Eine weitere Hürde ist genommen! So langsam lichtet sich unser Gemüt wieder! Am 7. Januar hat uns die US-Behörde wissen lassen: "Das Visum genehmigt!" Preist den Herrn!
Wie geht es nun weiter? Die Papiere werden nun erst zum Antragsteller geschickt, SEND International, unserer US-Partnerorganisation. Die hat ihren Sitz in Michigan. Durch die ungewöhnliche Kaltfront in den USA gehen wir von einer Verzögerung der Zustellung aus. Wenn der Brief von Kalifornien nach Michigan transportiert wurde, geht er weiter nach Deutschland. Dann können wir einen Termin bei der Botschaft in Frankfurt ausmachen. In der Regel bekommt man innerhalb einer Woche einen Termin. Die Reisepässe werden dann dagelassen und später inklusive Visum an uns zurück geschickt. Wie lange ist "später"? Im besten Fall vor dem 29. Januar, da ist nämlich der Flug gebucht. Zeitlich gesehen liegt das alles sehr, sehr eng. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir den Flug noch einmal um ein paar Wochen verschieben müssen.
Aber soweit sind wir erstmal dankbar, dass es doch vorwärts geht. Habt vielen Dank für euere Ermutigung und euer Gebet!
Montag, 13. Januar 2014
Donnerstag, 2. Januar 2014
Weihnachten mal anders
Eine Menge Nationalitäten waren vertrteten, Franken, Japaner, Kanadier, US-Amerikaner und Deutsche. Etwa 40 Leute trafen sich in Hannover, um bei der Aktion "Christmas in the City!" mitzuhelfen. Dort unterstützten auch wir die Arbeit vom "Neuen Land" (www.neuesland.net), einer Christlichen Drogenarbeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Offiziell gibt es ca. 5000 Drogenabhängige. Über einen Bauwagen gegenüber des Busbahnhofs werden erste Kontakte zu Menschen mit Drogenproblemen aufgenommen. Bei einer Tasse Kaffee, einer heißen Suppe und oder einem Backgammonspiel kommt man mit Leuten ins Gespräch. Zwei Straßen weiter befindet sich ein SOS-Bistro, wo auch alkoholkranke Menschen oder sozial Schwache preisgünstig Essen können, duschen oder Kleidung bekommen können. Menschen mit Drogenproblemen können aber auch langfristige Hilfe in Anspruch vom Neuen Land nehmen. Eine Fachstelle für Sucht und Prävention, eine Therapie und Rehabilitation und Nachsorge können Menschen langfristig helfen. Der langläufigen Meinung "einmal süchtig, immer süchtig" stehen ehemals Süchtige aus dem Neuen Land entgegen! "Es gibt keine hoffnungslosen Fälle", so der Slogan der Arbeit. Mit Gottes Hilfe gibt es eben doch Hoffnung für die Hoffnungslosen!
Mit verschiedenen Teams besuchten wir tagsüber "Szeneplätze", Orte an denen wir die oben erwähnen Menschen aufsuchten. Bewaffnet mit Kaffee und Einladungsflyern für die abendlichen Veranstaltungen im Bistro kommen wir in der Regel gut mit den Menschen ins Gespräch.
Über die morgendlichen Andachten bekam ich positive Rückmeldung, über die praktische Auslegung der Bibel mit authentischen Berichten aus dem Alltag. Die einzelnen Tag endeteten mit evangelistischen Abenden, wo ich ebenfalls von Jesus erzählen konnte.
Am 19. Dezember war ich bereits mit dem Zug nach Hannover gefahren. Silke kam am Donnerstag mit Finn per Auto nach - so war es geplant. Nach einer guten Stunde blieben meine Lieben allerdings bei Bensheim mit einem Motorschaden liegen - Kurbelwelle im Eimer! Ihm nu war der Abschleppdienst da und ab ging es zurück nach Sinsheim.... der geliehene Opel Astra hat die Segel nach 300.000 km gestrichen. Schon auf dem Rückweg rief unser Freund Silke wieder an und sagte, er hat einen Ersatzwagen besorgt! Da bleibt einem schon mal die Spucke weg! Was für eine Versorgung! Wir sind unseren Freunden und unserem Vater im Himmel unendlich dankbar! Bei all den Turbulenzen blieb Silke ganz ruhig. Am nächsten Tag unternahmen Silke und Finn noch mal einen Versuch und kamen wohlbehalten in Hannover an.
Krönender Abschluss war die Weihnachtsfeier am Heiligabend. Ca. 100 Leute ließen sich einladen. Zum Abendessen gab es köstliches Hühnerfrikassee. Nachdem alle Gäste bewirtet waren, gönnten wir uns selbst etwas zu Essen als Familie. Doch die Suche nach einem Sitzplatz blieb in dem überfüllten Raum erfolglos (es war kein Platz in der Herberge), und so nahmen wir unser Weihnachtsessen auf dem Boden ein. Gemeinsam lauschten wir der Weihnachtsgeschichte und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Als Mitarbeiter trugen wir das Lied "Gott wurde arm für uns" vor. Den Text konnten wir größtenteils auswendig. Beim Blick auf die Gebrochenen und Verzweifelten in unser Gesellschaft war es schwer, die Stimme zu halten. Weihnachten mal anders. Es war bewegend.
Am 25. machten wir uns dann auf zu Silkes Eltern nach Dorsten (Ruhrgebiet), wo Finn vorallem seine Onkel Björn und Jens genießen konnte. Silvester verbrachten wir dann bei unseren Freunden in Ulsenheim. Heute waren wir mit selbigen auf eine Familienfreizeit nach Burgambach. Am 5. fahren wir dann wieder nach Sinsheim.
Vom Visum haben wir noch nichts gehört, erhoffen und erbeten uns aber innerhalb der nächsten 14 Tage Antwort von der US-Behörde. Sobald wir etwas hören, melden wir uns wieder.
Euch allen ein gesegnetes Jahr 2014! Schön, dass es euch gibt!
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