Donnerstag, 27. Februar 2014
Erste Woche Galena
Hallo ihr Lieben,
ein Update kommt später. Wir sind gut in Galena angekommen und es geht uns gut. Am Haus gibt es noch einiges zu tun aber alle sind glücklich.
Blessings.
Sonntag, 2. Februar 2014
Wieder daheim in Alaska - Rückblick einer spannenden Woche
Freitag, 14. Januar
Unsere Unterlagen inklusive Pässe werden zur Botschaft nach Frankfurt gesendet.
Wir stellten uns darauf ein, dass das Visum womöglich noch vor unserem geplanten Abflug am 29. Januar eintrifft. Wir beginnen langsam, unsere Sachen zu verstauen, zu verschenken, Kisten und Koffer zu packen.
Sonntag, 26. Januar
Die hoffentlich letzten Reisediensttermine finden statt. Ich war noch mal bei Kaiserslautern, wo ich meine Kindheit verbracht hatte und wo ich im Gottesdienst der LKG erzählen kann, was Gott in Alaska tut.
Von vielen Freunden hören wir, dass sie mit uns Sturm beten, für ein rechtzeitiges Eintreffen der Papiere.
Montag, 27. Januar
Wenn die Pässe mit Visum heute nicht kommen, müssen wir den Flug für ein drittes Mal verschieben. Gespannt warten wir auf die Post - und tatsächlich, eine Briefsendung aus Frankfurt. Das Visum ist da! Preist den Herrn!
Schnell noch einen Mietwagen bestellen, denn wir wohnen ja in Sinsheim, der Flug geht aber von Düsseldorf.
Am Abend bin ich noch mal zu einem Hauskreis nach Metzingen eingeladen.
Dienstag, 28. Januar
Die Wohnung wird noch mal geputzt, die letzten Sachen verstaut. Unglaublich, was sich so in 8 Monaten ansammelt and Papieren, Müll und anderen Dingen.
Um 20 Uhr sind alle Aufgaben abgeschlossen. Zügig fahren wir nach Düsseldorf - in NRW wird ein letztes Foto von mir geschossen - und das am letzten Tag in Deutschland. Die komplette Zeit davor habe ich mir verkehrstechnisch nichts zu Schulden kommen lassen - naja, Hauptsache wir kriegen den Flieger! Gegen 22:30 Uhr kommen wir bei Silkes Eltern in Dorsten an. In 4 1/2 Stunden müssen wir wieder aufstehen.
Mittwoch, 29. Januar
Geplanter Abflug ist um 6:10, zwei Stunden vorher am Flughafen sein, eine gute halbe Stunde Fahrt. Am Flughafen dann die große Überraschung - keine Tickets da!!
Durch die zweimalige Verschiebung kam es zu Schwierigkeiten - der Flug wurde zwar gebucht - aber nicht bestätigt. Der Flieger hebt ab - ohne uns!!
Enttäuscht fahren wir wieder nach Dorsten...
Am Vormittag telefoniere ich mit der DMG und dem Reisebüro und kann die Dinge klären. Der nächste Flug geht genau 24 Stunden später. Heute war also die Generalprobe, alles hat geklappt, Morgen dann der Abflug.
So haben wir unverhoffte Extrastunden mit Silkes Eltern, wir gehen noch einmal zur Schleuse, und gucken uns die dicken Frachtkähne an. Ein letztes Paket mit u.a. 8 kg Schokolade wird für Alaska gepackt.
Donnerstag, 30 Januar
Halleluja! Diesmal klappt alles, 3 Uhr aufstehen, Abfahrt, in Düsseldorf einchecken und um 6:10 besteigen wir tatsächlich den Flieger und machen uns auf nach Alaska! Über Amsterdam fliegen wir nach Minneapolis, der erste US-Stop, wo auch entschieden wird, wie lange das Visum ausgestellt wird! Alles geht glatt - wir können bis Februar 2017 bleiben!
Nach 5 Stunden Aufenthalt in Minnesota geht es auf die letzte 6 Stunden Etappe nach Anchorage. Nach 30 Stunden von Tür zu Tür erreichen wir erschöpft aber glücklich die Hafenstadt Anchorage und quartieren uns im Gästehaus der Mission ein. Gute Nacht Freunde!
Verglichen mit dem Flieger lässt es sich auf dem Flughafen ausgezeichnet schlafen :)
Sonntag, 2. Februar
Finn hatte die letzten Tage noch mit dem Jetlag zu kämpfen, schläft noch vor der Vorspeise zu Abendessen ein und macht später die halbe Nacht nicht schlafen. Aber jeden Tag passt er sich um 2 Stunden mehr an.
Heute fliegt Martin erst einmal alleine nach Galena und guckt, was wir am Dringensten brauchen und guckt, was am Haus noch zu machen ist, dass die Gemeinde und Partnermission für uns prepariert haben! Fließend Wasser gibt es noch nicht.
Auf dem 3 stündigen Zwischenstopp in Fairbanks möchte ich noch Freunde treffen, mit denen wir vor 1 1/2 Jahren auf dem Roadtrip waren.
Ich kann es kaum erwarten, zurück zu kommen. Kommenden Dienstag fliege ich dann wieder nach Anchorage, um einzukaufen und etwa am 7. Februar werden wir dann hoffentlich als ganze Familie wieder in Galena sein.
Alaska begrüßt uns mit einem klaren Blick auf den Denali mit 6194m
Wieder in Alaska - man kann die Freude in den Gesichtern ablesen.
Augenblick liegt relativ wenig Schnee in Anchorage,
ein vergleichsweise milder Winter.
Das kommt uns allen Recht!
Noch ein paar Tage, dann ist der Jetlag auch wieder vorbei.
Habt vielen herzlichen Dank für eure Gebete und eure Anteilnahme!
Gemeinsam mit euch - für den König unterwegs - bis an die Enden der Welt!
Eure glücklichen Hornfischers
Unsere Unterlagen inklusive Pässe werden zur Botschaft nach Frankfurt gesendet.
Wir stellten uns darauf ein, dass das Visum womöglich noch vor unserem geplanten Abflug am 29. Januar eintrifft. Wir beginnen langsam, unsere Sachen zu verstauen, zu verschenken, Kisten und Koffer zu packen.
Sonntag, 26. Januar
Die hoffentlich letzten Reisediensttermine finden statt. Ich war noch mal bei Kaiserslautern, wo ich meine Kindheit verbracht hatte und wo ich im Gottesdienst der LKG erzählen kann, was Gott in Alaska tut.
Von vielen Freunden hören wir, dass sie mit uns Sturm beten, für ein rechtzeitiges Eintreffen der Papiere.
Montag, 27. Januar
Wenn die Pässe mit Visum heute nicht kommen, müssen wir den Flug für ein drittes Mal verschieben. Gespannt warten wir auf die Post - und tatsächlich, eine Briefsendung aus Frankfurt. Das Visum ist da! Preist den Herrn!
Schnell noch einen Mietwagen bestellen, denn wir wohnen ja in Sinsheim, der Flug geht aber von Düsseldorf.
Am Abend bin ich noch mal zu einem Hauskreis nach Metzingen eingeladen.
Dienstag, 28. Januar
Die Wohnung wird noch mal geputzt, die letzten Sachen verstaut. Unglaublich, was sich so in 8 Monaten ansammelt and Papieren, Müll und anderen Dingen.
Um 20 Uhr sind alle Aufgaben abgeschlossen. Zügig fahren wir nach Düsseldorf - in NRW wird ein letztes Foto von mir geschossen - und das am letzten Tag in Deutschland. Die komplette Zeit davor habe ich mir verkehrstechnisch nichts zu Schulden kommen lassen - naja, Hauptsache wir kriegen den Flieger! Gegen 22:30 Uhr kommen wir bei Silkes Eltern in Dorsten an. In 4 1/2 Stunden müssen wir wieder aufstehen.
Mittwoch, 29. Januar
Geplanter Abflug ist um 6:10, zwei Stunden vorher am Flughafen sein, eine gute halbe Stunde Fahrt. Am Flughafen dann die große Überraschung - keine Tickets da!!
Durch die zweimalige Verschiebung kam es zu Schwierigkeiten - der Flug wurde zwar gebucht - aber nicht bestätigt. Der Flieger hebt ab - ohne uns!!
Enttäuscht fahren wir wieder nach Dorsten...
Am Vormittag telefoniere ich mit der DMG und dem Reisebüro und kann die Dinge klären. Der nächste Flug geht genau 24 Stunden später. Heute war also die Generalprobe, alles hat geklappt, Morgen dann der Abflug.
So haben wir unverhoffte Extrastunden mit Silkes Eltern, wir gehen noch einmal zur Schleuse, und gucken uns die dicken Frachtkähne an. Ein letztes Paket mit u.a. 8 kg Schokolade wird für Alaska gepackt.
Donnerstag, 30 Januar
Halleluja! Diesmal klappt alles, 3 Uhr aufstehen, Abfahrt, in Düsseldorf einchecken und um 6:10 besteigen wir tatsächlich den Flieger und machen uns auf nach Alaska! Über Amsterdam fliegen wir nach Minneapolis, der erste US-Stop, wo auch entschieden wird, wie lange das Visum ausgestellt wird! Alles geht glatt - wir können bis Februar 2017 bleiben!
Nach 5 Stunden Aufenthalt in Minnesota geht es auf die letzte 6 Stunden Etappe nach Anchorage. Nach 30 Stunden von Tür zu Tür erreichen wir erschöpft aber glücklich die Hafenstadt Anchorage und quartieren uns im Gästehaus der Mission ein. Gute Nacht Freunde!
Verglichen mit dem Flieger lässt es sich auf dem Flughafen ausgezeichnet schlafen :)
Sonntag, 2. Februar
Finn hatte die letzten Tage noch mit dem Jetlag zu kämpfen, schläft noch vor der Vorspeise zu Abendessen ein und macht später die halbe Nacht nicht schlafen. Aber jeden Tag passt er sich um 2 Stunden mehr an.
Heute fliegt Martin erst einmal alleine nach Galena und guckt, was wir am Dringensten brauchen und guckt, was am Haus noch zu machen ist, dass die Gemeinde und Partnermission für uns prepariert haben! Fließend Wasser gibt es noch nicht.
Auf dem 3 stündigen Zwischenstopp in Fairbanks möchte ich noch Freunde treffen, mit denen wir vor 1 1/2 Jahren auf dem Roadtrip waren.
Ich kann es kaum erwarten, zurück zu kommen. Kommenden Dienstag fliege ich dann wieder nach Anchorage, um einzukaufen und etwa am 7. Februar werden wir dann hoffentlich als ganze Familie wieder in Galena sein.
Alaska begrüßt uns mit einem klaren Blick auf den Denali mit 6194m
Wieder in Alaska - man kann die Freude in den Gesichtern ablesen.
Augenblick liegt relativ wenig Schnee in Anchorage,
ein vergleichsweise milder Winter.
Das kommt uns allen Recht!
Noch ein paar Tage, dann ist der Jetlag auch wieder vorbei.
Habt vielen herzlichen Dank für eure Gebete und eure Anteilnahme!
Gemeinsam mit euch - für den König unterwegs - bis an die Enden der Welt!
Eure glücklichen Hornfischers
Montag, 13. Januar 2014
Zusage des Visums!
Eine weitere Hürde ist genommen! So langsam lichtet sich unser Gemüt wieder! Am 7. Januar hat uns die US-Behörde wissen lassen: "Das Visum genehmigt!" Preist den Herrn!
Wie geht es nun weiter? Die Papiere werden nun erst zum Antragsteller geschickt, SEND International, unserer US-Partnerorganisation. Die hat ihren Sitz in Michigan. Durch die ungewöhnliche Kaltfront in den USA gehen wir von einer Verzögerung der Zustellung aus. Wenn der Brief von Kalifornien nach Michigan transportiert wurde, geht er weiter nach Deutschland. Dann können wir einen Termin bei der Botschaft in Frankfurt ausmachen. In der Regel bekommt man innerhalb einer Woche einen Termin. Die Reisepässe werden dann dagelassen und später inklusive Visum an uns zurück geschickt. Wie lange ist "später"? Im besten Fall vor dem 29. Januar, da ist nämlich der Flug gebucht. Zeitlich gesehen liegt das alles sehr, sehr eng. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir den Flug noch einmal um ein paar Wochen verschieben müssen.
Aber soweit sind wir erstmal dankbar, dass es doch vorwärts geht. Habt vielen Dank für euere Ermutigung und euer Gebet!
Wie geht es nun weiter? Die Papiere werden nun erst zum Antragsteller geschickt, SEND International, unserer US-Partnerorganisation. Die hat ihren Sitz in Michigan. Durch die ungewöhnliche Kaltfront in den USA gehen wir von einer Verzögerung der Zustellung aus. Wenn der Brief von Kalifornien nach Michigan transportiert wurde, geht er weiter nach Deutschland. Dann können wir einen Termin bei der Botschaft in Frankfurt ausmachen. In der Regel bekommt man innerhalb einer Woche einen Termin. Die Reisepässe werden dann dagelassen und später inklusive Visum an uns zurück geschickt. Wie lange ist "später"? Im besten Fall vor dem 29. Januar, da ist nämlich der Flug gebucht. Zeitlich gesehen liegt das alles sehr, sehr eng. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir den Flug noch einmal um ein paar Wochen verschieben müssen.
Aber soweit sind wir erstmal dankbar, dass es doch vorwärts geht. Habt vielen Dank für euere Ermutigung und euer Gebet!
Donnerstag, 2. Januar 2014
Weihnachten mal anders
Eine Menge Nationalitäten waren vertrteten, Franken, Japaner, Kanadier, US-Amerikaner und Deutsche. Etwa 40 Leute trafen sich in Hannover, um bei der Aktion "Christmas in the City!" mitzuhelfen. Dort unterstützten auch wir die Arbeit vom "Neuen Land" (www.neuesland.net), einer Christlichen Drogenarbeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Offiziell gibt es ca. 5000 Drogenabhängige. Über einen Bauwagen gegenüber des Busbahnhofs werden erste Kontakte zu Menschen mit Drogenproblemen aufgenommen. Bei einer Tasse Kaffee, einer heißen Suppe und oder einem Backgammonspiel kommt man mit Leuten ins Gespräch. Zwei Straßen weiter befindet sich ein SOS-Bistro, wo auch alkoholkranke Menschen oder sozial Schwache preisgünstig Essen können, duschen oder Kleidung bekommen können. Menschen mit Drogenproblemen können aber auch langfristige Hilfe in Anspruch vom Neuen Land nehmen. Eine Fachstelle für Sucht und Prävention, eine Therapie und Rehabilitation und Nachsorge können Menschen langfristig helfen. Der langläufigen Meinung "einmal süchtig, immer süchtig" stehen ehemals Süchtige aus dem Neuen Land entgegen! "Es gibt keine hoffnungslosen Fälle", so der Slogan der Arbeit. Mit Gottes Hilfe gibt es eben doch Hoffnung für die Hoffnungslosen!
Mit verschiedenen Teams besuchten wir tagsüber "Szeneplätze", Orte an denen wir die oben erwähnen Menschen aufsuchten. Bewaffnet mit Kaffee und Einladungsflyern für die abendlichen Veranstaltungen im Bistro kommen wir in der Regel gut mit den Menschen ins Gespräch.
Über die morgendlichen Andachten bekam ich positive Rückmeldung, über die praktische Auslegung der Bibel mit authentischen Berichten aus dem Alltag. Die einzelnen Tag endeteten mit evangelistischen Abenden, wo ich ebenfalls von Jesus erzählen konnte.
Am 19. Dezember war ich bereits mit dem Zug nach Hannover gefahren. Silke kam am Donnerstag mit Finn per Auto nach - so war es geplant. Nach einer guten Stunde blieben meine Lieben allerdings bei Bensheim mit einem Motorschaden liegen - Kurbelwelle im Eimer! Ihm nu war der Abschleppdienst da und ab ging es zurück nach Sinsheim.... der geliehene Opel Astra hat die Segel nach 300.000 km gestrichen. Schon auf dem Rückweg rief unser Freund Silke wieder an und sagte, er hat einen Ersatzwagen besorgt! Da bleibt einem schon mal die Spucke weg! Was für eine Versorgung! Wir sind unseren Freunden und unserem Vater im Himmel unendlich dankbar! Bei all den Turbulenzen blieb Silke ganz ruhig. Am nächsten Tag unternahmen Silke und Finn noch mal einen Versuch und kamen wohlbehalten in Hannover an.
Krönender Abschluss war die Weihnachtsfeier am Heiligabend. Ca. 100 Leute ließen sich einladen. Zum Abendessen gab es köstliches Hühnerfrikassee. Nachdem alle Gäste bewirtet waren, gönnten wir uns selbst etwas zu Essen als Familie. Doch die Suche nach einem Sitzplatz blieb in dem überfüllten Raum erfolglos (es war kein Platz in der Herberge), und so nahmen wir unser Weihnachtsessen auf dem Boden ein. Gemeinsam lauschten wir der Weihnachtsgeschichte und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Als Mitarbeiter trugen wir das Lied "Gott wurde arm für uns" vor. Den Text konnten wir größtenteils auswendig. Beim Blick auf die Gebrochenen und Verzweifelten in unser Gesellschaft war es schwer, die Stimme zu halten. Weihnachten mal anders. Es war bewegend.
Am 25. machten wir uns dann auf zu Silkes Eltern nach Dorsten (Ruhrgebiet), wo Finn vorallem seine Onkel Björn und Jens genießen konnte. Silvester verbrachten wir dann bei unseren Freunden in Ulsenheim. Heute waren wir mit selbigen auf eine Familienfreizeit nach Burgambach. Am 5. fahren wir dann wieder nach Sinsheim.
Vom Visum haben wir noch nichts gehört, erhoffen und erbeten uns aber innerhalb der nächsten 14 Tage Antwort von der US-Behörde. Sobald wir etwas hören, melden wir uns wieder.
Euch allen ein gesegnetes Jahr 2014! Schön, dass es euch gibt!
Montag, 2. Dezember 2013
Geduld aber habt ihr nötig!
"Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.
Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben." Hebräer 10, 34b - 37
"Papa, wie weit ist noch bis Weihnachten?" diese Frage werden so manche Eltern vieleicht nicht mehr hören können. Marzipanstollen, Dominosteine und Lebkuchen besetzten ja schon seit Monaten die Regale im Supermarkt.
Jeder hat so seine Wünsche, große und kleine... unser größter Wunsch wäre die zügige Genehmigung unserer Visumsverlängerung. Wir werden weiter auf die Probe gestellt. Unseren Flug haben wir erneut verschoben - auf Ende Januar.
Die US-Behörde verlangte noch Dokumente nach, alles muss übersetzt und beglaubigt werden. Zügig hatten wir die Dokument zusammen. Es fehlte nur noch unser Beleg, dass wir unsere Steuern bezahlt haben! Natürlich haben wir unsere Steuern bezahlt, doch anstatt meine Steuernummer in den Computer einzugeben, wurde der Steuerbeleg von mir verlangt. Das Papier ist Ende Mai in den Wassermassen des Yukon untergegangen. Deshalb musste ich eine Kopie beantragen - Wartezeit: 30 Tage! Eine sehr lange Zeit, so rief ich die Steuerbehörde in den USA an und nach mehreren Stunden in der Warteschleife und dem zweiten Versuch, konnte mir dann Gott sei Dank das Dokument gefaxt werden. Die ganze Geschichte hier zu schreiben, würde zu lange dauern. Somit konnten nun alle Unterlagen eingesendet werden. Aktueller Statuts: Wir melden uns innerhalb der nächsten 60 Tage! (gerechnet von 14. November). Am 14. Januar sollten wir also wissen, wie es weitergeht.
In der Zwischenzeit überbrücken wir die Zeit so gut wie möglich. Vereinzelte Reisedienste halten uns geographisch mobil. In der Zwischenzeit konnte ich eine Fortbildung zum Thema "Gemeindebau" auf der Akademie für Weltmission in Korntal abschließen. Es folgt ein weiterer Onlinekurs "Genesis Project", in dem es um die Suchtproblematik geht.
Auch einen "Sägeschein" konnte ich letztes Wochenende belegen. Ich wurde bestärkt in meinen geübten Fähigkeiten konnte aber auch noch wertvolle Tipps dazu lernen.
Weihnachten werden wir bei "Neues Land" in Hannover verbringen. Das ist eine christliche Einrichtung, die sich der Drogenproblematik widmet. Von 19.-25. Dezember werden wir dort sein und sind sehr gespannt. Ca. 30 andere Freiwillige werden dort sein; unsere Aufgabe sind die Morgendandachten und abends die evangelistischen Inputs im SOS-Bistro. Wir sind sehr gespannt auf die Arbeit und freuen uns darauf.
Die unkomplizierten Besuche beim Dr. in Deutschland schätzen wir sehr. Mit der Vorlage der Krankenkassenkarte sind die gröbsten Geldgeschichten erledigt. Alle Fachärzte sind in näherer Umgebung. In Galena heißt es da, warten bis der nächste Flug nach Anchorage ansteht, wenn dort überhaupt der passende Spezialist sitzt. Auch wenn Alaska 4 1/2 mal größer als Deutschland ist, bei einer Bevölkerung von nicht mal einer Million müssen Leute auch schon mal nach Seattle/Washington fliegen.
Fertig machen für die Abreise, ob das die letzte Rasur vor dem Abflug ist?
Finn kommt in der Schule gut mit. Das Fach "Englisch" ist natürlich eine totale Unterforderung. Die Lehrerin ist leider auch nicht fähig bei der Masse von 14 Schülern ein wenig individuell auf Finn einzugehen...
Doch auch Finn macht das Beste aus der Situtation, dem verlängerten Aufenthalt in Deutschland. Hier mit seinen Freunden in Franken. Spazieren in der Natur ohne Bewaffnung? Das ist ja was ganz Neues!
Auch die Tierwelt ist anders, statt Elchen und Bären mal Schafe. Die schmecken auch nicht schlecht!
Mittwoch, 11. September 2013
Warten auf das Visum
Sie waren zur Wiederausreise bereit! Doch nun verwehrt ihnen der heilige Geist den
Weg. Wie sich die drei wohl fühlen? Ein wenig unsicher? Wie soll es weitergehen? Es
vergeht einige Zeit bis Gott Paulus und Silas mit Timotheus nach Europa führt. Unser
Vater im Himmel hat alles in der Hand! In diesen Tagen las ich Apostelgeschichte 16
nochmal mit anderen Augen, denn wir mussten unseren Rückflug von Ende August auf
November verschieben. Das benötigte Visum ist noch nicht da! Auch für uns gilt: Unser
Vater im Himmel hat alles in der Hand!
Alles Mögliche tun
Sogar die Senatorin von Alaska (vergleichbar mit einem Ministerpräsidenten) setzt sich
für unsere zügige Rückreise ein. Sie besuchte letzte Woche das Katastrophengebiet
Galena, wo mit Hochdruck am Wiederaufbau gearbeitet wird. Dabei machte Pastor
Chris auf uns aufmerksam, wie wichtig es doch für das Dorf wäre, Hornfischers
baldmöglichst wieder da zu haben. Die Senatorin sicherte ihre Hilfe zu, bei den
Behörden nachzufragen und auf die besondere Lage, der Katastrophensituation und
des herannahenden Winters, hinzuweisen.
Sachlage in Galena
Gerade hat die Elchsaison begonnen – ohne uns. Dabei wäre es so wichtig gewesen,
einen Elch zu erlegen. Unsere zwei gefüllten Gefriertruhen sind der Flut zum Opfer
gefallen, so wie bei vielen anderen im Dorf. Das Fernsehen in den USA brachte einen
Bericht über Galena. Dabei besuchte ein Kamerateam auch unser Kirchengebäude. Die
Bodenisolierung war hier schon ersetzt worden. Dort sahen wir einige unserer Dinge.
Nun wurde geschaut, was von unserem übriggebliebenen, durchnässten Haushalt noch
zu retten war. Silke erkannte ihr Küchengeschirr; meine Querflöte war auch zu sehen.
Ein anderer Freund drehte ein kurzes Video von dem Haus, in dem wir unsere Dinge
untergestellt hatten. Nasse Schränke, Schuhe, ein Staubsauger und Bügelbrett, die
Kettensägen, und viele andere Dinge, alles im Eimer! Das gehackte Holz, was wir durch
den effizienten Ofen übrig hatten, hat die Flut auch fort gerissen. Der Ofen an sich mit
300 kg ist nicht davongeschwommen und kann wieder in Stand gesetzt werden.
In unser Haus können wir nicht mehr einziehen. Neben den beträchtlichen
Wasserschäden, ist das Haus halb von den Stützpfeilern gerutscht. Das
ganze Dorf ist teils mit Fäkalien und Heizöl verseucht.
Viele Menschen werden vor dem Winter nicht zurück kehren können, andere ziehen
ganz weg.
Wiederaufbau
Inmitten dieser Not steht die kleine Gemeinde in Galena vor einer großen Aufgabe. Die
Not ist groß, sowohl an praktischer Hilfe als auch an Seelsorge! Doch sie hat es
geschafft, nicht nur auf sich selbst zu sehen, sondern auch Außenstehenden in dieser
Situation zu helfen. Freiwillige Arbeitsteams aus verschiedenen Kirchen aus dem
ganzen Land helfen augenblicklich beim Wiederaufbau. Die Kirche dient als Quartier,
von hier aus wird alles koordiniert.
Auch wir sind nicht vergessen. Unsere Gemeinde hat sich bereits um eine Unterkunft
für uns gekümmert. Sie möchten uns unbedingt zurück haben. Es ist ein kleines 50 m²-
Häuschen, es hat auch Flutschäden davon getragen, die gerade von einem
engagierten Team aus Anchorage beseitigt werden (siehe unteres Bild).
Über Skype sind wir mit der Gemeinde in Kontakt, so manche Postkarte wurde zur
Ermutigung versendet und auch ein 30 kg Paket mit deutschen Köstlichkeiten wurde
über den Atlantik geschickt.
Hier ein Video einige Tage nach der Flut von dem Haus, in das wir einziehen wollten...
Hier unsere neue Bleibe, die Hochwassermarke auf der rechten Seite ist deutlich zu sehen.
Hier ein kurzer Rundgang durch das stark renovierungsbedürftige Haus. Augenblicklich arbeitet ein ehrenamtliches Team von vier Männern aus Colorado daran!
Reisedienst
Auf unserem Reisedienst durch halb Deutschland sind wir so vielen Einladungen wie
möglich gefolgt. Wir hatten viele herzliche Begegnungen. Danke für all eure Ermutigung!
So manches mal wurde mit uns gegrillt und wir konnten von dem
erzählen, was Gott in Galena bewirkt hat – und noch immer verändert.
Tom, 18 Jahre alt und Drogendealer, hat vor zwei Jahren versucht sich umzubringen.
Auf einer Jugendfreizeit in diesem Sommer hat er sich Jesus zugewandt! Begeistert
erzählte er im Gottesdienst von Jesus, wie wir von Freunden erfuhren.
Ende Juli/Anfang August haben wir unseren Urlaub am Bodensee genossen. Soweit es
ging, haben wir die Situation in Galena ausgeblendet. Bei herrlichem Wetter ging es
fast jeden Tag ins Wasser.
Plan B
Dejavu, mit dem Visum war es ja schon vor drei Jahren schwierig. Sind wir die letzten
drei Monate überall rumgereist, so besteht nun Meldepflicht für uns. Wir werden nun
kurzfristig zur Deutschen Missionsgemeinschaft nach Sinsheim ziehen. Von dort aus
können wir den Reisedienst am Besten fortsetzen. Viele kurzfristige Anfragen mussten
wir absagen, diese werden wir nach Möglichkeit nun wahrnehmen. Finn muss nun im
September auch in die Schule im Nachbardorf gehen, das erste mal in eine deutsche
Schule! Uns allen fällt es schwer nun noch eine ganze Weile hier bleiben zu müssen.
Gerade Finn vermisst unseren Hund Kiska sehr. Bitte betet gerade für ihn für eine guten
Einstieg.
Habt vielen herzlichen Dank für eure Anteilnahme!
Gemeinsam mit euch - für den König unterwegs - bis an die Enden der Erde!
Eure Hornfischers
Dienstag, 16. Juli 2013
In Deutschland unterwegs
Deutschland ist
ein tolles Land! Während Ende Mai bei uns in Galena noch kein Blattgrün zu
sehen war, kamen wir uns bei der Ankunft in Deutschland wie im Dschungel vor –
alles grün!
Das Auto ist
unser derzeitiger Wohnort. Liebe Geschwister aus Adelshofen haben uns großzügig
einen Opel Astra Kombi für den Reisedienst zur Verfügung gestellt.
In Rheinland-Pfalz,
Baden-Württemberg, Franken, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin/ Brandenburg und
Nordrhein-Westfalen waren wir schon unterwegs. Die ersten 6000 km haben wir hinter
uns. Aufgrund der Kürze unseres
Deutschlandaufenthaltes war und ist es uns leider nicht möglich, euch alle zu
besuchen. Wir sind praktisch seit Monaten ausgebucht, kurzfristige Anfragen
musste ich leider fast alle ablehnen. Wir bitten um euer Verständnis. Wir
hatten bereits viele, sehr schöne Begegnungen mit vielen von euch. Wir freuen
uns aber auch sehr auf unseren Urlaub am Bodensee, wo wir als Familie
zur Ruhe kommen wollen.
Die Lage in Galena
hat sich etwas entspannt bzw. verlagert. Nachdem der Eisdamm Anfang Juni nach einigen
Tagen gebrochen ist und das Wasser abgeflossen war, wurde das ganze Ausmass der
Flut sichtbar. Die Behörden rechnen damit, dass es bis zu zwei Jahre dauern
wird, bis alles wieder einigermaßen aufgebaut ist. Ende September muss mit dem
ersten Schnee gerechnet werden. So hat der Wettlauf gegen die Zeit begonnen.
Die Stromversorgnung ist weitestgehend wieder hergestellt. Nun wir an der
Wasserleitung gearbeitet, auch die Abwasserbehälter für jedes Haus müssen
wieder instand gesetzt werden. In den Straßen türmt sich der Müll. Vor zwei
Wochen sahen auch wir einen Teil unseres Haushaltes im Fernsehen. Ein
US-Fernsehteam kam nach Galena und war auch in den Räumen der Kirchengemeinde.
Hier haben Freunde Sachen aus unserem Haus gerettet. Nun wurde geguckt, was
noch zu retten und zu trocknen ist oder was gleich weggeschmissen werden muss.
Silke sahe Geschirr und Stoffe, Finn Legosteine, die sauber gemacht wurden,
auch meine Querflöte konnte noch gerettet werden.
Für 27. August
ist unser Rückflug gebucht. Das Haus, in das wir kurz vor dem Flug nach
Deutschland gezogen sind, ist nicht mehr bewohnbar. Wir sind in Kontakt mit den
Leuten vor Ort und hoffen und beten, dass sich eine andere Möglichkeit
aufzeigt. Wir vertrauen auf unseren Herrn, der uns gut bis hierher geführt hat.
Auf seine Führung
sind wir auch bei der Visumsverlängerung angewiesen. Verschiedenen Infos von
der dort ansässigen Behörde, dass
Ausfüllen von Dokumenten und die offizielle Übersetzung zogen den Antrag in die
Länge. Nun beten wir für eine gute Tagesform für den Sachbearbeiter, der unser
Antrag bearbeitet. Gott kommt spätestens zur rechten Zeit, dass haben wir oft
erlebt.
Folgende Flutbilder haben wir von Freunden zugeschickt bekommen. Ohne das Visum haben wir keine Möglichkeit zurück zu gehen.
Vielen Dank an
alle, die sich bei uns gemeldet haben. Jede Zeile zählt in dieser nicht ganz
einfachen Zeit.
Zerstörtes Haus in Galena
90% der Autos waren unter Wasser. Nach ersten Infos gehört unser alter Wagen nicht dazu!
Die Wasser.- und Eismassen hinterlassen eine Spur der Verwüstung
Hier das Mietshaus, in das wir nicht mehr einziehen können. Die Schwierigkeiten der Flut:
Wie hoch das Wasser gestanden hat, ist deutlich am Haus zu sehen.
Wie hoch das Wasser gestanden hat, ist deutlich am Haus zu sehen.
1. Die Leitung zum Fäkalientank ist unterbrochen, der Inhalt wird nach oben gedrückt...
2. Das Haus ist auf 8 Pfählen gebaut, 7 davon sind abgeknickt...
3. Der Heizöltank ist auch hier aus dem Ständer gefallen, die Umgebung ist verseucht.
"Seid dankbar in allen Dingen" - gar nicht so einfach!
Hier das Kirchengebäude kurz for der Überflutung. Auch hier hatten wir einen Teil unseres Hausstandes untergebracht.
Unsere Möbel, Bügelbrett, Schuhe und vieles mehr... lasst fahren was euch hindert...
Auf den Straßen türmen sich nasse und verdreckte Isolierung, Möbel und Haushalt.
Bei diesem Haus haben die Pfähle gehalten!
Die Wasserleitung wurde aus dem Boden hochgedrückt.
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