Deutschland ist
ein tolles Land! Während Ende Mai bei uns in Galena noch kein Blattgrün zu
sehen war, kamen wir uns bei der Ankunft in Deutschland wie im Dschungel vor –
alles grün!
Das Auto ist
unser derzeitiger Wohnort. Liebe Geschwister aus Adelshofen haben uns großzügig
einen Opel Astra Kombi für den Reisedienst zur Verfügung gestellt.
In Rheinland-Pfalz,
Baden-Württemberg, Franken, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin/ Brandenburg und
Nordrhein-Westfalen waren wir schon unterwegs. Die ersten 6000 km haben wir hinter
uns. Aufgrund der Kürze unseres
Deutschlandaufenthaltes war und ist es uns leider nicht möglich, euch alle zu
besuchen. Wir sind praktisch seit Monaten ausgebucht, kurzfristige Anfragen
musste ich leider fast alle ablehnen. Wir bitten um euer Verständnis. Wir
hatten bereits viele, sehr schöne Begegnungen mit vielen von euch. Wir freuen
uns aber auch sehr auf unseren Urlaub am Bodensee, wo wir als Familie
zur Ruhe kommen wollen.
Die Lage in Galena
hat sich etwas entspannt bzw. verlagert. Nachdem der Eisdamm Anfang Juni nach einigen
Tagen gebrochen ist und das Wasser abgeflossen war, wurde das ganze Ausmass der
Flut sichtbar. Die Behörden rechnen damit, dass es bis zu zwei Jahre dauern
wird, bis alles wieder einigermaßen aufgebaut ist. Ende September muss mit dem
ersten Schnee gerechnet werden. So hat der Wettlauf gegen die Zeit begonnen.
Die Stromversorgnung ist weitestgehend wieder hergestellt. Nun wir an der
Wasserleitung gearbeitet, auch die Abwasserbehälter für jedes Haus müssen
wieder instand gesetzt werden. In den Straßen türmt sich der Müll. Vor zwei
Wochen sahen auch wir einen Teil unseres Haushaltes im Fernsehen. Ein
US-Fernsehteam kam nach Galena und war auch in den Räumen der Kirchengemeinde.
Hier haben Freunde Sachen aus unserem Haus gerettet. Nun wurde geguckt, was
noch zu retten und zu trocknen ist oder was gleich weggeschmissen werden muss.
Silke sahe Geschirr und Stoffe, Finn Legosteine, die sauber gemacht wurden,
auch meine Querflöte konnte noch gerettet werden.
Für 27. August
ist unser Rückflug gebucht. Das Haus, in das wir kurz vor dem Flug nach
Deutschland gezogen sind, ist nicht mehr bewohnbar. Wir sind in Kontakt mit den
Leuten vor Ort und hoffen und beten, dass sich eine andere Möglichkeit
aufzeigt. Wir vertrauen auf unseren Herrn, der uns gut bis hierher geführt hat.
Auf seine Führung
sind wir auch bei der Visumsverlängerung angewiesen. Verschiedenen Infos von
der dort ansässigen Behörde, dass
Ausfüllen von Dokumenten und die offizielle Übersetzung zogen den Antrag in die
Länge. Nun beten wir für eine gute Tagesform für den Sachbearbeiter, der unser
Antrag bearbeitet. Gott kommt spätestens zur rechten Zeit, dass haben wir oft
erlebt.
Folgende Flutbilder haben wir von Freunden zugeschickt bekommen. Ohne das Visum haben wir keine Möglichkeit zurück zu gehen.
Vielen Dank an
alle, die sich bei uns gemeldet haben. Jede Zeile zählt in dieser nicht ganz
einfachen Zeit.
Zerstörtes Haus in Galena
90% der Autos waren unter Wasser. Nach ersten Infos gehört unser alter Wagen nicht dazu!
Die Wasser.- und Eismassen hinterlassen eine Spur der Verwüstung
Hier das Mietshaus, in das wir nicht mehr einziehen können. Die Schwierigkeiten der Flut:
Wie hoch das Wasser gestanden hat, ist deutlich am Haus zu sehen.
Wie hoch das Wasser gestanden hat, ist deutlich am Haus zu sehen.
1. Die Leitung zum Fäkalientank ist unterbrochen, der Inhalt wird nach oben gedrückt...
2. Das Haus ist auf 8 Pfählen gebaut, 7 davon sind abgeknickt...
3. Der Heizöltank ist auch hier aus dem Ständer gefallen, die Umgebung ist verseucht.
"Seid dankbar in allen Dingen" - gar nicht so einfach!
Hier das Kirchengebäude kurz for der Überflutung. Auch hier hatten wir einen Teil unseres Hausstandes untergebracht.
Unsere Möbel, Bügelbrett, Schuhe und vieles mehr... lasst fahren was euch hindert...
Auf den Straßen türmen sich nasse und verdreckte Isolierung, Möbel und Haushalt.
Bei diesem Haus haben die Pfähle gehalten!
Die Wasserleitung wurde aus dem Boden hochgedrückt.














































