Mittwoch, 2. Februar 2011

Back from Anchorage

 Alaska Range auf dem Rückflug nach Galena, hinten rechts Denali, links Mount Foraker

Sonntag Nachmittag kamen wir zurück aus Anchorage. Wir hatten 48 Stunden Zeit zum shoppen, 36h davon haben wir im Auto und in Geschäften verbracht. In einem Geschäft konnte man die Lebensmittel etc. vorher online bestellen, dann müssen die Sachen vor Ort nur noch abgeholt werden und wir gewinnen wertvolle Zeit. Die Logistik hatte aber was vergeigt und die Sachen waren nicht da. So haben wir dann ein Mittagessen spendiert bekommen, In der Zwischenzeit wurden dann die Sachen für uns rausgesucht. Sehr nett, denn wir hätten uns sonst keine Zeit zum Essen genommen. Auf dem Rückflug hatten wir dann einen klaren Ausblick auf die Alaska Range mit Denali/Mount McKinley, einfach gigantisch. Silke hat davon nichts mitbekommen, denn sie ist in Anchorage geblieben. Ende der Woche beginnt eine Freizeit für Ladies, die in Bush-Alaska arbeiten (Bush heißt: keine Straßenanbindung). So sparen wir uns einen Flug. Denn von Galena nach Anchorage zahlen wir ungefähr soviel wie von Anchorage nach Deutschland!! Und nun kommt das Beste. Der Flug von Galena nach Anchorage Hin- und Rück wurde von "Iliamna Air Taxi" geflogen. Die hatten gerade in Galena zu tun. Der Eigentümer (glaubt auch an Jesus) hat uns angeboten uns auf dem Rückweg mit zu nehmen - und am Sonntag wieder zurück zu fliegen, da er in Galena wieder eine Gruppe abholen muss. Unser Herr versorgt uns schon wunderbar - und vielen Dank Iliamna Air Taxi!

Finn ist vor drei Wochen in eine Glassscherbe getreten. Der Fuss ist gut verheilt aber es tat immer noch weh. Vergangenen Montag waren wir dann in der kleinen Klinik in Galena und es stellte sich heraus, dass noch
Glas im Fuss ist (ja sie haben hier sogar ein Röntgengerät :-) Also wurde geschnitten, aber zehn Minuten vergeblich gesucht und danach wieder zugenäht. Jetzt warten wir drauf, dass der Splitter von selbst raus kommt. Aber Finn hält sich wacker. Derweil hat sich Papa beim installieren der Wohnzimmerlampe übelst in den linken Zeigefinger geschnitten. Aber der Finger ist noch dran und zappelt noch. Die Holzsägearbeiten verschieben sich aber dadurch nach hinten. Die Männer des Hauses sind also etwas gehandicapt und die Frau des Hauses ist nicht da...

Ansonsten ist alles in Ordnung. Alle zwei Wochen arbeitet Martin bei "Young Life", eine Jugendorganisation die  besonders Schulkinder mit den guten Botschaft von Jesus erreichen möchte. Sonntag Abend hatten wir ein erstes Treffen für Teens, die noch mehr Interesse an Jesus und der Bibel haben. Es kamen 9 Jugendliche und wir haben uns über ein Kamel und ein Nadelöhr unterhalten.

Denali, 20,320 feet (6,194 m)

Mittwoch, 26. Januar 2011

Fire

Last Saturday, Silke was sewing with some Ladies at the University of Fairbanks Building (blue building on the picture) here in Galena. Suddenly they could see black smoke coming out from the neighbor building, which is the community school. They called 911 and the fire department was coming. Finn and I were home, we heard the fire sirene but we had no clue what was going on. When Silke came home, she told us and I drove to the school to help out. Many people from Galena were helping. It was a challenge because the temperatures were around -50° F! Water is freezing soon. The Water Truck was driving up and down and we had to bring the hose in and out for freezing reasons. Water on the cloth is freezing immediately. We could´t rescue the house, the whole building burned down. We just could control the fire and get sure, that another neighbor house (around 4 yard away) would not also burn down. Thanks God, nobody got hurt.

Vergangenen Samstag war Silke mit ein paar Frauen nähen (blaues Gebäude im Vordergrund). Plötzlich entdeckten sie schwarzen Rauch, der aus dem Nachbargebäude kam. Kurz daruf schossen meterhohe Flammen heraus. Sie verständigten umgehend die Feuerwehr, die versuchte, den Brand zu löschen. Finn und ich waren zu Hause. Wir hörten die Sirene, wußten aber erst Bescheid, als Silke wieder daheim ankam. Ich fuhr hin, um bei den Löscharbeiten zu helfen. Viele Leute aus Galena halfen mit. Es war eine Herausforderung bei -43° Celsius. Das Wasser friert sofort. Der Wasser-Lastwagen fuhr in und her in der Zwischenzeit mussten die Schläuche reingebracht warden, da sie sonst einfrieren. Wasser auf der Kleidung gefriert sofort. Das Haus war nicht mehr zu retten. Wir konnten nur sicherstellen, dass das Nachbargebäude, knapp 4 Meter entfernt, nicht auch noch nieder brannte. Gott sei Dank kamen keine Menschen zu schaden.




Last week, we have seen our first Northern Lights, not too bright, but fascinating for the first time.

We had to go a little bit out of town, to go away from the light, -40° F that night.
Friday we are flying to town for shopping and we are very looking forward to that :-)

Letzte Woche haben wir unsere ersten Nordlichter gesehen, nicht zu hell, aber cool fürs erste mal. Wir sind ein wenig aus dem Dorf gegangen, weg von den Straßenlaternen, es hatte -40° C. Nächsten Freitag fliegen wir dann endlich shoppen, wir freuen uns schon sehr drauf.

Sonntag, 16. Januar 2011

Life is different



Letztens war der Pilot von Send, unserer Mission vor Ort hier. Er hatte in der Gegend zu tun und war ein paar Tage mit seiner Frau bei uns zu Besuch. So hatten wir die Moeglichkeit einen Arbeitskollegen in Huslia zu besuchen, etwa 40 Flugminuten noerdlich von Galena. Vor dem Abflug mussten wir aber erst das Flugzeug grob ausschaufeln und dann mit dem Wagen auf die Landeflaeche ziehen.
Wir wohnen ca. 1 Meile vom Flughafen entfernt.
Seit Wochen schreiben wir schon an einer Einkaufsliste, denn nach knapp drei Monaten gehen uns die Lebensmittel aus, aber wir bekamen schon Unterstuetzung von Freunden. Die naechste Stadt zum shoppen ist Fairbanks (Stern rechts, gleiche Hoehe zu Galena, links). Anchorage an der Kueste im Sueden kaeme auch noch in frage aber es gibt keinen Direktflug von Galena nach Anchorage, der Flieger geht ueber Fairbanks. In Fairbanks bekommen wir alles an Lebensmitteln u.a. Dingen, die wir brauchen.

Montag, 3. Januar 2011

Happy New Year 2011!


Vielen herzlichen Dank für all eure Grüße in Brief- und Päckchenformat. Päckchen und Pakete brauchen drei Wochen und so haben wir noch den ein oder anderen Gruß zu erwarten. Weihnachten feierten wir wie gewohnt als Familie am Heiligabend. Davor gab es einen Godi in der hiesigen Kirche. Am 1. Weihnachtsfeiertag (hier gibts nur einen Feiertag) waren wir bei einer Indianerfamilie zum Truthahnessen eingeladen. Es war schön und eine gute Gelegenheit die Familie besser kennenzulernen.


Hier seht ihr das Haus, in dem wir wohnen. Das große Fenster neben dem Eingang unten ist das Arbeitszimmer, Wäsche- und Heizraum und ein Gästezimmer. Oben befindet sich die Wohnung mit Wohn-Ess-Raum mit Küchenecke und zwei Schlafzimmern. Falls die Sonne scheint (zwischen 12 und 15 Uhr) haben wir immer Sonne im Wohnzimmer. Durch die großen Fenster haben wir aber auch deftige Heizkosten. Wir haben die Fenster schon, wie üblich hier mit durchsichtiger Isolierfolie abgeklebt und große isolierte Vorhänge davor gehängt. Augenblicklich können wir nur mit Öl heizen. Das wird sich aber definitiv nächsten Winter ändern. Im Spätwinter wird Holz gemacht! Das kleine Fenster oben rechts ist Finns Schlafzimmer. Der blaue Wagen gehört dem Vermieter, das Boot auf der linken Seite dem Vormieter, nur das hier kein falscher Eindruck ensteht ;-) Die Schüssel hinter dem Eingang ist für das Internet, die andere Schüssel im Giebel kann für TV angeschlossen werden, aber wir kommen gut ohne aus. Gestern hatten wir mit -2° C eine Hitzewelle, die sich bis heute Mittag durchgezogen hat. Eine willkommene Verschnaufpause mitten im Winter, das Auge im Sturm könnte man auch sagen.
Diese Woche kommen die Schüler der Bording-Schule wieder aus den Weihnachtsferien zurück geflogen. Damit werden die Abende dann auch wieder voller. Zwei mal war ich schon zum predigen in der Gemeinde dran. Nächsten Sonntag darf ich auch wieder predigen.

Freitag, 17. Dezember 2010

December

 When we look outside the window, sometimes we will see two little kind of rainbows besides the sun.

 Finn is enjoying kindergarten, besides we starting homeschooling.

 During a community bazar we helped out "Young Life" to sell pizza.

 In Germany we would build little shortbread-houses - up hear you are building an iglu (I don´t know why this picture got the wrong way).

Sonntag, 28. November 2010

1. Advent

Schönen ersten Advent aus Alaska, Premiere für uns. Den Vormittag verbrachten wir in der hiesigen Gemeinde. Die Hälfte der Gemeinde sind Schüler aus der Schule. Allerdings kommen sie dann zu spät zum Mittagessen in die Schulkantine. Also bringt jeder aus der Gemeinde was  zu futtern mit und wir essen dort Mittag.
Heute Abend macht Silke mit ein paar Ladies Spätzle mit dem "Spätzle-Schwob". Dazu haben noch zwei Lebkuchenpackungen die lange Reise überlebt - wenn auch sehr verdrückt, naja sie werden ja eh verdrückt von uns :-)
Galena ist recht auseinandergezogen. Im Haus haben wir eine Quelle. Mit diesem Wasser können wir uns waschen. Es ist aber nicht trinkbar. Im Dorf gibt es ein Wasserhäuschen, wo wir uns das Trinkwasser holen können. Allein schon dafür brauchen wir ein Fahrzeug. Winter ist eine denkbare ungünstige Zeit, hier ein Fahrzeug zu kaufen. Wenn du eins in Anchorage oder Fairbanks kaufst, muss es mit dem Flieger rausgeflogen werden, was teuer ist oder mit dem Schiff über den Yukon von Fairbanks aus. Der Yukon ist allerdings von Oktober bis April zugefroren. Aber Gott versorgt uns und ein Mann aus dem Dorf hatte sich einen Zweitwagen zugelegt und gemerkt, dass er ihn eigentlich gar nicht braucht und hat uns den 10 Jahre alten Ford Explorer verkauft. Der Wagen ist in sehr guter Verfassung, auch wenn er vorne eine heftige Beule hat, nicht mehr abzuschließen ist (keiner macht das hier) und der Kofferraum sich nur mit dem Schraubenzieher durch die Scheibe zu öffnen ist. Nun hatte der Wagen gleich einen Defekt, aber der ehemalige Eigentümer fühlte sich noch dafür verantwortlich. In der Zwischenzweit hat uns jemand anders sein Schneemobil ausgeliehen. Selbiges wäre in Anchorage oder gar Deutschland meist nur ein teures Spielzeug für Männer. Hier draußen ziemlich wichtig, zum Holz transportiern aus dem Wald (keine Straßen, zum Jagen etc. Damit sind wir die letzten Tage auch rumgefahren. Macht ziemlich Spass als ganze Familie mit 80 Sachen über die Straße zu fegen. Noch mehr Off-Road. Bei -20° C heißt es dann aber auch, sich ziemlich warm anzuziehen, ansonsten friert man sich alles ab. Der richtige Schmerz kommt dann erst bei auftauen der Finger wie heute Nachmittag, als ich auf einem Seitenarm des Yukon unterwegs war.

Spätzle-Frauen



 Sonnenuntergang über dem Yukon

Mittwoch, 24. November 2010

Thanksgiving

 Morgen ist Thanksgiving, die Übersetzung "Erntedankfest" kommt am nächsten auch wenn es die Sache nicht ganz trifft. Es ist etwas größer hier, etwa in der Größe von Weihnachten. Man erinnert sich auch daran, als die ersten Siedler an der Ostküste landeten, anyway. Kulinarischer Höhepunkt ist ein Truthahn. Stellt euch einfach so ein Wildschwein wie bei Asterix und Obelix vor. Das ist Morgen und als i-Tüpfelchen gibt es deutsche Apfelweintorte (aus lokalem Anlass ohne Wein) und Nussecken.
Letzten Samsta war Martin mit Freunden "snowmachining". Das Gewehr ist bei solchen Ausfahrten in die Natur immer dabei. Wer weiß, was einem über den Weg läuft. Bären machen allerdings ihren Winterschlaf und für Elche ist die Jagdsaison schon abgeschossen. Aber ein paar Ptarmigans (Schneehühner) fanden ihren Weg vor das Mündungsfeuer des Schützen. Wir bargen die Hühner aus dem Schnee und ich konnte beim ausnehmen helfen und so warten nun zwei Ptarmigans (das "P" wird bei der Aussprache nicht gesprochen) im Gefrierschrank auf ihrer Freilassung - in die Pfanne.
Ansonsten geht es uns immer noch gut hier. Augenblicklich ist es mit -2° ungewöhnlich warm. Dafür freute sich Finn & Co über den tollen Schnee, der hier schon üppig liegt und mit dem man bei diesen seltenen Temperaturen tolle Schneemänner bauen kann.

 Auf der Straße im Winter neben Autos keine Besonderheit: "Snowmachine"