Dienstag, 16. Juli 2013

In Deutschland unterwegs



Deutschland ist ein tolles Land! Während Ende Mai bei uns in Galena noch kein Blattgrün zu sehen war, kamen wir uns bei der Ankunft in Deutschland wie im Dschungel vor – alles grün!
Das Auto ist unser derzeitiger Wohnort. Liebe Geschwister aus Adelshofen haben uns großzügig einen Opel Astra Kombi für den Reisedienst zur Verfügung gestellt.
In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Franken, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin/ Brandenburg und Nordrhein-Westfalen waren wir schon unterwegs. Die ersten 6000 km haben wir hinter uns. Aufgrund der Kürze unseres Deutschlandaufenthaltes war und ist es uns leider nicht möglich, euch alle zu besuchen. Wir sind praktisch seit Monaten ausgebucht, kurzfristige Anfragen musste ich leider fast alle ablehnen. Wir bitten um euer Verständnis. Wir hatten bereits viele, sehr schöne Begegnungen mit vielen von euch. Wir freuen uns aber auch sehr auf unseren Urlaub am Bodensee, wo wir als Familie zur Ruhe kommen wollen.

Die Lage in Galena hat sich etwas entspannt bzw. verlagert.  Nachdem der Eisdamm Anfang Juni nach einigen Tagen gebrochen ist und das Wasser abgeflossen war, wurde das ganze Ausmass der Flut sichtbar. Die Behörden rechnen damit, dass es bis zu zwei Jahre dauern wird, bis alles wieder einigermaßen aufgebaut ist. Ende September muss mit dem ersten Schnee gerechnet werden. So hat der Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Die Stromversorgnung ist weitestgehend wieder hergestellt. Nun wir an der Wasserleitung gearbeitet, auch die Abwasserbehälter für jedes Haus müssen wieder instand gesetzt werden. In den Straßen türmt sich der Müll. Vor zwei Wochen sahen auch wir einen Teil unseres Haushaltes im Fernsehen. Ein US-Fernsehteam kam nach Galena und war auch in den Räumen der Kirchengemeinde. Hier haben Freunde Sachen aus unserem Haus gerettet. Nun wurde geguckt, was noch zu retten und zu trocknen ist oder was gleich weggeschmissen werden muss. Silke sahe Geschirr und Stoffe, Finn Legosteine, die sauber gemacht wurden, auch meine Querflöte konnte noch gerettet werden.

Für 27. August ist unser Rückflug gebucht. Das Haus, in das wir kurz vor dem Flug nach Deutschland gezogen sind, ist nicht mehr bewohnbar. Wir sind in Kontakt mit den Leuten vor Ort und hoffen und beten, dass sich eine andere Möglichkeit aufzeigt. Wir vertrauen auf unseren Herrn, der uns gut bis hierher geführt hat.

Auf seine Führung sind wir auch bei der Visumsverlängerung angewiesen. Verschiedenen Infos von der dort ansässigen Behörde,  dass Ausfüllen von Dokumenten und die offizielle Übersetzung zogen den Antrag in die Länge. Nun beten wir für eine gute Tagesform für den Sachbearbeiter, der unser Antrag bearbeitet. Gott kommt spätestens zur rechten Zeit, dass haben wir oft erlebt.
Folgende Flutbilder haben wir von Freunden zugeschickt bekommen. Ohne das Visum haben wir keine Möglichkeit zurück zu gehen. 
Vielen Dank an alle, die sich bei uns gemeldet haben. Jede Zeile zählt in dieser nicht ganz einfachen Zeit.

 Zerstörtes Haus in Galena

 90% der Autos waren unter Wasser. Nach ersten Infos gehört unser alter Wagen nicht dazu!

 Die Wasser.- und Eismassen hinterlassen eine Spur der Verwüstung


Hier das Mietshaus, in das wir nicht mehr einziehen können. Die Schwierigkeiten der Flut:
Wie hoch das Wasser gestanden hat, ist deutlich am Haus zu sehen.
1.  Die Leitung zum Fäkalientank ist unterbrochen, der Inhalt wird nach oben gedrückt...
2. Das Haus ist auf 8 Pfählen gebaut, 7 davon sind abgeknickt...
3. Der Heizöltank ist auch hier aus dem Ständer gefallen, die Umgebung ist verseucht.
 
 "Seid dankbar in allen Dingen" - gar nicht so einfach!

 Hier das Kirchengebäude kurz for der Überflutung. Auch hier hatten wir einen Teil unseres Hausstandes untergebracht.

 
Unsere Möbel, Bügelbrett, Schuhe und vieles mehr... lasst fahren was euch hindert...
 
 Auf den Straßen türmen sich nasse und verdreckte Isolierung, Möbel und Haushalt.

 Bei diesem Haus haben die Pfähle gehalten!

 Hier das Pfarrhaus ganz rechts, geradeaus die Garage, im Vordergrund das blaue Dach eines Autos.

 Die Wasserleitung wurde aus dem Boden hochgedrückt.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo ihr liebenHornfischers. Das ist ja ganz schlimm. Was wurde denn aus eurem Hund und den Huehnern? Euch Gottes geleit und segen

Anonym hat gesagt…

"Ich vermag alles durch den, der mich stark macht."
-Philipper 4:13
Sehr begeistert habe ich den Artikel im Idea Spektrum über euch gelesen und hab gleich euren Blog aufgesucht.
Eure Erzählungen machen mir wieder Mut,dass die Bücher und Missionsberichte,von vor hundert Jahren, über Alaska, doch noch in einer ähnlichen Form existieren. Nächstes Jahr werde ich,so der Herr will mich Up North begeben,wohin weiss ich nicht,nur dass es mich schon als Kind zu den Indigenen Völkergruppen hinzog und ich dort Missionarin werden wollte;) Ich schließe euch in mein Gebet ein und hoffe,dass ihr wieder Fuß fassen konntet! Alles Liebe, der Herr segne euch!
Tabitha aus München