Dienstag, 24. Januar 2012
You know, you live in Bush Alaska when...
You know, you live in Bush Alaska when...
1. Your hunting license is more important than your driver license.
2. You have to torch your frozen propane bottle outside first to use the propane oven inside.
3. You are more happy about a fresh orange than a chocolate bar.
4. Long Johns are pretty helpful not just outside but inside as well.
5. Google directions start like: "We could not calculate directions... " because your village is off the
road system.
6. The dashboard in your car is lighting up at least one warning sign, because you can´t bring it to
the car dealer, so you have to fix it yourself whatever it is.
7. You fly to Fairbanks for a dentist appoitment and the flight is more expensive than the treatment
itself.
8. You go back to an analog thermometer, because the digital one can´t measure the 60 below.
9. You do not find it weird if somebody says: "It warmed up to 31 below this morning.”
10. You go shopping at the dump and you find some pretty good deals and function is more
important than the look.
11. Free shipping is the most important thing if you order something by mail.
But as our pastor here put in words:
You love Jesus and the people that live here so much that you choose to deal with the above mentioned things so that God can be glorified, and people can meet Jesus.
Du weißt, dass du in Bush Alaska lebst wenn...
1. Dein Jagdschein wichtiger ist als der Führerschein.
2. Du deine gefrorene Gasflasche erst einmal mit einem Dieselheizer erwärmen musst, bevor der
Ofen wieder funktioniert.
3. Du glücklicher bist über eine frische Orange als über eine Schokolade.
4. Lange Unterhosen nicht nur draußen, sondern auch drinnen sehr angenehm sind.
5. Google Maps antwortet: "Wir konnten keine Route berechnen..." weil das Dorf nur per Flugzeug
zu erreichen ist.
6. Die Instrumententafel im Auto mindestens ein Warnlicht anzeigt, dass etwas defekt ist aber es gibt
keine Autoreparatur im Dorf und was auch immer es ist, du musst es selber reparieren.
7. Wenn du nach Fairbanks zum Zahnarzt gehst, ist der Flug dorthin teurer als die Zahnbehandlung.
8. Du benutzt wieder ein analoges Thermometer, weil die Digitalversion die Temperaturen bis - 50°
Celsius nicht mehr anzeigt.
9. Du es nicht mehr komisch findest, wenn jemand sagt, "Es hat heute auf - 26° C aufgewärmt.
10. Du gehst auf die Müllhalde zum Einkaufen und findest viele tolle Sachen und Funktion ist
wichtiger als Aussehen.
11. "Versandfrei" das wichtigste beim Einkauf ist.
Wie unser Pastor hier es sagen würde:
Du liebst Jesus und die Menschen die hier leben so sehr, dass du die oben genannten Dinge in Kauf nimmst, damit Gott verherrlicht wird und die Menschen Jesus kennen lernen können.
Freitag, 6. Januar 2012
Fließend Wasser :-)
Seit Sonntag hatten wir ja kein Wasser mehr. Der Kompensator, den ich am Dienstag bestellt hatte, kam tatsächlich heute am Freitag (samstags hat die Post zu). Der Einbau dauert ca. 5 Minuten. Aber als Silke und Finn mit dem Teil von der Post kamen, hatte ich anderes zu tun. Mittlerweile war nämlich die Heizleitung für die Quellwasserleitung eingefroren und damit die Wasserleitung auch... Diesmal war auch die Leitung geplatzt, heute wird also unterm Haus gelötet bei -40° C. Ab 14 Uhr verbrachte ich also unter dem Haus mit dem Dieselheizer und dem Bunsenbrenner um die Leitungen wieder aufzutauen. Die letzten drei Stunden kam Ross aus der Nachbarschaft noch dazu. Um 23 Uhr lief das Wasser wieder! Preist den Herrn! Vielen Dank für eure Gebete!
Montag, 2. Januar 2012
Ein gesegnetes neues Jahr - ein verheißungsvoller Start!
Die Weihnachtstage über habe ich etwas über die Stränge geschlagen. Zuviel war in die Tage reingepackt, viele Leute waren zu Besuch oder wir waren bei anderen. Nun erwarten uns ein paar ruhige Tage. Für den letzten Tag im Jahr ist nichts angesetzt... Die Temperaturen bewegen sich um die -50°C im Wohnzimmer ist es mit 15°C verhältnismäßig warm - und doch zu kalt. "Zieht lieber schon mal die Schneehosen an!" Erfahrungsgemäß dauert es ein wenig, bis man dem Fehler auf die Schliche kommt. Im Untergeschoss mit dem Gästezimmer und dem Büro hat es drei Grad, das heißt, die Heizleitungen entlang am Boden sind eingefroren! Normalerweise fließt Frostschutzmittel durch die Leitung, doch eine Probe zeigt mir, dass es nur noch Wasser ist. Warum das Heizsystem den größten Teil des Frostschutzes in den Überlauf gekippt hat, ist mir noch nicht klar, es hat aber was mit dem erhöhten Druck zu tun. Ein Dieselheizer wird in den ersten Raum gestellt, um die Temperatur etwas anzuheben. Mit einem Gasbrenner fange ich vorsichtig an, die Leitungen aufzutauen. Eine heikle Angelegenheit, die Lötverbindungen sollen natürlich nicht aufschmelzen. Ross, ein Freund aus der Nachbarschaft kommt, um zu helfen. Nach ein paar Stunden läuft wieder warmes Wasser im Untergeschoss. Im Wohnzimmer haben wir uns schon auf 16°C gesteigert. Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass das Gas für den Gasherd eingefroren ist? Damit hatten wir die Wohnung morgens zügig warm bekommen, das geht nun nicht mehr. Mittlerweile ist es kurz vor acht. Silke und Finn sind schon zu Ross´s Frau Wendy gegangen zum Abendessen. Wenig später kommen wir nach. Nach einem leckeren Auflauf spielen wir noch ein Spiel und unterhalten uns. Finn spielt zusammen mit den drei Kindern von Ross und Wendy, um 22 Uhr dürfen die Kinder noch eine Rakete in die Luft steigen lassen und dann geht es für uns nach Hause. Ross und Wendy mit den Kindern sind im Sommer aus Montana in unsere Nachbarschaft gezogen und wir helfen uns sehr viel gegenseitig aus, ein wahrer Segen!
Die erste Überraschung am Neujahrsmorgen - kein fließend Wasser mehr, draußen hat es wieder -50°, die Wohnung hat wieder nur 15° C. Ist die Wasserleitung zur Quelle wieder eingefroren wie schon Anfang November? Okay, zumindest weiß ich nun gleich was zu tun ist, die nächsten zwei Tage sind verplant. Aber die Wasserleitung zur Quelle ist warm. Später fällt mir ein Kompensator in der Pumpensteuerung auf, der sieht nicht gut aus. Ich werde Montag Morgen einen neue bestellen. Doch Montag haben noch alle Elektrikgeschäfte in Fairbanks zu. Von dort aus gelangen Ersatzteile immer am Schnellsten nach Galena. 1-5 Tage dauert das erfahrungsgemäß. Beim letzten Frostschaden hatten wir Wasser aus dem Yukon vor dem Haus geholt, aber das Eis ist jetzt mindestens ca. einen Meter dick... Alternative ist, mit dem Auto in den anderen Teil der Stadt zu fahren und dort das Wasser in 20-Liter-Kanistern zu holen, wie wir es mit unserem Trinkwasser ohnehin schon tun. Bei den Temperaturen ist das aber eine Tortur für den Wagen. Bei Ross und Wendy habe ich heute Abend kurz geduscht und auch 60 Liter Wasser habe ich mitgenommen. Nachdem es heute auf -40°C aufgewärmt hat, habe ich mich entschlossen, das 200 Liter Fass Frostschutz auf dem Dach des Frachtcontainers runter zu schaffen. Der Container steht hinter dem Haus. Während der Elchjagd Ende September hatte ich am abendlichen Lagerfeuer Zeit, mir einige Knoten einzuprägen. So auch den "Trucker-Hitch"eine Art Flaschenzugknoten. Damit ließ ich das Fass dann sanft hinab gleiten. Beim Anlegen der Gurte an das Fass habe ich mir allerdings wieder einmal die Fingerspitzen an dem eiskalten Metall verbrannt! Also auf in die Garage. Dort steht der Ofen, mit dem das Haus geheizt wird. Circa acht Mal am Tag muss ich die Brennkammer auffüllen. Ich habe mir ein Thermometer geborgt, mit dem ich die Temperatur im Schornstein messen kann. Mal sehen ... upps 480° C! Eine Lüftungsklappe habe ich schon repariert, aber die Temperatur ist immer noch wesentlich zu hoch. Ein Großteil der Hitze geht immer noch den Schornstein raus, das ist schon wirklich deprimierend. Man könnte auch sagen, Haus des Schreckens! Für die Urlaubstage war eigentlich mehr Familienzeit eingeplant, Schneeschuhlaufen und Fallen stellen.
Ach ja, was mache ich sonst so auf der Arbeit neben dem täglichen Überleben? Die nächsten drei Tage haben wir drei Klausurabende vom Gemeinderat, wir beten um klare Führung und besprechen, welche Schwerpunkte wir mit der wachsendenen Gemeinde setzen wollen. Mitte Januar ist geplant, nach Huslia, einer Nachbarortschaft, 40 Flugminuten nördlich von Galena zu fliegen (oder 5 Stunden mit dem Schneemobil). Dort könnten wir zwei Wochen ein richtiges Buschdorf erleben. Das würde uns helfen, uns mehr auf das einzustellen, was uns bei einem zukünftigen Umzug erwarten würde. In der Zwischenzeit müsste aber jemand auf unser "Haus des Schreckens" aufpassen und das kann ich augenblicklich niemandem zumuten.
Mitte Februar bieten wir einen zehnwöchigen Erziehungskurs für das Dorf an. Mit einem Team sind wir gerade in der heißen Planungsphase, die Flyer müssen noch fertig gestellt werden, ich muss mich mit verschiedenen Leuten aus dem Dorf absprechen, die einzelnen Abende müssen noch vorbereitet werden und wir brauchen noch mehr Helfer für die Essenszubereitung und das Kinderprogramm.
Die erste Überraschung am Neujahrsmorgen - kein fließend Wasser mehr, draußen hat es wieder -50°, die Wohnung hat wieder nur 15° C. Ist die Wasserleitung zur Quelle wieder eingefroren wie schon Anfang November? Okay, zumindest weiß ich nun gleich was zu tun ist, die nächsten zwei Tage sind verplant. Aber die Wasserleitung zur Quelle ist warm. Später fällt mir ein Kompensator in der Pumpensteuerung auf, der sieht nicht gut aus. Ich werde Montag Morgen einen neue bestellen. Doch Montag haben noch alle Elektrikgeschäfte in Fairbanks zu. Von dort aus gelangen Ersatzteile immer am Schnellsten nach Galena. 1-5 Tage dauert das erfahrungsgemäß. Beim letzten Frostschaden hatten wir Wasser aus dem Yukon vor dem Haus geholt, aber das Eis ist jetzt mindestens ca. einen Meter dick... Alternative ist, mit dem Auto in den anderen Teil der Stadt zu fahren und dort das Wasser in 20-Liter-Kanistern zu holen, wie wir es mit unserem Trinkwasser ohnehin schon tun. Bei den Temperaturen ist das aber eine Tortur für den Wagen. Bei Ross und Wendy habe ich heute Abend kurz geduscht und auch 60 Liter Wasser habe ich mitgenommen. Nachdem es heute auf -40°C aufgewärmt hat, habe ich mich entschlossen, das 200 Liter Fass Frostschutz auf dem Dach des Frachtcontainers runter zu schaffen. Der Container steht hinter dem Haus. Während der Elchjagd Ende September hatte ich am abendlichen Lagerfeuer Zeit, mir einige Knoten einzuprägen. So auch den "Trucker-Hitch"eine Art Flaschenzugknoten. Damit ließ ich das Fass dann sanft hinab gleiten. Beim Anlegen der Gurte an das Fass habe ich mir allerdings wieder einmal die Fingerspitzen an dem eiskalten Metall verbrannt! Also auf in die Garage. Dort steht der Ofen, mit dem das Haus geheizt wird. Circa acht Mal am Tag muss ich die Brennkammer auffüllen. Ich habe mir ein Thermometer geborgt, mit dem ich die Temperatur im Schornstein messen kann. Mal sehen ... upps 480° C! Eine Lüftungsklappe habe ich schon repariert, aber die Temperatur ist immer noch wesentlich zu hoch. Ein Großteil der Hitze geht immer noch den Schornstein raus, das ist schon wirklich deprimierend. Man könnte auch sagen, Haus des Schreckens! Für die Urlaubstage war eigentlich mehr Familienzeit eingeplant, Schneeschuhlaufen und Fallen stellen.
Ach ja, was mache ich sonst so auf der Arbeit neben dem täglichen Überleben? Die nächsten drei Tage haben wir drei Klausurabende vom Gemeinderat, wir beten um klare Führung und besprechen, welche Schwerpunkte wir mit der wachsendenen Gemeinde setzen wollen. Mitte Januar ist geplant, nach Huslia, einer Nachbarortschaft, 40 Flugminuten nördlich von Galena zu fliegen (oder 5 Stunden mit dem Schneemobil). Dort könnten wir zwei Wochen ein richtiges Buschdorf erleben. Das würde uns helfen, uns mehr auf das einzustellen, was uns bei einem zukünftigen Umzug erwarten würde. In der Zwischenzeit müsste aber jemand auf unser "Haus des Schreckens" aufpassen und das kann ich augenblicklich niemandem zumuten.
Mitte Februar bieten wir einen zehnwöchigen Erziehungskurs für das Dorf an. Mit einem Team sind wir gerade in der heißen Planungsphase, die Flyer müssen noch fertig gestellt werden, ich muss mich mit verschiedenen Leuten aus dem Dorf absprechen, die einzelnen Abende müssen noch vorbereitet werden und wir brauchen noch mehr Helfer für die Essenszubereitung und das Kinderprogramm.
Wir hoffen, dass wir bald wieder Wasser haben und die Heizung ordentlich funktioniert. Wir sind gespannt, was die nächsten Wochen noch so auf uns zukommt. Ein spannendes neues Jahr!
Ende Dezember hatten wir eine Beerdigung im Dorf. Mit dem Schneemobil fahren wir zum außerhalb des Dorfes gelegenen Friedhof. Es ist eine katholische Beerdigung. Unter anderem höre ich das Evangelium aber ich habe den Eindruck dass es nur noch leere Worte sind, Tradition ohne Inhalt.
Die Kinder der Grundschule übten ein Weihnachtsspiel. Es war toll - inhaltlich wurde die Geburtstagsfeier von Jesus aber noch nicht mal am Rande erwähnt.
Das Paket von Opa und Oma ist da, pünktlich zum 24! Auch einige andere Pakete und Päckchen haben uns dieses Jahr noch vor Weihnachten erreicht. Vielen Dank!
Ritter mit Ross!
Ordentlich gewalzt...
.... und herausgekommen ist ein leckeres Lebkuchenhaus! Damit ist die Schullektion "Architektur" für dieses Halbjahr abgedeckt.
Finns erster Hundeschlitten aus Lego.
Und hier Papas Traum schon mal im Modell: Ein Schneemobil mit extrabreiter Fahrspur. Wenn wir mal aufhören sollten, alles in die Heizung zu stecken, könnten wir dafür sparen.
Kiska in Nikolausverkleidung
Doch noch Zeit zum raus gehen gefunden. Kiska hat seine ersten Schneehühner aportiert - guter Junge! Im teilweise hüfttiefen Schnee wusste ich seine Dienste sehr zu schätzen!
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