Wow, seit zwei Monaten keinen Eintrag mehr. Das lag auch daran, dass im September die Saison für Elchjagd ist, eine Notwendigkeit hier draußen. Dreimal war ich mit verschiedenen Leuten auf der Jagd - jedes Mal ohne Erfolg. Das erste Mal war es zu warm (Elche mögen kein warmes Wetter), das zweite Mal war es zu neblig (Elche sind meist morgens und abends aktiv. Beim letzten Trip haben wir dann am letzten Tag einen Elchbullen gesehen (Elchkühe sahen wir viele, die sind aber nicht zum Schuss frei gegeben), aber es lies sich kein sauberer Schuss ansetzen. Fleischmäßig gesehen, waren wir also nicht sehr erfolgreich, trotzdem hatte ich eine gute Zeit. Zum Beispiel war ich das eine Mal mit einem Indianer unterwegs, die
Kommunikation war etwas schwierig für mich, mein Freund ist taubstumm.
So waren Zettel und Bleistift ganz wichtig und nach dem Abendessen am
Lagerfeuer wanderte der Block hin und her, ein wenig Zeichensprache habe
ich aber auch gelernt. Finn hat übrigens einmal die Woche Unterricht in
Gebärdensprache und es macht ihm sehr viel Spass. Zurück zum Elch, leer gingen wir aber trotzdem nicht aus. Ein Freund schenkte uns Schwarzbärfleisch, andere wiederum ein Elchvorderbein. Dazu kommen viele Jäger von außerhalb eingeflogen, Trophäenjäger, die auf das gewaltige Schaufelgeweih der Elche aus sind. Am Fleisch sind sie meistens nicht interessiert, ganz im Gegensatz zu den Dorfbewohnern. Wer hilft, Elchfleisch zu entbeinen und zu schneiden für die Ältesten der Gemeinde, kann die Hälfte davon mit nach Hause nehmen.
Ende September hatten wir dann eine Familienfreizeit in Port Alsworth. Wie viele Ortschaften in Alaska ist das nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Port Alsworth liegt am Lake Clark und die Natur mit den Bergen war atemberaubend, Alaska wie im Bilderbuch. Im Hintergrund Mount Tanalian (1088m).
Blick aus dem Konferenzraum
Typischer Dorfparkplatz in Alaska
An einem Vormittag wanderte ich mit drei anderen Männern auf den Mount Tanalian. Dabei fanden sie Blau- und Schwarzbeeren, Low-Bush-Cranberries (Bild) und...
Schokoladenbeeren. Letztere waren nicht genießbar ;-)
Auf der letzten Etappe zum Gipfel sahen wir dann 16 Dall-Schafe. Wir kamen mit ca. 50m überraschend nahe dran.
Man nennt sie auch Alaska-Schneeschafe. Wahrscheinlich wussten sie, dass die Jagdsaison schon vorbei ist und so hatten sie keine große Scheu vor uns.
Abgesehen davon darf man sie sowieso erst jagen, wenn die Hörner eine komplette Rundung haben.
Auf dem Rückflug nach Anchorage entdeckten wir diese Bohrinsel im Pazifik
Finn und Kiska haben viel Spass gemeinsam
Finn wartet mit Kiska bis die Schwarzbärbratwurst fertig ist. Hier waren wir gerade dabei, rund ums Haus und den Garten aufzuräumen, bevor der Winter hereinbricht. Die ersten 10 cm hatten wir schon, der ist aber wieder weg, wird aber bald wiederkommen. Der Yukon ist noch offen friert aber auch die nächsten 4 Wochen zu.












5 Kommentare:
Die Schokoladenbeeren sind nicht wirklich Beeren oder?
........ist es das was ich denke?
Es scheint ja gar nicht so einfach zu sein, etwas zu erbeuten, wir können es uns nur schwer vorstellen, wie es ist, es ist aber sehr interessant für uns immer wieder von Euch zu lesen!
Wir wünschen Euch Gottes Segen bei dem was Ihr tut.
Häns und Taty
Schokoladenbeeren gibt es wohl nur im Supermarkt, die hier sind,hmm "hand gefertigt" passt auch nicht so recht :-)
Wie geht es euch denn bezüglich Alaska?
man das fleisch was da hängt habt ihr das geschossen
Silke, muss schon sagen, so wie du das Messer schwingst und das Fleisch zerlegst,sieht das sehr professionell aus, wie gelernt! =)
Grüßle von Katrin
@ Anonymus, leider nicht, jagen darf ich erst nach einem Jahr, dass war ein Geschenk von Freuden, das Vorderbein eines Elchbullen
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