Montag, 26. Januar 2015

Der Winter ist da!

 Frostige Temperaturen haben uns nun doch noch erreicht. Die letzte Woche hatten wir jeden Tag um die -40° Celsius. Heute morgen die tiefsten Temperaturen soweit, - 46° Celsius (-49° Fahrenheit).


Anfang Januar hatten wir in Galena den ersten Feuerwehreinsatz des Jahres. Ein elektrischer Defekt im Spülraum der Internatsküche löste ein Feuer aus. Gott sei Dank war es noch nicht so bitter kalt (-15° C). Durch den vereinten Einsatz des ganzen Dorfes konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden.


Feuerwehrhauptmann Tim
 

Das Feuer befand sich überwiegend in den Wänden.


Auslaufendes Wasser aus undichten Stellen friert zügig ab und verwandelt den Boden zur Eislauffläche.


Auch zahlreiche Feuerlöscher konnten den Brand nicht löschen.

 

Durch die Metallwände hatte das Löschwasser nur sehr begrenzte Wirkung auf den Brand, während die Schläuche volle Kanne laufen, reißen wir die Metalwände mit Werkzeug ein; überflüssig zu erwähnen, dass ich nach ein paar Sekunden nass bis auf die Haut bin.

Hier der Pastor mit einem Ältesten der Gemeinde an der Pistole.


Der Feuerwehrwagen ist schon etwas älter und fragil, hat aber seinen Dienst erfüllt.


Alle packen an.


Als die Temperaturen noch wärmer waren...



Verwandelte Landschaft durch Eisnebel.


Kiska im vollen Galopp; die Kälte macht ihm nicht viel aus.




Finn mit zwei Freunden beim Comic lesen; Asterix & Obelix.


Kiska und Bandit sind mittlerweile gute Freunde geworden.


Silke kam von einer Frauenkonferenz mit frischem Obst zurück!
 

Kerzen sind immer noch eine gute Lichtalternative.


Mittagssonne über dem Yukon.


Das schon seit Jahren verfallene "Yukon Inn".


Frostige Temperaturen bringen klaren Himmel und Sonnenschein. Zwar es die letzten Monate sehr warm, aber damit einher geht auch eine starke Bewölkung.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Neustart 2015

Im letzten Jahr hatten wir unseren Blog etwas vernachlässigt, nach 7 Jahren sind wir wohl ein wenig müde geworden. Genug gedöst, hier ein aktuelles update!


Mittlerweile sind wir ja in ein größeres Haus umgezogen. Viele Leute fragten uns, wie das neue Haus denn so aussieht und was wir da so machen. So boten wir ein Hauskonzert mit Karrie Pavish Anderson an, die letztes Jahr ihre zweite CD rausgebracht hat. Das ganze Dorf war eingeladen. Leider kamen nur ein Dutzend Leute, da am gleichen Wochenende die Basketball Saison angefangen hat. Nichtsdestotrotz war es für alle Beteiligten ein großartiger Abend!


Finn nimmt schon seit geraumer Zeit Schlagzeugunterricht. Das geborgte elektronische Drumboard wurde letzte Woche nun endlich gegen ein ordentliches Kinderschlagzeug ausgetauscht. Kurze Übungseinheiten um 8 Uhr morgens - mal gucken wie lange die Euphorie anhält :-)


Hier mit Karrie, seiner Musiklehrerin.


Vielleicht sollte ich meine Jagdstrategie ändern. Schon seit einiger Zeit hängt ein junger Elchbulle bei uns rum...


Seinen Bruder hat er auch gleich mitgebracht...


Der Hals muss wahrscheinlich noch ein wenig wachsen, oft sieht man die Burschen knieend essen.


Ich war schon gerade auf dem Sprung, den mobilen Zaun rauszuholen, aber da kam auch schon Mama Elch vorbei... mit der Dame ist nicht gut Kirschen essen und wenn Mama was sagt...


...dann folgen die Jungs artig!


Seit Ende Oktober haben wir einen weiteren Bewohner, "Bandit" ist ein 9 Monate alter Kater, den wir aus dem Tierheim in Anchorage mitgebracht haben. War gar nicht so einfach, denn Leuten aus dem Busch werden in der Regel keine Tiere anvertraut... na wir haben zwar liebe Chinesen in der Verwandtschaft, aber man muss ja nicht alle kulinarischen Vorlieben teilen...


Wie sich Bandit mit Kiska verträgt? Abschlabbern lässt sich der Kater vom Hund noch nicht, aber wenn Kiska vor Freude mit dem Schwanz wedelt, kannst du dir sicher sein, dass der Kater nicht weit weg ist!


Unsere vier Hennen mit einem Hahn machen sich nach wie vor prächtig. Der relativ milde Winter kommt ihnen sehr entgegen. Die Tiefsttemperaturen kamen soweit nur bis -36° C - und auch das nur ein paar Tage.

Die frostigen Temperaturen halten sie nicht vom Eier legen ab (wobei es im Hühnerstall natürlich wärmer ist), entscheidend ist genügend Licht - und da kann mit einer Energiesparlampe nachgeholfen werden.


Große Sorgen bereitet uns der Holzofen. Wurde er doch Mitte November von einem Fachmann aus Fairbanks angeschlossen, versagte ein paar Wochen später die Zirkulationspumpe. Zuviel Lötzinn war beim verbinden der Kupferrohre verwendet worden und so verstopfte die Pumpe, in der Folge überhitzte der Ofen!
Übrigens handelt es sich hierbei nicht um den Holzofen, den wir vor 3 Jahren mit Spenden finanziert haben, dieser hat die Flut überlebt und soll diesen Sommer installiert werden. 


Da der "Fachmann" versäumt hatte, ein Überdruckventil zu installieren, suchte sich der Druck einen anderen Weg. So hat der Boiler nun ein Loch, das nicht mehr zu reparieren ist. Uns trifft bei der ganzen Sache keine Schuld. Unser Vermieter ist gerade dabei, einen Ersatz zu beschaffen! Auf der erhöhten Heizölrechnung werden wir wohl sitzen bleiben! Doch hat Gott doch Bewahrung geschenkt! Der Ofenhersteller sagte, wir könnten froh sein, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Ein Ofen ohne Überdruckventil gleicht einer Bombe!


So freuen wir uns also, dass das Haus immer noch steht. Auch die wöchentliche Jugendgruppe hat wieder gestartet. 8 bis 16 Teenager nehmen daran teil. Die letzten Jahre hatten wir eine starke Fluktuation, seit letztem Herbst sehen wir bei vielen aber mehr Kontinuität, was uns sehr freut!


Für Rudy ist es schon das dritte Jahr auf der Internatsschule. Silke hatte vor zwei Jahren auch schon mal die Gelegenheit, ihr Dorf mit dem Flieger zu besuchen. Hooper Bay liegt östlich von Galena an der Küste.


Der Hahn im Korb! Justin war dieses Mal der einzige Junge unter den jungen Ladies.


Zusammen mit Ross und seiner Familie leiten wir die Jugendgruppe.

Soweit für heute Abend. Danke für dein Interesse. Gott segne dich!




Freitag, 2. Januar 2015