"Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.
Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben." Hebräer 10, 34b - 37
"Papa, wie weit ist noch bis Weihnachten?" diese Frage werden so manche Eltern vieleicht nicht mehr hören können. Marzipanstollen, Dominosteine und Lebkuchen besetzten ja schon seit Monaten die Regale im Supermarkt.
Jeder hat so seine Wünsche, große und kleine... unser größter Wunsch wäre die zügige Genehmigung unserer Visumsverlängerung. Wir werden weiter auf die Probe gestellt. Unseren Flug haben wir erneut verschoben - auf Ende Januar.
Die US-Behörde verlangte noch Dokumente nach, alles muss übersetzt und beglaubigt werden. Zügig hatten wir die Dokument zusammen. Es fehlte nur noch unser Beleg, dass wir unsere Steuern bezahlt haben! Natürlich haben wir unsere Steuern bezahlt, doch anstatt meine Steuernummer in den Computer einzugeben, wurde der Steuerbeleg von mir verlangt. Das Papier ist Ende Mai in den Wassermassen des Yukon untergegangen. Deshalb musste ich eine Kopie beantragen - Wartezeit: 30 Tage! Eine sehr lange Zeit, so rief ich die Steuerbehörde in den USA an und nach mehreren Stunden in der Warteschleife und dem zweiten Versuch, konnte mir dann Gott sei Dank das Dokument gefaxt werden. Die ganze Geschichte hier zu schreiben, würde zu lange dauern. Somit konnten nun alle Unterlagen eingesendet werden. Aktueller Statuts: Wir melden uns innerhalb der nächsten 60 Tage! (gerechnet von 14. November). Am 14. Januar sollten wir also wissen, wie es weitergeht.
In der Zwischenzeit überbrücken wir die Zeit so gut wie möglich. Vereinzelte Reisedienste halten uns geographisch mobil. In der Zwischenzeit konnte ich eine Fortbildung zum Thema "Gemeindebau" auf der Akademie für Weltmission in Korntal abschließen. Es folgt ein weiterer Onlinekurs "Genesis Project", in dem es um die Suchtproblematik geht.
Auch einen "Sägeschein" konnte ich letztes Wochenende belegen. Ich wurde bestärkt in meinen geübten Fähigkeiten konnte aber auch noch wertvolle Tipps dazu lernen.
Weihnachten werden wir bei "Neues Land" in Hannover verbringen. Das ist eine christliche Einrichtung, die sich der Drogenproblematik widmet. Von 19.-25. Dezember werden wir dort sein und sind sehr gespannt. Ca. 30 andere Freiwillige werden dort sein; unsere Aufgabe sind die Morgendandachten und abends die evangelistischen Inputs im SOS-Bistro. Wir sind sehr gespannt auf die Arbeit und freuen uns darauf.
Die unkomplizierten Besuche beim Dr. in Deutschland schätzen wir sehr. Mit der Vorlage der Krankenkassenkarte sind die gröbsten Geldgeschichten erledigt. Alle Fachärzte sind in näherer Umgebung. In Galena heißt es da, warten bis der nächste Flug nach Anchorage ansteht, wenn dort überhaupt der passende Spezialist sitzt. Auch wenn Alaska 4 1/2 mal größer als Deutschland ist, bei einer Bevölkerung von nicht mal einer Million müssen Leute auch schon mal nach Seattle/Washington fliegen.
Fertig machen für die Abreise, ob das die letzte Rasur vor dem Abflug ist?
Finn kommt in der Schule gut mit. Das Fach "Englisch" ist natürlich eine totale Unterforderung. Die Lehrerin ist leider auch nicht fähig bei der Masse von 14 Schülern ein wenig individuell auf Finn einzugehen...
Doch auch Finn macht das Beste aus der Situtation, dem verlängerten Aufenthalt in Deutschland. Hier mit seinen Freunden in Franken. Spazieren in der Natur ohne Bewaffnung? Das ist ja was ganz Neues!
Auch die Tierwelt ist anders, statt Elchen und Bären mal Schafe. Die schmecken auch nicht schlecht!



























