Mal gucken, was über Neujahr hier läuft. Vielleicht lädt uns jemand ein.
Wir wünschen auf jeden Fall allen, die das lesen, ein gesegnetes neues Jahr 2008. Gut zu wissen, dass Gott schon das ganze Jahr überblickt und weiß, was auf uns zu kommt.
Folge 47Als wir letztens in der Bücherei waren, hat uns eine Frau deutsch sprechen hören. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und so hat sie uns gleich zum Geburtstag von Sam, ihrem Kind eingeladen. So war Finn am letzten Samstag auf einer amerikanischen Birthdayparty.
Finn etwas vorzulesen war dato sehr schwierig. Bilder angucken ja aber nicht vorlesen. Seit dieser Woche ist das anders. Vielleicht, weil es in dem Buch darum geht, dass ein kleiner Eisbär traurig ist. Finn ist auch ein bisschen traurig, dass seine Lulli („unser“ Hund Denali) nicht mehr da ist.
Wenn Finn 10 Minuten bei mir bleibt und ich vorlese, das sind Sternstunden.
Da fällt mir gerade ein, die neue Adresse von uns (die alte bitte löschen!)
Silke und Martin Hornfischer
Abingdon, VA 24210
Mary, eine Frau aus der Gemeinde, ist so nett, uns in Englisch zu unterrichten.
Letzte Woche Dienstag Vormittag hatten wir unseren ersten Englischunterricht. Gab gleich zu Anfang einen Text, um unseren aktuellen Stand herauszufinden. Am meisten werde ich zu lernen haben. Silke ist relativ gut drauf. Ist okay, deshalb bin ich ja auch hier. Wöchentliche Hausaufgabe:
Für mich reicht das auf jeden Fall, neben den anderen Jobs und der Familie. Letzten Freitag hatten wir gleich David Caskey mit seiner Frau Beth eingeladen, er ist für unser Wohlergehen zuständig. Ein netter Abend.
Gestern sind wir in unser „normales“ Haus eingezogen. Wir mussten warten bis es von den Vorgängern geräumt wurde. War ein ziemlich anstrengender Nachmittag und Abend. Wir haben zwar nur sechs Koffer, aber man verteilt in 14 Tagen doch schon ganz schön in der Wohnung, dazu das sauber machen. Na gut, jetzt haben wir es geschafft. Dafür ist die Wohnung auch doppelt so groß, dazu eine Rutsche im Garten für Finn. Mit lieben Grüßen aus Virginia. Eure Hornfischers.
Am vergangenen Samstag haben wir (Martin mit den anderen Praktikanten Tomislav und Marietta) den „alten“ Praktikanten Vitali mit seiner Familie zum Flughafen in Washington gebracht. Silke mit Finn blieb daheim. Denn die Fahrt dauert einfach 7 h. Das liegt zum einen an der Entfernung, zum anderen daran, dass man auf der Interstate (Autobahn) nur
Heute war ich (Silke) mit Marie (auch Intern) beim Frauen bzw. Müttertreffen in der Gemeinde. Das Treffen findet einmal im Monat in der Gemeinde statt und nennt sich MOPS. Den Namen finde ich echt niedlich, er bedeutet Mothers of Preschoolers. Die Mütter kommen mit ihren Kindern und können sie dann in eine Gruppe zur Betreuung abgeben, so dass sie Gemeinschaft haben können bzw. findet auch immer ein Vortrag zu einem Thema statt. So war ich im Programm und Martin war mit Finn in der Kinderbetreuung ;-)
Mir hat es gut gefallen, weil da echt viele Mütter waren und ich das als Chance für mich sehe Kontakte zu knüpfen. Ich wünsche mir sehr, dass ich hier eine Freundin finde, da dürft ihr auch gerne für beten.
MOPS fand ich einfach toll. Es war praktisch, ansprechend und gut in den Alltag umzusetzen. Was mir besonders gut gefällt ist, dass sie Mütter echt ermutigen zu Hause zu bleiben und sich um ihre Kinder zu kümmern, weil das eine wichtige und bedeutende Aufgabe ist!! Das ist schön, wenn man mit dieser Ansicht nicht ein Außenseiter ist.
Gleich am ersten Tag habe ich von Vitali (Noch-Praktikant) eine Jacke geschenkt bekommen. Jemand von der Gemeinde hat sich eine Jacke gekauft und eine dazu bekommen. Vitali ist fast zwei Meter groß. So hat er mir die neue Jacke vermacht. Thank you!
In Amerika ist alles etwas größer. Es wird immer mit dem Auto gefahren. Auch zum Nachbarn. Manchmal bin ich in der Gemeinde, manchmal Silke. Deshalb hat uns die Gemeinde zwei Autos gegeben. Einen Chrysler und ein Oldsmobile. So sind wir immer mobil. Coole Sache. Wir müssen nur Benzin zahlen. Der Liter Benzin kostet hier gut 50 Eurocent Lieben Gruß an alle Autofahrer in Deutschland :-) Dafür sind die Lebensmittel teurer.
Um vier Uhr war die Nacht zu Ende. Aufgrund der Aufregung war es aber kein Problem aus dem Bett zu steigen. Um fünf Uhr war Onkel Manfred da und wir fuhren zum Flughafen Düsseldorf. Das Filmteam war auch schon da. Zum Glück aber noch offline. Sie drehen erst ab Landung in Tennessee.
Die Kontrollen waren alle erträglich. Die ersten 5 h Flug gut verträglich. Danach wurde Finn etwas langweilig. Wir hatten keinen Fensterplatz, aber ein netter Mann hat Finn des öfteren aus seinem Fenster gucken lassen. Nach unendlichen knapp 10 Stunden sind wir in Atlanta gelandet. Nun geht es an´s Eingemachte. Die Beamten der Einwanderungsbehörde empfangen uns. Der erste Beamte übergibt uns nach ein paar Minuten dem nächsten. Ab ins Office. Klar, eine Familie, die für ein Jahr mit Touristenvisum einreisen möchte, da gab es Klärungsbedarf. Wer hat uns eingeladen? Was machen wir in der Zeit? Wie sind wir versichert? Wie wird die Sache finanziert? Der schwarze Beamte harkte gründlichst nach. Nach einer knappen Stunde hatten wir die Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr!! Danke Jesus! David Caskey, unser Betreuer sagte uns, dass kam bis jetzt noch bei keinem Praktikanten vor – sie machen das seit 15 Jahren.
Nach dem erneuten einchecken in eine kleinere Maschine landeten wir dann unversehrt nach über 17 h und ziemlich knülle auf einem kleinen Flughafen in Tennessee. David empfing uns mit Tomy und Mary, den zwei anderen Praktikanten. Sie sind zwei Tage früher angekommen. Nach einer knappen Stunde Autofahrt wurden wir in unsere vorübergehende Wohnung geführt, wo wir dann auch irgendwann in die Falle gegangen sind.
Der Umzug ist geschafft! Eine ziemlich stressige Angelegenheit. Dazu noch das Filmteam. Gott sei Dank waren Silkes Eltern da. Sie haben 14 Tage Urlaub geopfert, um uns zu helfen. Keine Ahnung wie es ohne sie ausgesehen hätte! Einen fetten Dank an dieser Stelle. Ihr seid spitze!