Mittwoch, 15. Februar 2012

Trapping - Fallenstellen

Since we are residents after a year, we could start trapping this year. A few week ago I put some traps out with Finn.
Beginning of this week, Finn and I went out to check the traps. It is not to far away, just across the Yukon. In the very last one we got a lynx. We were really excited! The beautiful cat was still alive and we had to do what we have to do to get the superwarm fur and the meat...
Following a thought from Chris Kopp, our pastor at 
Galena Bible Church regarding trapping:

"... think about what scripture says concerning temptation, and the devil's snares. Basically there are two types of trap sets: one that uses bait, and one that uses comfort or ease. The one type that uses bait puts the food (usually stinky rabbit guts, or leftovers from the cleaning of some critter) on the other side of the trap such that the only way to get the food is to step on the trap. This results in either an instant kill or a traditional leg hold which keeps the animal there until the trapper can come 'finish' the hunt. In either case the trapper uses the desire of the animal to lure it into the trap. The other type puts a snare in the middle of the path that the TRAPPER walks. You heard right. There are snares set in the path that is plowed by the trapper. Now why would we do that? Well the snow is 3' deep off of the path, but on the trail it was only a couple of inches. The trail is only wide enough for one person (or animal) to walk. So the animals, when they come upon the trappers trail, realize just how much easier it is to walk in his footsteps. The only problem is that there are snares set at head level (if you are a foot tall) along the trail. The trapper can step over them, but the animal goes right into it. In this case it is the easy way that becomes the downfall. I can't think of any sin or temptation of man that doesn't fall into these two lures. Don't get caught in the trappings of this world."

Trust in the Lord with all your heart and lean not on your own understandings. In all your ways acknowledge Him, and He will direct your path. Proverbs 3:5-6

Nachdem wir nach einem Jahr offiziell ortsansässig sind, haben wir die Erlaubnis zur Fallenstellerei. Vor ein paar Wochen haben Finn und ich also ein halbes Dutzend Fallen ausgelegt. Wir müssen mit dem Schneemobil nur über den Yukon fahren. In der letzten Falle hatten wir unseren ersten Luchs gefangen. Wir waren total begeistert. Das wunderschöne Tier war noch putzmunter. Um an das superwarme Fell und das Fleisch zu kommen, haben wir dann das getan, was getan werden musste... 

"... denke ich daran, was die Bibel in Bezug auf Versuchungen und die Fallen des Teufels zu sagen hat. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Fallen: Einmal benutzt man Köder, die andere nutzt Komfort aus. Bei der Ködervariante werden z.B. stinkende Haseninnereien o.a. ausgelegt. Auf dem Weg dorthin geht das Tier in die Falle. Ja nach Falle wird das Tier sofort getötet oder das Tier wird mit einer Schlinge festgehalten, bis der Fallensteller die Jagd beendet. Der Fallensteller benutzt also das Verlangen des Tieres nach Futter, dass Tier in die Falle zu locken.  Im anderen Fall präpariert der Jäger die Falle in die Mitte seines Trampelpfades. Ganz richtig gelesen, die Fallen werden auf dem Weg ausgelegt, den der Fallensteller läuft. Wieso das? Nun, es ist Winter und abseits des Pfades ist der Schnee ca. 40 cm tief, auf dem Trampelpfad aber nur ein paar Zentimeter. Der Pfad ist gerade breit genug für eine Person (oder ein Tier) zum laufen. Wenn ein Tier also den Pfad des Fallenstellers kreuzt, benutzt es diesen sehr gerne, da es wesentlich einfach zu laufen ist. Einziges Problem ist, dass hier auf Kopfhöhe der Tiere Fallen ausgelegt sind. Der Jäger läuft einfach oben drüber, das Tier läuft aber direkt rein. In diesem Fall wird der leichte Weg also zur Falle. Ich kann an keine Sünde oder Versuchung denken, die nicht diese zwei Arten von Verlockung verwendet.
Lass´ dich nicht fangen von den Verlockungen dieser Welt!

Verlass dich nicht auf deine eigene Urteilskraft, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn!  Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.
Sprüche 3,5-6

Dienstag, 24. Januar 2012

You know, you live in Bush Alaska when...


You know, you live in Bush Alaska when... 


1. Your hunting license is more important than your driver license.
2. You have to torch your frozen propane bottle outside first to use the propane oven inside.
3. You are more happy about a fresh orange than a chocolate bar.
4. Long Johns are pretty helpful not just outside but inside as well.
5. Google directions start like: "We could not calculate directions... " because your village is off the 
    road system.
6. The dashboard in your car is lighting up at least one warning sign, because you can´t bring it to
    the car dealer, so you have to fix it yourself whatever it is.
7. You fly to Fairbanks for a dentist appoitment and the flight is more expensive than the treatment 
     itself.
8. You go back to an analog thermometer, because the digital one can´t measure the 60 below.
9. You do not find it weird if somebody says: "It warmed up to 31 below this morning.”
10. You go shopping at the dump and you find some pretty good deals and function is more
      important than the look.
11. Free shipping is the most important thing if you order something by mail.


But as our pastor here put in words:

You love Jesus and the people that live here so much that you choose to deal with the above mentioned things so that God can be glorified, and people can meet Jesus.


Du weißt, dass du in Bush Alaska lebst wenn...
1. Dein Jagdschein wichtiger ist als der Führerschein.
2. Du deine gefrorene Gasflasche erst einmal mit einem Dieselheizer erwärmen musst, bevor der 
    Ofen wieder funktioniert.
3. Du glücklicher bist über eine frische Orange als über eine Schokolade.
4. Lange Unterhosen nicht nur draußen, sondern auch drinnen sehr angenehm sind.
5. Google Maps antwortet: "Wir konnten keine Route berechnen..." weil das Dorf nur per Flugzeug  
    zu erreichen ist.
6. Die Instrumententafel im Auto mindestens ein Warnlicht anzeigt, dass etwas defekt ist aber es gibt 
    keine Autoreparatur im Dorf und was auch immer es ist, du musst es selber reparieren.
7. Wenn du nach Fairbanks zum Zahnarzt gehst, ist der Flug dorthin teurer als die Zahnbehandlung.
8. Du benutzt wieder ein analoges Thermometer, weil die Digitalversion die Temperaturen bis - 50° 
    Celsius nicht mehr anzeigt.
9. Du es nicht mehr komisch findest, wenn jemand sagt, "Es hat heute auf - 26° C aufgewärmt.
10. Du gehst auf die Müllhalde zum Einkaufen und findest viele tolle Sachen und Funktion ist 
    wichtiger als Aussehen.
11. "Versandfrei" das wichtigste beim Einkauf ist.

Wie unser Pastor hier es sagen würde:
Du liebst Jesus und die Menschen die hier leben so sehr, dass du die oben genannten Dinge in Kauf nimmst, damit Gott verherrlicht wird und die Menschen Jesus kennen lernen können.














Freitag, 6. Januar 2012

Fließend Wasser :-)

Seit Sonntag hatten wir ja kein Wasser mehr. Der Kompensator, den ich am Dienstag bestellt hatte, kam tatsächlich heute am Freitag (samstags hat die Post zu). Der Einbau dauert ca. 5 Minuten. Aber als Silke und Finn mit dem Teil von der Post kamen, hatte ich anderes zu tun. Mittlerweile war nämlich die Heizleitung für die Quellwasserleitung eingefroren und damit die Wasserleitung auch... Diesmal war auch die Leitung geplatzt, heute wird also unterm Haus gelötet bei -40° C. Ab 14 Uhr verbrachte ich also unter dem Haus mit dem Dieselheizer und dem Bunsenbrenner um die Leitungen wieder aufzutauen. Die letzten drei Stunden kam Ross aus der Nachbarschaft noch dazu. Um 23 Uhr lief das Wasser wieder! Preist den Herrn! Vielen Dank für eure Gebete!

Montag, 2. Januar 2012

Ein gesegnetes neues Jahr - ein verheißungsvoller Start!

Die Weihnachtstage über habe ich etwas über die Stränge geschlagen. Zuviel war in die Tage reingepackt, viele Leute waren zu Besuch oder wir waren bei anderen. Nun erwarten uns ein paar ruhige Tage. Für den letzten Tag im Jahr ist nichts angesetzt... Die Temperaturen bewegen sich um die -50°C im Wohnzimmer ist es mit 15°C verhältnismäßig warm - und doch zu kalt. "Zieht lieber schon mal die Schneehosen an!" Erfahrungsgemäß dauert es ein wenig, bis man dem Fehler auf die Schliche kommt. Im Untergeschoss mit dem Gästezimmer und dem Büro hat es drei Grad, das heißt, die Heizleitungen entlang am Boden sind eingefroren! Normalerweise fließt Frostschutzmittel durch die Leitung, doch eine Probe zeigt mir, dass es nur noch Wasser ist. Warum das Heizsystem den größten Teil des Frostschutzes in den Überlauf gekippt hat, ist mir noch nicht klar, es hat aber was mit dem erhöhten Druck zu tun.  Ein Dieselheizer wird in den ersten Raum gestellt, um die Temperatur etwas anzuheben. Mit einem Gasbrenner fange ich vorsichtig an, die Leitungen aufzutauen. Eine heikle Angelegenheit, die Lötverbindungen sollen natürlich nicht aufschmelzen. Ross, ein Freund aus der Nachbarschaft kommt, um zu helfen. Nach ein paar Stunden läuft wieder warmes Wasser im Untergeschoss. Im Wohnzimmer haben wir uns schon auf 16°C gesteigert. Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass das Gas für den Gasherd eingefroren ist? Damit hatten wir die Wohnung morgens zügig warm bekommen, das geht nun nicht mehr. Mittlerweile ist es kurz vor acht. Silke und Finn sind schon zu Ross´s Frau Wendy gegangen zum Abendessen. Wenig später kommen wir nach. Nach einem leckeren Auflauf spielen wir noch ein Spiel und unterhalten uns. Finn spielt zusammen mit den drei Kindern von Ross und Wendy, um 22 Uhr dürfen die Kinder noch eine Rakete in die Luft steigen lassen und dann geht es für uns nach Hause. Ross und Wendy mit den Kindern sind im Sommer aus Montana in unsere Nachbarschaft gezogen und wir helfen uns sehr viel gegenseitig aus, ein wahrer Segen!
Die erste Überraschung am Neujahrsmorgen - kein fließend Wasser mehr, draußen hat es wieder -50°, die Wohnung hat wieder nur 15° C. Ist die Wasserleitung zur Quelle wieder eingefroren wie schon Anfang November? Okay, zumindest weiß ich nun gleich was zu tun ist, die nächsten zwei Tage sind verplant. Aber die Wasserleitung zur Quelle ist warm. Später fällt mir ein Kompensator in der Pumpensteuerung auf, der sieht nicht gut aus. Ich werde Montag Morgen einen neue bestellen. Doch Montag haben noch alle Elektrikgeschäfte in Fairbanks zu. Von dort aus gelangen Ersatzteile immer am Schnellsten nach Galena. 1-5 Tage dauert das erfahrungsgemäß. Beim letzten Frostschaden hatten wir Wasser aus dem Yukon vor dem Haus geholt, aber das Eis ist jetzt mindestens ca. einen Meter dick... Alternative ist, mit dem Auto in den anderen Teil der Stadt zu fahren und dort das Wasser in 20-Liter-Kanistern zu holen, wie wir es mit unserem Trinkwasser ohnehin schon tun. Bei den Temperaturen ist das aber eine Tortur für den Wagen. Bei Ross und Wendy habe ich heute Abend kurz geduscht und auch 60 Liter Wasser habe ich mitgenommen. Nachdem es heute auf -40°C aufgewärmt hat, habe ich mich entschlossen, das 200 Liter Fass Frostschutz auf dem Dach des Frachtcontainers runter zu schaffen. Der Container steht hinter dem Haus. Während der Elchjagd Ende September hatte ich am abendlichen Lagerfeuer Zeit, mir einige Knoten einzuprägen. So auch den "Trucker-Hitch"eine Art Flaschenzugknoten. Damit ließ ich das Fass dann sanft hinab gleiten. Beim Anlegen der Gurte an das Fass habe ich mir allerdings wieder einmal die Fingerspitzen an dem eiskalten Metall verbrannt! Also auf in die Garage. Dort steht der Ofen, mit dem das Haus geheizt wird. Circa acht Mal am Tag muss ich die Brennkammer auffüllen. Ich habe mir ein Thermometer geborgt, mit dem ich die Temperatur im Schornstein messen kann. Mal sehen ... upps 480° C! Eine Lüftungsklappe habe ich schon repariert, aber die Temperatur ist immer noch wesentlich zu hoch. Ein Großteil der Hitze geht immer noch den Schornstein raus, das ist schon wirklich deprimierend. Man könnte auch sagen, Haus des Schreckens! Für die Urlaubstage war eigentlich mehr Familienzeit eingeplant, Schneeschuhlaufen und Fallen stellen.

Ach ja, was mache ich sonst so auf der Arbeit neben dem täglichen Überleben? Die nächsten drei Tage haben wir drei Klausurabende vom Gemeinderat, wir beten um klare Führung und besprechen, welche Schwerpunkte wir mit der wachsendenen Gemeinde setzen wollen. Mitte Januar ist geplant, nach Huslia, einer Nachbarortschaft, 40 Flugminuten nördlich von Galena zu fliegen (oder 5 Stunden mit dem Schneemobil). Dort könnten wir zwei Wochen ein richtiges Buschdorf erleben. Das würde uns helfen, uns mehr auf das einzustellen, was uns bei einem zukünftigen Umzug erwarten würde. In der Zwischenzeit müsste aber jemand auf unser "Haus des Schreckens" aufpassen und das kann ich augenblicklich niemandem zumuten.
Mitte Februar bieten wir einen zehnwöchigen Erziehungskurs für das Dorf an. Mit einem Team sind wir gerade in der heißen Planungsphase, die Flyer müssen noch fertig gestellt werden, ich muss mich mit verschiedenen Leuten aus dem Dorf absprechen, die einzelnen Abende müssen noch vorbereitet werden und wir brauchen noch mehr Helfer für die Essenszubereitung und das Kinderprogramm.
Wir hoffen, dass wir bald wieder Wasser haben und die Heizung ordentlich funktioniert. Wir sind gespannt, was die nächsten Wochen noch so auf uns zukommt. Ein spannendes neues Jahr!

 Ende Dezember hatten wir eine Beerdigung im Dorf. Mit dem Schneemobil fahren wir zum außerhalb des Dorfes gelegenen Friedhof. Es ist eine katholische Beerdigung. Unter anderem höre ich das Evangelium aber ich habe den Eindruck dass es nur noch leere Worte sind, Tradition ohne Inhalt.

 Die Kinder der Grundschule übten ein Weihnachtsspiel. Es war toll - inhaltlich wurde die Geburtstagsfeier von Jesus aber noch nicht mal am Rande erwähnt.

 Das Paket von Opa und Oma ist da, pünktlich zum 24! Auch einige andere Pakete und Päckchen haben uns dieses Jahr noch vor Weihnachten erreicht. Vielen Dank!

 Ritter mit Ross!

Ordentlich gewalzt...

 .... und herausgekommen ist ein leckeres Lebkuchenhaus! Damit ist die Schullektion "Architektur" für dieses Halbjahr abgedeckt.

Finns erster Hundeschlitten aus Lego.

Und hier Papas Traum schon mal im Modell: Ein Schneemobil mit extrabreiter Fahrspur. Wenn wir mal aufhören sollten, alles in die Heizung zu stecken, könnten wir dafür sparen.

Kiska in Nikolausverkleidung

 Doch noch Zeit zum raus gehen gefunden. Kiska hat seine ersten Schneehühner aportiert - guter Junge! Im teilweise hüfttiefen Schnee wusste ich seine Dienste sehr zu schätzen!



Montag, 28. November 2011

Happy Thanksgiving

This year we celebrated Thanksgiving with a bunch of teens from the dormitory. Another family, who just moved to old town (where we live) helped us to host the visitors. A church in Anchorage donated a turkey and we won another one from the dormitory since we had the teens at our house. We are not the only one. Lot´s of families in Galena invite kids and also this year everybody found a place. 

Thansgiving, eine Mischung aus Ernetdankfest und Nationalfeiertag, so würde ich es beschreiben. Kulinarischer Höhepunkt ist ein Truthahn, der gerne auch den ganzen Mittelpunkt der Feierlichkeit einnimmt, na das Prinzip kennen wir ja vom Osterhasen...
Wir hatten dieses Jahr ein Dutzen Teenies aus dem Internat.
Mit einer Familie aus der Altstadt, wo wir wohnen haben
wir sie in unserem Hause verköstigt. Danach haben wir noch
allerlei Spiele gespielt, einige wurden auch mit dem Schlitten
hinter einem Schneemobil hinterher gezogen.

After the turkey we needed some fresh air, so we pulled the kids on a sled behind a snow machine. Later on we played some fun games inside. At 7 pm the dormitory wanted to pick them up again but knowbody wanted to. So they stayed until 9 pm and we played another session Ulitimate with a lighted 
frisbe.

Als die Teens dann um 19 Uhr abgeholt werden sollten, wollte keiner gehen und so blieb die Truppe noch zwei Stunden und wir haben Ultimate mit einer leuchtenden Frisbe gespielt.
 
 If you look closely, you can see two dogs at the picture. Sun dogs are made commonly of plate-shaped hexagonal ice crystals during very cold weather, by ice-crystals called diamond dust drifting in the air at low levels.

Wenn du genau hinguckst, kannst du zwei Hunde auf dem Bild sehen! "Sonnenhunde" oder auch Nebensonnen genannt. Hervorgerufen sind sie durch Brechung und Spiegelung von Licht an hexagonalen Eiskristallen. Für Nebensonnen sind dabei dünne Eisplättchen verantwortlich, die sich in ruhiger Luft horizontal ausrichten. Das geschieht besonders bei sehr kaltem Wetter und tiefstehender Sonne.


"Henning", "Klothilde", "Goldy" and "Nofretete" are the names of our chicken. We got them end of September and after 6 weeks adjustment they finally started to lay eggs. We get one to two eggs a day. As a chicken coop, I insulated a crate which a friend gave.


"Henning, Klothilde", "Goldy" und "Nofretete" heißen unsere neuen Hühner. Ende September haben wir uns das Federvieh angeschafft. Nach einer sechswöchigen Eingewöhnungsphase legen sie nun endlich Eier, ein bis zwei Eier bekommen wir von den drei Hennen. Letzte Woche hatten wir den ersten richtigen Kälteeinbruch mit über -40°, da muss
das Hühnerhaus schon ordentlich isoliert sein.


Finn lost his first tooth, a true sign that he is getting older :-)

Finn hat seinen ersten Zahn verloren, ein untrügliches Zeichen, dass er älter wird :-)



















Freitag, 4. November 2011

7pm a handfull of people are waiting in front of the door. A young Afro-American Lady with her 2 year old boy and a Native Elder Lady are in front of me. I am the third party, I was already waiting in the car for the last half hour. Another Single Lady is coming shortly after me. It is cold, it is snowing in Fairbanks and it is windy. The doors will acutally not open before 8:30 pm but the people know, first come, first serve. Usually nobody likes to be here, most people who stay here, actually are here against their will. It is the Correctional Center, people also call it jail. My neighbour is here and I like to visit him. After 90 minutes they let us in. You have to show your ID, fill out paper work, you can´t bring in anything. We are waiting for another 15 minutes before we pass the metal detector and are finally ending up in the visitor room. Eight wooden chairs alongside a long table. The prisoner are coming in from the other side. A thick window is seperating us. Everybody has to take an earphone. My neighbour is surprised to see me, usually nobody is visiting him. I´m talking and listening the next 45 minutes. During my waiting time, I read Pauls letter to the Ephesians, this lecture kind of fits, since Paul wrote this letter when he was in captivity. We talk also about that. The time is almost over, it is almost 9:30 pm. I´m asking him, if I could close with a prayer and he agrees. After the "Amen" the guard is coming in, visitation is over.

For I was hungry and you gave me food, I was thirsty and you gave me drink, I was a stranger and you welcomed me, I was naked and you clothed me, I was sick and you visited me, I was in prison and you came to me.    
Matthew 25:35-36 ESV



I actually was on my way to Anchorage for a Parenting Workshop Training. We like to do that in Galena the beginning of next year. It was still fall time when we arrived in Anchorage, while in Galena there is permanent snow since mid of October. We were four people from Galena.

Eigentlich war ich auf meinem Weg nach Anchorage zu einem Elterntrainings- Kurs. Den würden wir gerne hier in Galena zum Beginn des nächsten Jahres anbieten. Wir waren vier Leute aus Galena. In Anchorage war es noch Herbst als wir ankamen, währen in Galena schon seit Mitte October Schnee liegt.


Being in town gave me the opportunity to collect some "browny-points" from Silke :-)

In der Stadt zu sein, gab mir die Möglichkeit ein paar "Bonuspunkte" bei Silke zu sammeln :-)


Homeschooling is doing well, but it is a long, full day for Finn. Since he is going to public school for language arts and PE, the morning is not available for homeschooling and Silke is doing that all in the afternoon until 5pm. 
Homeschooling klappt gut, aber es ist ein langer Tag für Finn. Da er für Englisch und Sport in die Dorfschule geht, ist der Vormittag nicht für Homeschooling verfügbar und Silke unterrichtet dann den ganzen Nachmittag bis 17 Uhr.



We take every opportunity as a learning chance. Here, I´m explaining Finn why I put a plastic film over our living room window. No, we are not painting our room. This just gives us another 3 inch layer of air insulation, which we desperately need. We have three huge windows in our house and especially one is really leaky, so it helps a lot. I still have to fire up the woodstove several times a day.

Wir ergreifen jede Situation als Lernchance. Hier erkläre ich Finn warum ich die Plastikfolie über unsere Wohnzimmerfensterscheibe klebe. Nein, wir streichen nicht unser Wohnzimmer. Durch die Folie haben wir eine 7cm extra Luftschicht zur Isolierung, die wir dringend benötigen. Wir haben drei riesige Fenster im Wohnzimmer und besonders eines davon ist sehr undicht. So hilft die Plastikfolie eine Menge. Trotzdem muss ich den Holzofen einige Male einheizen.


The Ice on the Yukon ist still moving, but I am assuming that the Ice will stop tonight.

Das Eis auf dem Yukon bewegt sich noch, doch es sieht so aus, dass es heute Nacht zum Stillstand kommt.


Finn enjoys the snow. He was looking forward to the snow the last weeks. Now he will have plenty of that until mid May...

Finn liebt den Schnee. Er hat den Schnee in den letzten Wochen sehnlichst erwartet. Nun hat er genügend  bis Mitte Mai.


Montag, 10. Oktober 2011

Elchjagd und Port Alsworth



Wow, seit zwei Monaten keinen Eintrag mehr. Das lag auch daran, dass im September die Saison für Elchjagd ist, eine Notwendigkeit hier draußen. Dreimal war ich mit verschiedenen Leuten auf der Jagd - jedes Mal ohne Erfolg. Das erste Mal war es zu warm (Elche mögen kein warmes Wetter), das zweite Mal war es zu neblig (Elche sind meist morgens und abends aktiv. Beim letzten Trip haben wir dann am letzten Tag einen Elchbullen gesehen (Elchkühe sahen wir viele, die sind aber nicht zum Schuss frei gegeben), aber es lies sich kein sauberer Schuss ansetzen. Fleischmäßig gesehen, waren wir also nicht sehr erfolgreich, trotzdem hatte ich eine gute Zeit. Zum Beispiel war ich das eine Mal mit einem Indianer unterwegs, die Kommunikation war etwas schwierig für mich, mein Freund ist taubstumm. So waren Zettel und Bleistift ganz wichtig und nach dem Abendessen am Lagerfeuer wanderte der Block hin und her, ein wenig Zeichensprache habe ich aber auch gelernt. Finn hat übrigens einmal die Woche Unterricht in Gebärdensprache und es macht ihm sehr viel Spass. Zurück zum Elch, leer gingen wir aber trotzdem nicht aus. Ein Freund schenkte uns Schwarzbärfleisch, andere wiederum ein Elchvorderbein. Dazu kommen viele Jäger von außerhalb eingeflogen, Trophäenjäger, die auf das gewaltige Schaufelgeweih der Elche aus sind. Am Fleisch sind sie meistens nicht interessiert, ganz im Gegensatz zu den Dorfbewohnern. Wer hilft, Elchfleisch zu entbeinen und zu schneiden für die Ältesten der Gemeinde, kann die Hälfte davon mit nach Hause nehmen. 


Ende September hatten wir dann eine Familienfreizeit in Port Alsworth. Wie viele Ortschaften in Alaska ist das nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Port Alsworth liegt am Lake Clark und die Natur mit den Bergen war atemberaubend, Alaska wie im Bilderbuch. Im Hintergrund Mount Tanalian (1088m).


Blick aus dem Konferenzraum


Typischer Dorfparkplatz in Alaska


An einem Vormittag wanderte ich mit drei anderen Männern auf den Mount Tanalian. Dabei fanden sie Blau- und Schwarzbeeren, Low-Bush-Cranberries (Bild) und...


Schokoladenbeeren. Letztere waren nicht genießbar ;-)


 Auf der letzten Etappe zum Gipfel sahen wir dann 16 Dall-Schafe. Wir kamen mit ca. 50m überraschend nahe dran.


Man nennt sie auch Alaska-Schneeschafe. Wahrscheinlich wussten sie, dass die Jagdsaison schon vorbei ist und so hatten sie keine große Scheu vor uns.


Abgesehen davon darf man sie sowieso erst jagen, wenn die Hörner eine komplette Rundung haben.


 Auf dem Rückflug nach Anchorage entdeckten wir diese Bohrinsel im Pazifik



Finn und Kiska haben viel Spass gemeinsam

 
Finn wartet mit Kiska bis die Schwarzbärbratwurst fertig ist. Hier waren wir gerade dabei, rund ums Haus und den Garten aufzuräumen, bevor der Winter hereinbricht. Die ersten 10 cm hatten wir schon, der ist aber wieder weg, wird aber bald wiederkommen. Der Yukon ist noch offen friert aber auch die nächsten 4 Wochen zu.