Mit Finn machte ich mich am Freitag mit dem Schneemobil auf den Weg nach Nulato, 70 km flussabwärts. Dort besuchten und ermutigten wir ein christliches Ehepaar, dass dort seit zwei Jahren lebt. Bereits im August hatten wir als Team einen Kontakt zu ihnen aufgebaut. Das Wetter und andere Umstände ließen einen weiteren Besuch aber nicht zu.
Der Yukon dient als Straße und jeden Winter wird ein Schneemobilpfad auf dem Eis gebrochen. Die Route ändert sich jedes Jahr und ist abhängig von den Eiskonditionen. Wenn möglich wird über die Sandbänke gefahren doch über weite Strecken geht es über Eis und hier und da erwarten uns offene Wasserstellen. So ist unsere ganze Aufmerksamkeit gefragt.
Am nächsten Tag schließen Freunde aus Galena zu uns auf. Während der Nacht hat es angefangen zu schneien und der Pfad ist schwer zu erkennen. In Nulato suchen wir für 20 Minuten den Pfad. Immer wieder bleibt eine Maschine in dem hüfttiefen Schnee stecken oder der Weg ist durch offenes Wasser versperrt. Doch letztendlich geht es weiter. Eine Stunde später lichten sich die Wolken und die Sonne kommt zum Vorschein. Zu unserer rechten erheben sie majestätisch die verschneiten Nulato-Berge. Wenige Stunden vor den ersten Hundeteams des Iditarod-Rennens erreichen wir Kaltag, eine kleine Ortschaft mit 200 Einwohnern. Ab hier benutzen wir den gleichen Pfad wie das Rennen. Nach einem kurzen Tankstopp geht es nun über den Landweg nach Unalakleet. Auf dem Yukon kamen wir zügig voran. Die nächsten 60 km gleichen einer Buckelpiste und wir kommen nur langsam unserem Ziel näher. Als wir uns der Küste nähern setzt starker Wind ein. Der Boden ist nur dünn mit Schnee bedeckt, da der Wind alles fort weht. Gegen 20 Uhr erreichen wir Unalakleet, die 800-Einwohner Stadt an der Pazifikküste.
Dort hatten wir weitere Kontakte in der "Covenent Church", wo ich bereits vor zwei Jahren beim Kindercamp mitgeholfen habe.
Am Sonntag erwarteten wir dann die ersten Teams vom Iditarod-Rennen. Auf dem Rückweg am Montag sahen wir dann noch weitere Teams.
Ein Schneemobil unserer Freunde brach auf der Hälfte der Strecke zusammen. Die Federung war gebrochen. Wir konnten die Maschine aber bis nach Hause abschleppen. Montagabend kamen wir wohlbehütet nach über 500 km wieder in Galena an.
Pause zwischen Kaltag und Unalakleet
Unsere Freunde, Finn stehend im Hintergrund
Auf dem Rückweg kommt uns ein Team entgegen. Im Vordergrund ist
Finn auf dem Schneemobil.
Dicht auf den Fersen. Für viele ist das Ziel "einfach" nur das Rennen in Nome
abzuschließen.
Endlose Weiten durch Tundra und Wälder.
Bei dem einwöchigen Rennen tragen die Hunde Schuhe.
Auf dem Gartenzaun aufgebaut - eine Liebeserklärung auf "alaskanisch".









































