Dienstag, 24. Januar 2012
You know, you live in Bush Alaska when...
You know, you live in Bush Alaska when...
1. Your hunting license is more important than your driver license.
2. You have to torch your frozen propane bottle outside first to use the propane oven inside.
3. You are more happy about a fresh orange than a chocolate bar.
4. Long Johns are pretty helpful not just outside but inside as well.
5. Google directions start like: "We could not calculate directions... " because your village is off the
road system.
6. The dashboard in your car is lighting up at least one warning sign, because you can´t bring it to
the car dealer, so you have to fix it yourself whatever it is.
7. You fly to Fairbanks for a dentist appoitment and the flight is more expensive than the treatment
itself.
8. You go back to an analog thermometer, because the digital one can´t measure the 60 below.
9. You do not find it weird if somebody says: "It warmed up to 31 below this morning.”
10. You go shopping at the dump and you find some pretty good deals and function is more
important than the look.
11. Free shipping is the most important thing if you order something by mail.
But as our pastor here put in words:
You love Jesus and the people that live here so much that you choose to deal with the above mentioned things so that God can be glorified, and people can meet Jesus.
Du weißt, dass du in Bush Alaska lebst wenn...
1. Dein Jagdschein wichtiger ist als der Führerschein.
2. Du deine gefrorene Gasflasche erst einmal mit einem Dieselheizer erwärmen musst, bevor der
Ofen wieder funktioniert.
3. Du glücklicher bist über eine frische Orange als über eine Schokolade.
4. Lange Unterhosen nicht nur draußen, sondern auch drinnen sehr angenehm sind.
5. Google Maps antwortet: "Wir konnten keine Route berechnen..." weil das Dorf nur per Flugzeug
zu erreichen ist.
6. Die Instrumententafel im Auto mindestens ein Warnlicht anzeigt, dass etwas defekt ist aber es gibt
keine Autoreparatur im Dorf und was auch immer es ist, du musst es selber reparieren.
7. Wenn du nach Fairbanks zum Zahnarzt gehst, ist der Flug dorthin teurer als die Zahnbehandlung.
8. Du benutzt wieder ein analoges Thermometer, weil die Digitalversion die Temperaturen bis - 50°
Celsius nicht mehr anzeigt.
9. Du es nicht mehr komisch findest, wenn jemand sagt, "Es hat heute auf - 26° C aufgewärmt.
10. Du gehst auf die Müllhalde zum Einkaufen und findest viele tolle Sachen und Funktion ist
wichtiger als Aussehen.
11. "Versandfrei" das wichtigste beim Einkauf ist.
Wie unser Pastor hier es sagen würde:
Du liebst Jesus und die Menschen die hier leben so sehr, dass du die oben genannten Dinge in Kauf nimmst, damit Gott verherrlicht wird und die Menschen Jesus kennen lernen können.
Freitag, 6. Januar 2012
Fließend Wasser :-)
Seit Sonntag hatten wir ja kein Wasser mehr. Der Kompensator, den ich am Dienstag bestellt hatte, kam tatsächlich heute am Freitag (samstags hat die Post zu). Der Einbau dauert ca. 5 Minuten. Aber als Silke und Finn mit dem Teil von der Post kamen, hatte ich anderes zu tun. Mittlerweile war nämlich die Heizleitung für die Quellwasserleitung eingefroren und damit die Wasserleitung auch... Diesmal war auch die Leitung geplatzt, heute wird also unterm Haus gelötet bei -40° C. Ab 14 Uhr verbrachte ich also unter dem Haus mit dem Dieselheizer und dem Bunsenbrenner um die Leitungen wieder aufzutauen. Die letzten drei Stunden kam Ross aus der Nachbarschaft noch dazu. Um 23 Uhr lief das Wasser wieder! Preist den Herrn! Vielen Dank für eure Gebete!
Montag, 2. Januar 2012
Ein gesegnetes neues Jahr - ein verheißungsvoller Start!
Die Weihnachtstage über habe ich etwas über die Stränge geschlagen. Zuviel war in die Tage reingepackt, viele Leute waren zu Besuch oder wir waren bei anderen. Nun erwarten uns ein paar ruhige Tage. Für den letzten Tag im Jahr ist nichts angesetzt... Die Temperaturen bewegen sich um die -50°C im Wohnzimmer ist es mit 15°C verhältnismäßig warm - und doch zu kalt. "Zieht lieber schon mal die Schneehosen an!" Erfahrungsgemäß dauert es ein wenig, bis man dem Fehler auf die Schliche kommt. Im Untergeschoss mit dem Gästezimmer und dem Büro hat es drei Grad, das heißt, die Heizleitungen entlang am Boden sind eingefroren! Normalerweise fließt Frostschutzmittel durch die Leitung, doch eine Probe zeigt mir, dass es nur noch Wasser ist. Warum das Heizsystem den größten Teil des Frostschutzes in den Überlauf gekippt hat, ist mir noch nicht klar, es hat aber was mit dem erhöhten Druck zu tun. Ein Dieselheizer wird in den ersten Raum gestellt, um die Temperatur etwas anzuheben. Mit einem Gasbrenner fange ich vorsichtig an, die Leitungen aufzutauen. Eine heikle Angelegenheit, die Lötverbindungen sollen natürlich nicht aufschmelzen. Ross, ein Freund aus der Nachbarschaft kommt, um zu helfen. Nach ein paar Stunden läuft wieder warmes Wasser im Untergeschoss. Im Wohnzimmer haben wir uns schon auf 16°C gesteigert. Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass das Gas für den Gasherd eingefroren ist? Damit hatten wir die Wohnung morgens zügig warm bekommen, das geht nun nicht mehr. Mittlerweile ist es kurz vor acht. Silke und Finn sind schon zu Ross´s Frau Wendy gegangen zum Abendessen. Wenig später kommen wir nach. Nach einem leckeren Auflauf spielen wir noch ein Spiel und unterhalten uns. Finn spielt zusammen mit den drei Kindern von Ross und Wendy, um 22 Uhr dürfen die Kinder noch eine Rakete in die Luft steigen lassen und dann geht es für uns nach Hause. Ross und Wendy mit den Kindern sind im Sommer aus Montana in unsere Nachbarschaft gezogen und wir helfen uns sehr viel gegenseitig aus, ein wahrer Segen!
Die erste Überraschung am Neujahrsmorgen - kein fließend Wasser mehr, draußen hat es wieder -50°, die Wohnung hat wieder nur 15° C. Ist die Wasserleitung zur Quelle wieder eingefroren wie schon Anfang November? Okay, zumindest weiß ich nun gleich was zu tun ist, die nächsten zwei Tage sind verplant. Aber die Wasserleitung zur Quelle ist warm. Später fällt mir ein Kompensator in der Pumpensteuerung auf, der sieht nicht gut aus. Ich werde Montag Morgen einen neue bestellen. Doch Montag haben noch alle Elektrikgeschäfte in Fairbanks zu. Von dort aus gelangen Ersatzteile immer am Schnellsten nach Galena. 1-5 Tage dauert das erfahrungsgemäß. Beim letzten Frostschaden hatten wir Wasser aus dem Yukon vor dem Haus geholt, aber das Eis ist jetzt mindestens ca. einen Meter dick... Alternative ist, mit dem Auto in den anderen Teil der Stadt zu fahren und dort das Wasser in 20-Liter-Kanistern zu holen, wie wir es mit unserem Trinkwasser ohnehin schon tun. Bei den Temperaturen ist das aber eine Tortur für den Wagen. Bei Ross und Wendy habe ich heute Abend kurz geduscht und auch 60 Liter Wasser habe ich mitgenommen. Nachdem es heute auf -40°C aufgewärmt hat, habe ich mich entschlossen, das 200 Liter Fass Frostschutz auf dem Dach des Frachtcontainers runter zu schaffen. Der Container steht hinter dem Haus. Während der Elchjagd Ende September hatte ich am abendlichen Lagerfeuer Zeit, mir einige Knoten einzuprägen. So auch den "Trucker-Hitch"eine Art Flaschenzugknoten. Damit ließ ich das Fass dann sanft hinab gleiten. Beim Anlegen der Gurte an das Fass habe ich mir allerdings wieder einmal die Fingerspitzen an dem eiskalten Metall verbrannt! Also auf in die Garage. Dort steht der Ofen, mit dem das Haus geheizt wird. Circa acht Mal am Tag muss ich die Brennkammer auffüllen. Ich habe mir ein Thermometer geborgt, mit dem ich die Temperatur im Schornstein messen kann. Mal sehen ... upps 480° C! Eine Lüftungsklappe habe ich schon repariert, aber die Temperatur ist immer noch wesentlich zu hoch. Ein Großteil der Hitze geht immer noch den Schornstein raus, das ist schon wirklich deprimierend. Man könnte auch sagen, Haus des Schreckens! Für die Urlaubstage war eigentlich mehr Familienzeit eingeplant, Schneeschuhlaufen und Fallen stellen.
Ach ja, was mache ich sonst so auf der Arbeit neben dem täglichen Überleben? Die nächsten drei Tage haben wir drei Klausurabende vom Gemeinderat, wir beten um klare Führung und besprechen, welche Schwerpunkte wir mit der wachsendenen Gemeinde setzen wollen. Mitte Januar ist geplant, nach Huslia, einer Nachbarortschaft, 40 Flugminuten nördlich von Galena zu fliegen (oder 5 Stunden mit dem Schneemobil). Dort könnten wir zwei Wochen ein richtiges Buschdorf erleben. Das würde uns helfen, uns mehr auf das einzustellen, was uns bei einem zukünftigen Umzug erwarten würde. In der Zwischenzeit müsste aber jemand auf unser "Haus des Schreckens" aufpassen und das kann ich augenblicklich niemandem zumuten.
Mitte Februar bieten wir einen zehnwöchigen Erziehungskurs für das Dorf an. Mit einem Team sind wir gerade in der heißen Planungsphase, die Flyer müssen noch fertig gestellt werden, ich muss mich mit verschiedenen Leuten aus dem Dorf absprechen, die einzelnen Abende müssen noch vorbereitet werden und wir brauchen noch mehr Helfer für die Essenszubereitung und das Kinderprogramm.
Die erste Überraschung am Neujahrsmorgen - kein fließend Wasser mehr, draußen hat es wieder -50°, die Wohnung hat wieder nur 15° C. Ist die Wasserleitung zur Quelle wieder eingefroren wie schon Anfang November? Okay, zumindest weiß ich nun gleich was zu tun ist, die nächsten zwei Tage sind verplant. Aber die Wasserleitung zur Quelle ist warm. Später fällt mir ein Kompensator in der Pumpensteuerung auf, der sieht nicht gut aus. Ich werde Montag Morgen einen neue bestellen. Doch Montag haben noch alle Elektrikgeschäfte in Fairbanks zu. Von dort aus gelangen Ersatzteile immer am Schnellsten nach Galena. 1-5 Tage dauert das erfahrungsgemäß. Beim letzten Frostschaden hatten wir Wasser aus dem Yukon vor dem Haus geholt, aber das Eis ist jetzt mindestens ca. einen Meter dick... Alternative ist, mit dem Auto in den anderen Teil der Stadt zu fahren und dort das Wasser in 20-Liter-Kanistern zu holen, wie wir es mit unserem Trinkwasser ohnehin schon tun. Bei den Temperaturen ist das aber eine Tortur für den Wagen. Bei Ross und Wendy habe ich heute Abend kurz geduscht und auch 60 Liter Wasser habe ich mitgenommen. Nachdem es heute auf -40°C aufgewärmt hat, habe ich mich entschlossen, das 200 Liter Fass Frostschutz auf dem Dach des Frachtcontainers runter zu schaffen. Der Container steht hinter dem Haus. Während der Elchjagd Ende September hatte ich am abendlichen Lagerfeuer Zeit, mir einige Knoten einzuprägen. So auch den "Trucker-Hitch"eine Art Flaschenzugknoten. Damit ließ ich das Fass dann sanft hinab gleiten. Beim Anlegen der Gurte an das Fass habe ich mir allerdings wieder einmal die Fingerspitzen an dem eiskalten Metall verbrannt! Also auf in die Garage. Dort steht der Ofen, mit dem das Haus geheizt wird. Circa acht Mal am Tag muss ich die Brennkammer auffüllen. Ich habe mir ein Thermometer geborgt, mit dem ich die Temperatur im Schornstein messen kann. Mal sehen ... upps 480° C! Eine Lüftungsklappe habe ich schon repariert, aber die Temperatur ist immer noch wesentlich zu hoch. Ein Großteil der Hitze geht immer noch den Schornstein raus, das ist schon wirklich deprimierend. Man könnte auch sagen, Haus des Schreckens! Für die Urlaubstage war eigentlich mehr Familienzeit eingeplant, Schneeschuhlaufen und Fallen stellen.
Ach ja, was mache ich sonst so auf der Arbeit neben dem täglichen Überleben? Die nächsten drei Tage haben wir drei Klausurabende vom Gemeinderat, wir beten um klare Führung und besprechen, welche Schwerpunkte wir mit der wachsendenen Gemeinde setzen wollen. Mitte Januar ist geplant, nach Huslia, einer Nachbarortschaft, 40 Flugminuten nördlich von Galena zu fliegen (oder 5 Stunden mit dem Schneemobil). Dort könnten wir zwei Wochen ein richtiges Buschdorf erleben. Das würde uns helfen, uns mehr auf das einzustellen, was uns bei einem zukünftigen Umzug erwarten würde. In der Zwischenzeit müsste aber jemand auf unser "Haus des Schreckens" aufpassen und das kann ich augenblicklich niemandem zumuten.
Mitte Februar bieten wir einen zehnwöchigen Erziehungskurs für das Dorf an. Mit einem Team sind wir gerade in der heißen Planungsphase, die Flyer müssen noch fertig gestellt werden, ich muss mich mit verschiedenen Leuten aus dem Dorf absprechen, die einzelnen Abende müssen noch vorbereitet werden und wir brauchen noch mehr Helfer für die Essenszubereitung und das Kinderprogramm.
Wir hoffen, dass wir bald wieder Wasser haben und die Heizung ordentlich funktioniert. Wir sind gespannt, was die nächsten Wochen noch so auf uns zukommt. Ein spannendes neues Jahr!
Ende Dezember hatten wir eine Beerdigung im Dorf. Mit dem Schneemobil fahren wir zum außerhalb des Dorfes gelegenen Friedhof. Es ist eine katholische Beerdigung. Unter anderem höre ich das Evangelium aber ich habe den Eindruck dass es nur noch leere Worte sind, Tradition ohne Inhalt.
Die Kinder der Grundschule übten ein Weihnachtsspiel. Es war toll - inhaltlich wurde die Geburtstagsfeier von Jesus aber noch nicht mal am Rande erwähnt.
Das Paket von Opa und Oma ist da, pünktlich zum 24! Auch einige andere Pakete und Päckchen haben uns dieses Jahr noch vor Weihnachten erreicht. Vielen Dank!
Ritter mit Ross!
Ordentlich gewalzt...
.... und herausgekommen ist ein leckeres Lebkuchenhaus! Damit ist die Schullektion "Architektur" für dieses Halbjahr abgedeckt.
Finns erster Hundeschlitten aus Lego.
Und hier Papas Traum schon mal im Modell: Ein Schneemobil mit extrabreiter Fahrspur. Wenn wir mal aufhören sollten, alles in die Heizung zu stecken, könnten wir dafür sparen.
Kiska in Nikolausverkleidung
Doch noch Zeit zum raus gehen gefunden. Kiska hat seine ersten Schneehühner aportiert - guter Junge! Im teilweise hüfttiefen Schnee wusste ich seine Dienste sehr zu schätzen!
Montag, 28. November 2011
Happy Thanksgiving
This year we celebrated Thanksgiving
with a bunch of teens from the dormitory. Another family, who just moved
to old town (where we live) helped us to host the visitors. A church in
Anchorage donated a turkey and we won another one from the dormitory
since we had the teens at our house. We are not the only one. Lot´s of
families in Galena invite kids and also this year everybody found a
place.
Thansgiving,
eine Mischung aus Ernetdankfest und Nationalfeiertag, so würde ich es
beschreiben. Kulinarischer Höhepunkt ist ein Truthahn, der gerne auch
den ganzen Mittelpunkt der Feierlichkeit einnimmt, na das Prinzip kennen
wir ja vom Osterhasen...
Wir hatten dieses Jahr ein Dutzen Teenies aus dem Internat.
Mit einer Familie aus der Altstadt, wo wir wohnen haben
wir sie in unserem Hause verköstigt. Danach haben wir noch
allerlei Spiele gespielt, einige wurden auch mit dem Schlitten
hinter einem Schneemobil hinterher gezogen.
After
the turkey we needed some fresh air, so we pulled the kids on a sled
behind a snow machine. Later on we played some fun games inside. At 7 pm
the dormitory wanted to pick them up again but knowbody wanted to. So
they stayed until 9 pm and we played another session Ulitimate with a
lighted
frisbe.
Als
die Teens dann um 19 Uhr abgeholt werden sollten, wollte keiner gehen
und so blieb die Truppe noch zwei Stunden und wir haben Ultimate mit
einer leuchtenden Frisbe gespielt.
If
you look closely, you can see two dogs at the picture. Sun dogs are
made commonly of plate-shaped hexagonal ice crystals during very cold
weather, by ice-crystals called diamond dust drifting in the air at low
levels.Wenn du genau hinguckst, kannst du zwei Hunde auf dem Bild sehen! "Sonnenhunde" oder auch Nebensonnen genannt. Hervorgerufen sind sie durch Brechung und Spiegelung von Licht an hexagonalen Eiskristallen. Für Nebensonnen sind dabei dünne Eisplättchen verantwortlich, die sich in ruhiger Luft horizontal ausrichten. Das geschieht besonders bei sehr kaltem Wetter und tiefstehender Sonne.
"Henning", "Klothilde", "Goldy" and "Nofretete" are the names of our
chicken. We got them end of September and after 6 weeks adjustment they
finally started to lay eggs. We get one to two eggs a day. As a chicken
coop, I insulated a crate which a friend gave."Henning, Klothilde", "Goldy" und "Nofretete" heißen unsere neuen Hühner. Ende September haben wir uns das Federvieh angeschafft. Nach einer sechswöchigen Eingewöhnungsphase legen sie nun endlich Eier, ein bis zwei Eier bekommen wir von den drei Hennen. Letzte Woche hatten wir den ersten richtigen Kälteeinbruch mit über -40°, da muss
das Hühnerhaus schon ordentlich isoliert sein.
Finn lost his first tooth, a true sign that he is getting older :-)
Finn hat seinen ersten Zahn verloren, ein untrügliches Zeichen, dass er älter wird :-)
Freitag, 4. November 2011
7pm a handfull of people are waiting in front of the door. A young
Afro-American Lady with her 2 year old boy and a Native Elder Lady are in
front of me. I am the third party, I was already waiting in the car for the
last half hour. Another Single Lady is coming shortly after me. It is
cold, it is snowing in Fairbanks and it is windy. The doors will
acutally not open before 8:30 pm but the people know, first come, first
serve. Usually nobody likes to be here, most people who stay here,
actually are here against their will. It is the Correctional Center,
people also call it jail. My neighbour is here and I like to visit him.
After 90 minutes they let us in. You have to show your ID, fill out
paper work, you can´t bring in anything. We are waiting for another 15
minutes before we pass the metal detector and are finally ending up in the
visitor room. Eight wooden chairs alongside a long table. The prisoner
are coming in from the other side. A thick window is seperating us.
Everybody has to take an earphone. My neighbour is surprised to see me,
usually nobody is visiting him. I´m talking and listening the next 45
minutes. During my waiting time, I read Pauls letter to the Ephesians, this
lecture kind of fits, since Paul wrote this letter when he was in captivity.
We talk also about that. The time is almost over, it is almost 9:30 pm.
I´m asking him, if I could close with a prayer and he agrees. After the
"Amen" the guard is coming in, visitation is over.
For I was hungry and you gave me food, I was thirsty and you gave me drink, I was a stranger and you welcomed me, I was naked and you clothed me, I was sick and you visited me, I was in prison and you came to me.
Matthew 25:35-36 ESV
For I was hungry and you gave me food, I was thirsty and you gave me drink, I was a stranger and you welcomed me, I was naked and you clothed me, I was sick and you visited me, I was in prison and you came to me.
Matthew 25:35-36 ESV
I actually was on my way to Anchorage for a Parenting Workshop Training. We like to do that in Galena the beginning of next year. It was still fall time when we arrived in Anchorage, while in Galena there is permanent snow since mid of October. We were four people from Galena.
Eigentlich war ich auf meinem Weg nach Anchorage zu einem Elterntrainings- Kurs. Den würden wir gerne hier in Galena zum Beginn des nächsten Jahres anbieten. Wir waren vier Leute aus Galena. In Anchorage war es noch Herbst als wir ankamen, währen in Galena schon seit Mitte October Schnee liegt.
Being in town gave me the opportunity to collect some "browny-points" from Silke :-)
In der Stadt zu sein, gab mir die Möglichkeit ein paar "Bonuspunkte" bei Silke zu sammeln :-)
Homeschooling is doing well, but it is a long, full day for Finn. Since he is going to public school for language arts and PE, the morning is not available for homeschooling and Silke is doing that all in the afternoon until 5pm.
Homeschooling klappt gut, aber es ist ein langer Tag für Finn. Da er für Englisch und Sport in die Dorfschule geht, ist der Vormittag nicht für Homeschooling verfügbar und Silke unterrichtet dann den ganzen Nachmittag bis 17 Uhr.
We take every opportunity as a learning chance. Here, I´m explaining Finn why I put a plastic film over our living room window. No, we are not painting our room. This just gives us another 3 inch layer of air insulation, which we desperately need. We have three huge windows in our house and especially one is really leaky, so it helps a lot. I still have to fire up the woodstove several times a day.
Wir ergreifen jede Situation als Lernchance. Hier erkläre ich Finn warum ich die Plastikfolie über unsere Wohnzimmerfensterscheibe klebe. Nein, wir streichen nicht unser Wohnzimmer. Durch die Folie haben wir eine 7cm extra Luftschicht zur Isolierung, die wir dringend benötigen. Wir haben drei riesige Fenster im Wohnzimmer und besonders eines davon ist sehr undicht. So hilft die Plastikfolie eine Menge. Trotzdem muss ich den Holzofen einige Male einheizen.
The Ice on the Yukon ist still moving, but I am assuming that the Ice will stop tonight.
Das Eis auf dem Yukon bewegt sich noch, doch es sieht so aus, dass es heute Nacht zum Stillstand kommt.
Finn enjoys the snow. He was looking forward to the snow the last weeks. Now he will have plenty of that until mid May...
Finn liebt den Schnee. Er hat den Schnee in den letzten Wochen sehnlichst erwartet. Nun hat er genügend bis Mitte Mai.
Montag, 10. Oktober 2011
Elchjagd und Port Alsworth
Wow, seit zwei Monaten keinen Eintrag mehr. Das lag auch daran, dass im September die Saison für Elchjagd ist, eine Notwendigkeit hier draußen. Dreimal war ich mit verschiedenen Leuten auf der Jagd - jedes Mal ohne Erfolg. Das erste Mal war es zu warm (Elche mögen kein warmes Wetter), das zweite Mal war es zu neblig (Elche sind meist morgens und abends aktiv. Beim letzten Trip haben wir dann am letzten Tag einen Elchbullen gesehen (Elchkühe sahen wir viele, die sind aber nicht zum Schuss frei gegeben), aber es lies sich kein sauberer Schuss ansetzen. Fleischmäßig gesehen, waren wir also nicht sehr erfolgreich, trotzdem hatte ich eine gute Zeit. Zum Beispiel war ich das eine Mal mit einem Indianer unterwegs, die
Kommunikation war etwas schwierig für mich, mein Freund ist taubstumm.
So waren Zettel und Bleistift ganz wichtig und nach dem Abendessen am
Lagerfeuer wanderte der Block hin und her, ein wenig Zeichensprache habe
ich aber auch gelernt. Finn hat übrigens einmal die Woche Unterricht in
Gebärdensprache und es macht ihm sehr viel Spass. Zurück zum Elch, leer gingen wir aber trotzdem nicht aus. Ein Freund schenkte uns Schwarzbärfleisch, andere wiederum ein Elchvorderbein. Dazu kommen viele Jäger von außerhalb eingeflogen, Trophäenjäger, die auf das gewaltige Schaufelgeweih der Elche aus sind. Am Fleisch sind sie meistens nicht interessiert, ganz im Gegensatz zu den Dorfbewohnern. Wer hilft, Elchfleisch zu entbeinen und zu schneiden für die Ältesten der Gemeinde, kann die Hälfte davon mit nach Hause nehmen.
Ende September hatten wir dann eine Familienfreizeit in Port Alsworth. Wie viele Ortschaften in Alaska ist das nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Port Alsworth liegt am Lake Clark und die Natur mit den Bergen war atemberaubend, Alaska wie im Bilderbuch. Im Hintergrund Mount Tanalian (1088m).
Blick aus dem Konferenzraum
Typischer Dorfparkplatz in Alaska
An einem Vormittag wanderte ich mit drei anderen Männern auf den Mount Tanalian. Dabei fanden sie Blau- und Schwarzbeeren, Low-Bush-Cranberries (Bild) und...
Schokoladenbeeren. Letztere waren nicht genießbar ;-)
Auf der letzten Etappe zum Gipfel sahen wir dann 16 Dall-Schafe. Wir kamen mit ca. 50m überraschend nahe dran.
Man nennt sie auch Alaska-Schneeschafe. Wahrscheinlich wussten sie, dass die Jagdsaison schon vorbei ist und so hatten sie keine große Scheu vor uns.
Abgesehen davon darf man sie sowieso erst jagen, wenn die Hörner eine komplette Rundung haben.
Auf dem Rückflug nach Anchorage entdeckten wir diese Bohrinsel im Pazifik
Finn und Kiska haben viel Spass gemeinsam
Finn wartet mit Kiska bis die Schwarzbärbratwurst fertig ist. Hier waren wir gerade dabei, rund ums Haus und den Garten aufzuräumen, bevor der Winter hereinbricht. Die ersten 10 cm hatten wir schon, der ist aber wieder weg, wird aber bald wiederkommen. Der Yukon ist noch offen friert aber auch die nächsten 4 Wochen zu.
Dienstag, 9. August 2011
XXL-Shopping Trip
Part of a typical bush vacation is going to Fairbanks and do shopping. Beginning of the week we flew out, picked up a used crate from a truck company, fixed it up and filled it up with mainly groceries for the next year. What do you buy for one year? It is our first experience even though we had some exercise doing that the last few month but not so big. So for example we got 60 quart milk, an used freezer filled up with canned stuff or a 50 lb bag of oatmeal. Since we have a dog, we got around 300 lb dog food and 200 lb feed for our future chicken.
After living in the bush with very limited shopping opportunities, it is overwhelming to see all the stuff you can buy, advertisement everywhere. In this matter I really like to live in the bush, there are not so many distractions in life, life is more taking care about the basic stuff, you could almost say kind of survival and it is easier for me to focus to relationships, to God and to people.
Teil eines typischen Urlaubs hier draußen ist es, einzukaufen. Anfang dieser Woche sind wir also nach Fairbanks geflogen. Dort haben wir uns einen gebrauchten Holzcontainer von einem Transportunternehmen besorgt, notdürftig repariert und mit den nötigsten Lebensmitteln für das nächste Jahr gefüllt. Was kauft man ein für ein ganzes Jahr? Es ist unsere erstes Mal, auch wenn wir die letzten Monate schon ein wenig Übung bekommen haben. Zum Beispiel haben wir 60 Liter H-Milch gekauft, einen 3/4 m3 Obst und Gemüse in Dosen und 25kg Haferflocken. Seitdem wir einen Hund haben auch noch 150 kg Futter und 100 kg Futter für unsere Hühner, die wir in Zukunft haben werden.
Nach den doch sehr eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten in Galena waren wir geradezu überwältigt von dem vielfältigen Angebot, der Auswahl an Waren und der ständigen Werbung um uns herum. Es war geradezu ein Kulturschock. Diese ganzen Ablenkungen gibt es hier draußen nicht, man ist hier mehr mit dem Überleben beschäftigt könnte man fast sagen. Der andere Lebensstil hilft uns, unseren Focus mehr auf Beziehungen zu haben, zu Gott und zu den Menschen.
Now the question would be how do we bring the crate out to Galena? The best way to do it is by barge down the Yukon. So yesterday I drove to Nenana, around an hour away from Fairbanks where the barge is. Now the crate is waiting for the trip to Galena at August 17th. It takes a little bit longer than by airplane, but it is much cheaper, we pay 15 cent per pound for shipping.
Nun ist noch die Frage, wie wir den Holzkontainer nach Galena bringen. Der beste Weg das zu tun, ist per Schiff den Yukon runter. Gestern sind wir also mit den Auto nach Nenana gefahren, etwa eine Stunde östlich von Fairbanks, wo der Frachthafen ist. Dort wird die Ware dann am 17. August geladen und ca. drei Tage später kommt es in Galena an. Das ist der billigste Weg, so zahlen wir 15$ pro 453g (1 amerikan. Pfund).
Finn was a great help, fixing the crate at a parking lot and filling up the crate. We contacted some people in Fairbanks where we could stay (in a church for example) but for some reason nobody was available. Right now we have a medical student staying at our house in Galena - he is from Fairbanks. When he heard about that we need a place to stay in Fairbanks he asked his parents. Now we stay at his parents house. They are fantastic people with a nice house.
Finn hatte viel Spass dabei, mit mir den Container fertig zu mach und zu bepacken. Bevor wir nach Fairbanks flogen, haben wir verschiedene Leute und Kirchen angefragt, zwecks Übernachtung, aber wir bekamen keine Antwort oder niemand war erreichbar. Den August über haben wir einen Medizinstudenten in unserem Haus zur Unterkunft, er ist aus Fairbanks. Als er mit bekam, dass wir eine Übernachtungsmöglichkeit in Fairbanks benötigten, hat er gleich seine Eltern angerufen. So übernachten wir jetzt bei seinen Eltern, sehr nette Leute mit einem üppigen Haus.
After filling up the first crate with the basic stuff, surprisingly we still have some money available. So we got a second crate. This is a smaller one, and we will see what the local dumpsters have to offer in Fairbanks :-)
We checked out the main landfill, but this was restricted area...
On Saturday, we fly back to Galena, before that we have to bring the crate to Nenana again, this is the direction torwards Denali Nationalpark and if the weather is good enough, we like to go there.
Überraschenderweise hatten wir noch Geld übrig, nachdem wir den ersten Container gefüllt haben. So haben wir uns noch einen kleineren Container besorgt, wir werden sehen was die Halde/Recyclestation zu bieten hat, die große Mülldeponie ist für Besucher geschlossen...
Am Samstag fliegen wir dann zurück nach Galena, nachdem wir den zweiten Container nach Nenana gebrachte haben, dass liegt Richtung Denali Nationalpark. Wenn das Wetter gut genug ist, möchten wir dorthin einen Abstecher machen.
After living in the bush with very limited shopping opportunities, it is overwhelming to see all the stuff you can buy, advertisement everywhere. In this matter I really like to live in the bush, there are not so many distractions in life, life is more taking care about the basic stuff, you could almost say kind of survival and it is easier for me to focus to relationships, to God and to people.
Teil eines typischen Urlaubs hier draußen ist es, einzukaufen. Anfang dieser Woche sind wir also nach Fairbanks geflogen. Dort haben wir uns einen gebrauchten Holzcontainer von einem Transportunternehmen besorgt, notdürftig repariert und mit den nötigsten Lebensmitteln für das nächste Jahr gefüllt. Was kauft man ein für ein ganzes Jahr? Es ist unsere erstes Mal, auch wenn wir die letzten Monate schon ein wenig Übung bekommen haben. Zum Beispiel haben wir 60 Liter H-Milch gekauft, einen 3/4 m3 Obst und Gemüse in Dosen und 25kg Haferflocken. Seitdem wir einen Hund haben auch noch 150 kg Futter und 100 kg Futter für unsere Hühner, die wir in Zukunft haben werden.
Nach den doch sehr eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten in Galena waren wir geradezu überwältigt von dem vielfältigen Angebot, der Auswahl an Waren und der ständigen Werbung um uns herum. Es war geradezu ein Kulturschock. Diese ganzen Ablenkungen gibt es hier draußen nicht, man ist hier mehr mit dem Überleben beschäftigt könnte man fast sagen. Der andere Lebensstil hilft uns, unseren Focus mehr auf Beziehungen zu haben, zu Gott und zu den Menschen.
Now the question would be how do we bring the crate out to Galena? The best way to do it is by barge down the Yukon. So yesterday I drove to Nenana, around an hour away from Fairbanks where the barge is. Now the crate is waiting for the trip to Galena at August 17th. It takes a little bit longer than by airplane, but it is much cheaper, we pay 15 cent per pound for shipping.
Nun ist noch die Frage, wie wir den Holzkontainer nach Galena bringen. Der beste Weg das zu tun, ist per Schiff den Yukon runter. Gestern sind wir also mit den Auto nach Nenana gefahren, etwa eine Stunde östlich von Fairbanks, wo der Frachthafen ist. Dort wird die Ware dann am 17. August geladen und ca. drei Tage später kommt es in Galena an. Das ist der billigste Weg, so zahlen wir 15$ pro 453g (1 amerikan. Pfund).
Finn was a great help, fixing the crate at a parking lot and filling up the crate. We contacted some people in Fairbanks where we could stay (in a church for example) but for some reason nobody was available. Right now we have a medical student staying at our house in Galena - he is from Fairbanks. When he heard about that we need a place to stay in Fairbanks he asked his parents. Now we stay at his parents house. They are fantastic people with a nice house.
Finn hatte viel Spass dabei, mit mir den Container fertig zu mach und zu bepacken. Bevor wir nach Fairbanks flogen, haben wir verschiedene Leute und Kirchen angefragt, zwecks Übernachtung, aber wir bekamen keine Antwort oder niemand war erreichbar. Den August über haben wir einen Medizinstudenten in unserem Haus zur Unterkunft, er ist aus Fairbanks. Als er mit bekam, dass wir eine Übernachtungsmöglichkeit in Fairbanks benötigten, hat er gleich seine Eltern angerufen. So übernachten wir jetzt bei seinen Eltern, sehr nette Leute mit einem üppigen Haus.
After filling up the first crate with the basic stuff, surprisingly we still have some money available. So we got a second crate. This is a smaller one, and we will see what the local dumpsters have to offer in Fairbanks :-)
We checked out the main landfill, but this was restricted area...
On Saturday, we fly back to Galena, before that we have to bring the crate to Nenana again, this is the direction torwards Denali Nationalpark and if the weather is good enough, we like to go there.
Überraschenderweise hatten wir noch Geld übrig, nachdem wir den ersten Container gefüllt haben. So haben wir uns noch einen kleineren Container besorgt, wir werden sehen was die Halde/Recyclestation zu bieten hat, die große Mülldeponie ist für Besucher geschlossen...
Am Samstag fliegen wir dann zurück nach Galena, nachdem wir den zweiten Container nach Nenana gebrachte haben, dass liegt Richtung Denali Nationalpark. Wenn das Wetter gut genug ist, möchten wir dorthin einen Abstecher machen.
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