Heute Abend macht Silke mit ein paar Ladies Spätzle mit dem "Spätzle-Schwob". Dazu haben noch zwei Lebkuchenpackungen die lange Reise überlebt - wenn auch sehr verdrückt, naja sie werden ja eh verdrückt von uns :-)
Galena ist recht auseinandergezogen. Im Haus haben wir eine Quelle. Mit diesem Wasser können wir uns waschen. Es ist aber nicht trinkbar. Im Dorf gibt es ein Wasserhäuschen, wo wir uns das Trinkwasser holen können. Allein schon dafür brauchen wir ein Fahrzeug. Winter ist eine denkbare ungünstige Zeit, hier ein Fahrzeug zu kaufen. Wenn du eins in Anchorage oder Fairbanks kaufst, muss es mit dem Flieger rausgeflogen werden, was teuer ist oder mit dem Schiff über den Yukon von Fairbanks aus. Der Yukon ist allerdings von Oktober bis April zugefroren. Aber Gott versorgt uns und ein Mann aus dem Dorf hatte sich einen Zweitwagen zugelegt und gemerkt, dass er ihn eigentlich gar nicht braucht und hat uns den 10 Jahre alten Ford Explorer verkauft. Der Wagen ist in sehr guter Verfassung, auch wenn er vorne eine heftige Beule hat, nicht mehr abzuschließen ist (keiner macht das hier) und der Kofferraum sich nur mit dem Schraubenzieher durch die Scheibe zu öffnen ist. Nun hatte der Wagen gleich einen Defekt, aber der ehemalige Eigentümer fühlte sich noch dafür verantwortlich. In der Zwischenzweit hat uns jemand anders sein Schneemobil ausgeliehen. Selbiges wäre in Anchorage oder gar Deutschland meist nur ein teures Spielzeug für Männer. Hier draußen ziemlich wichtig, zum Holz transportiern aus dem Wald (keine Straßen, zum Jagen etc. Damit sind wir die letzten Tage auch rumgefahren. Macht ziemlich Spass als ganze Familie mit 80 Sachen über die Straße zu fegen. Noch mehr Off-Road. Bei -20° C heißt es dann aber auch, sich ziemlich warm anzuziehen, ansonsten friert man sich alles ab. Der richtige Schmerz kommt dann erst bei auftauen der Finger wie heute Nachmittag, als ich auf einem Seitenarm des Yukon unterwegs war.
Spätzle-Frauen
Sonnenuntergang über dem Yukon









