Monaten fing das Eis des Yukon Anfang Mai an aufzubrechen. Einige Kilometer flussabwärts macht der Fluss einen starken Knick und je nach Strömung, Temperatur und Eisbeschaffenheit besteht immer die Gefahr, dass sich das Eis hier verkantent, staut und in Folge dessen die Gebiete flussaufwärts geflutet werden. Das blieb uns - Gott sei Dank - erspart. Die Temperaturen waren sehr gemäßigt und das weiche Eis floss recht unspektakulär ab.

Nun ist der Fluss- je nach Wasserstand- für die nächsten 5 Monate frei für den Frachtkahn. Dieser landet in Galena praktisch vor unserer Haustür. Die Menschen fliegen nach Fairbanks und gehen dort einkaufen, die Sachen werden dort in Container gepackt und nach Galena verschifft.
Die letzten Monate haben die Benzinpreise in den USA recht angezogen. In Galena werden auch die Brennstoffe per Frachtkahn eingeführt und den Winter über bleiben die Preise relativ unabhängig von der Außenwelt. So haben wir die letzten Wochen einen Großteil unserer Benzin- und Heizölvorräte fürs nächste Jahr gebunkert, bevor mit dem nächsten Frachtkahn die Preise nach oben angeglichen werden. So werden wir für unseren Einkauf in Fairbanks bis August warten, bis wir wieder "flüssig" sind.

Anfang dieser Woche kamen wir von einem Kulturtraining aus Homer, einer kleinen Stadt an der Küste, zurück. Es ging unter anderem um die Geschichte Alaskas und Kulturunterschiede.
Ein Beispiel:
Verglichen mit der Indianerkultur stellen "Westler" viel zu viele Fragen. In ihrer Kultur wird mehr Beobachtung erwartet. Und zwar solange, bis sich die Frage selbst beantwortet hat. Gar nicht so einfach...
Dazu gab es reichlich Gelegenheit, sich mit bekannten und noch unbekannten Kollegen aus anderen Dörfern über Erfahrungen auszutauschen. Wir bekamen viele gute Sachen zu hören, die wir nun die nächsten Wochen verdauen und anwenden können. Damit nicht alles gleich in einem Ordner im Regal verschwindet, habe ich damit begonnen, mir wichtig gewordene Infos in meinen Kalender einzutragen. So tauchen die Informationen die nächsten Wochen noch mal auf und ich habe die Sachen noch ein mal vor Augen und kann sie noch mal wiederholen.

Nächsten Sonntag findet der Gottesdienst in unserem Haus statt mit anschließendem Mittagessen.
Den Sommer über sind viele Leute weg, dazu haben die Sommerferien begonnen und die Schüler sind nicht da. Viele fliegen den Sommer über raus, um die Verwandtschaft zu besuchen und Indianer fahren zu ihren Fischcamps flussauf- und abwärts, um Fische zu fangen.
Martin fliegt am Montag für eine Woche nach Unalakleet für ein Kindercamp. Dazu standen und stehen noch einige Vorbereitungen an. An dieser Stelle vielen Dank für euer Gebet.

Die letzten Eisreste am Yukonstrand- last pieces of ice at the Yukon


 Der Frachtkahn legt praktisch vor unserer Haustüre an 
(im Vordergrund unser Garten mit dem Gewächshaus)
the barge lands almost in front of our house
(you can see our garden and the greenhouse)

Silke und Finn am Ozean in Homer (das Wasser war eiskalt)
Silke and Finn at the ocean in Homer (the water was veeeeery cold)
 Silke beim Muscheln sammeln
Silke collecting shells

Auf dem Rückweg von Homer sahen wir unseren ersten Schwarzbären
On our way back from Homer we saw our first black bear


Dienstag, 26. April 2011

Ostern

Ostern beginnt hier mit "Good Friday", das klingt sehr gegensätzlich zu Karfreitag (althochdeutsch kara, „Klage, Kummer, Trauer). Beides hat seine Bedeutung, nur jeweils aus einer anderen Perspektive. Der Tag, an dem Jesus starb war für seine Jünger ein sehr trauriger Tag, gleichzeitig war es aber auch ein sehr guter Tag, auch wenn sie es erst später am Tag der Auferstehung vollständig begreifen sollten.
"Good Friday" ist kein Feiertag hier drüben, genauso wenig wie Ostermontag (Martin hatte Karfreitag aber trotzdem frei, es ist ein Feiertag für Send North, unseren Arbeitgeber). So wird Ostern nicht ganz so groß gefeiert, wie wir das aus Deutschland kennen. Umso mehr erinnern wir uns gerne an frühmorgendliche Ostergottesdienste zurück mit anschließendem Osterfrühstück. Solch eine Ostertradition gibt es hier drüben nicht. Es erscheint uns mehr als ein normaler Sonntag, an dem das Thema schon vorher klar ist. Überhaupt wird die Sonn- oder Feiertagsruhe, die in Deutschland ja auch gerade in Frage gestellt wird, nicht so eng gesehen, was wir ziemlich schade finden. Viele Leute, auch aus der Kirche gehen am Sonntag ihrer normalen Hausarbeit nach (Maschinen reparieren, Holz sägen, Büroarbeit etc.).
Das klingt jetzt alles etwas negativ, und hat sicherlich auch etwas mit dem einsetztenden Kulturschock zu tun, der früher oder später jeden erwischt. Nach den ersten sechs Monaten hier in Galena setzt sich die anfängliche Begeisterung langsam. Dinge, die man am Anfang noch interessant fand, stören auf einmal.
Dazu kommt, dass der erste Winter vorbei ist. Die Straßen sind gerade mit Schneematsch voll, tagsüber taut es, nachts friert alles wieder. Der Schnee beginnt zu schmelzen doch es wird noch ein paar Wochen dauern bis der ganze Schnee weggetaut ist (dieses Jahr 2,5m). Das erste mal können wir den Boden sehen, den Dreck, dazu der Matsch.
Gummistiefel sind das einzige, was nun getragen werden kann, wenn man keine nassen Füße bekommen möchte, auch zum Gottesdienst.
Gerne kannst du dafür beten, dass wir den Kulturschock bald hinter uns lassen :-)

Folgend ein paar Bilder der letzten vier Wochen. Anfang April hatten wir das jährliche Treffen von Send North in Aniak. Das nutzten wir, um am Ende nach Anchorage zum Einkaufen zu fliegen. Dort gönnten wir uns eine Fahrt nach Seward, um dort Wale zu beobachten.




 Buckelwal

 Hafen von Seward

Orca

Finn im Kleinflugzeug nach Aniak

 Matsch und Eis vor der Haustür

 Wir konnten noch einmal mit unserem Vermieter sprechen... Seit zwei Wochen haben wir einen schwarzen Labrador, 10 Wochen alt. Der perfekte Familienhund. Er heißt Kiska.

 Toller Ausblick auf die Alaskakette auf dem Weg von Aniak nach Anchorage

 Schwanzflosse eines Buckelwals

 Seelöwen

 Silke und Martin

Mittwoch, 30. März 2011

Spring Carnival

 Last weekend we had Spring Carnival in Galena. It was right in front of our house on the frozen Yukon River :-)
We had a good time and it was really good to get to know the community better. Following some commented pics.

 We had some dog sled races. Silke helped out some friends taking care of the dogs after the race.

 Another sport was snowshoe racing. Finn did well with the second place. The most important point was probably getting up again quickly after falling several times.

 Martin attended the 5 mile snowshoe race. He trained really hard the day before for 30 minutes ;-)
Goal was to cross the finish line, which he did after 69 minutes and made the 8th place.

During the weekend Martin was in charge as time keeper for the dog sled races.

Martin didn´t attend the dog sled race, but he had an experience a few weeks ago. A friend asked him if he could help to train his dogs. He was willing to do that even though they had some language problems, since Martin can´t speak sign language (his friend is deaf) and there was no written manual... Another friend gave him an important advice a week before "No matter what, hold on!" So Martin did that a few times, when he bumped trees and the sled flipped over a few times. But after a difficult beginning he enjoyed it.

Finn celebrated his 6th birthday at the end of March. We had a nice dinosaur birthday party with many friends.

A month ago Finn had a science fair project together with his friend at the kindergarten (will the balloon rise, if we use yeast, sugar and warm water?).