Montag, 3. Januar 2011

Happy New Year 2011!


Vielen herzlichen Dank für all eure Grüße in Brief- und Päckchenformat. Päckchen und Pakete brauchen drei Wochen und so haben wir noch den ein oder anderen Gruß zu erwarten. Weihnachten feierten wir wie gewohnt als Familie am Heiligabend. Davor gab es einen Godi in der hiesigen Kirche. Am 1. Weihnachtsfeiertag (hier gibts nur einen Feiertag) waren wir bei einer Indianerfamilie zum Truthahnessen eingeladen. Es war schön und eine gute Gelegenheit die Familie besser kennenzulernen.


Hier seht ihr das Haus, in dem wir wohnen. Das große Fenster neben dem Eingang unten ist das Arbeitszimmer, Wäsche- und Heizraum und ein Gästezimmer. Oben befindet sich die Wohnung mit Wohn-Ess-Raum mit Küchenecke und zwei Schlafzimmern. Falls die Sonne scheint (zwischen 12 und 15 Uhr) haben wir immer Sonne im Wohnzimmer. Durch die großen Fenster haben wir aber auch deftige Heizkosten. Wir haben die Fenster schon, wie üblich hier mit durchsichtiger Isolierfolie abgeklebt und große isolierte Vorhänge davor gehängt. Augenblicklich können wir nur mit Öl heizen. Das wird sich aber definitiv nächsten Winter ändern. Im Spätwinter wird Holz gemacht! Das kleine Fenster oben rechts ist Finns Schlafzimmer. Der blaue Wagen gehört dem Vermieter, das Boot auf der linken Seite dem Vormieter, nur das hier kein falscher Eindruck ensteht ;-) Die Schüssel hinter dem Eingang ist für das Internet, die andere Schüssel im Giebel kann für TV angeschlossen werden, aber wir kommen gut ohne aus. Gestern hatten wir mit -2° C eine Hitzewelle, die sich bis heute Mittag durchgezogen hat. Eine willkommene Verschnaufpause mitten im Winter, das Auge im Sturm könnte man auch sagen.
Diese Woche kommen die Schüler der Bording-Schule wieder aus den Weihnachtsferien zurück geflogen. Damit werden die Abende dann auch wieder voller. Zwei mal war ich schon zum predigen in der Gemeinde dran. Nächsten Sonntag darf ich auch wieder predigen.

Freitag, 17. Dezember 2010

December

 When we look outside the window, sometimes we will see two little kind of rainbows besides the sun.

 Finn is enjoying kindergarten, besides we starting homeschooling.

 During a community bazar we helped out "Young Life" to sell pizza.

 In Germany we would build little shortbread-houses - up hear you are building an iglu (I don´t know why this picture got the wrong way).

Sonntag, 28. November 2010

1. Advent

Schönen ersten Advent aus Alaska, Premiere für uns. Den Vormittag verbrachten wir in der hiesigen Gemeinde. Die Hälfte der Gemeinde sind Schüler aus der Schule. Allerdings kommen sie dann zu spät zum Mittagessen in die Schulkantine. Also bringt jeder aus der Gemeinde was  zu futtern mit und wir essen dort Mittag.
Heute Abend macht Silke mit ein paar Ladies Spätzle mit dem "Spätzle-Schwob". Dazu haben noch zwei Lebkuchenpackungen die lange Reise überlebt - wenn auch sehr verdrückt, naja sie werden ja eh verdrückt von uns :-)
Galena ist recht auseinandergezogen. Im Haus haben wir eine Quelle. Mit diesem Wasser können wir uns waschen. Es ist aber nicht trinkbar. Im Dorf gibt es ein Wasserhäuschen, wo wir uns das Trinkwasser holen können. Allein schon dafür brauchen wir ein Fahrzeug. Winter ist eine denkbare ungünstige Zeit, hier ein Fahrzeug zu kaufen. Wenn du eins in Anchorage oder Fairbanks kaufst, muss es mit dem Flieger rausgeflogen werden, was teuer ist oder mit dem Schiff über den Yukon von Fairbanks aus. Der Yukon ist allerdings von Oktober bis April zugefroren. Aber Gott versorgt uns und ein Mann aus dem Dorf hatte sich einen Zweitwagen zugelegt und gemerkt, dass er ihn eigentlich gar nicht braucht und hat uns den 10 Jahre alten Ford Explorer verkauft. Der Wagen ist in sehr guter Verfassung, auch wenn er vorne eine heftige Beule hat, nicht mehr abzuschließen ist (keiner macht das hier) und der Kofferraum sich nur mit dem Schraubenzieher durch die Scheibe zu öffnen ist. Nun hatte der Wagen gleich einen Defekt, aber der ehemalige Eigentümer fühlte sich noch dafür verantwortlich. In der Zwischenzweit hat uns jemand anders sein Schneemobil ausgeliehen. Selbiges wäre in Anchorage oder gar Deutschland meist nur ein teures Spielzeug für Männer. Hier draußen ziemlich wichtig, zum Holz transportiern aus dem Wald (keine Straßen, zum Jagen etc. Damit sind wir die letzten Tage auch rumgefahren. Macht ziemlich Spass als ganze Familie mit 80 Sachen über die Straße zu fegen. Noch mehr Off-Road. Bei -20° C heißt es dann aber auch, sich ziemlich warm anzuziehen, ansonsten friert man sich alles ab. Der richtige Schmerz kommt dann erst bei auftauen der Finger wie heute Nachmittag, als ich auf einem Seitenarm des Yukon unterwegs war.

Spätzle-Frauen



 Sonnenuntergang über dem Yukon

Mittwoch, 24. November 2010

Thanksgiving

 Morgen ist Thanksgiving, die Übersetzung "Erntedankfest" kommt am nächsten auch wenn es die Sache nicht ganz trifft. Es ist etwas größer hier, etwa in der Größe von Weihnachten. Man erinnert sich auch daran, als die ersten Siedler an der Ostküste landeten, anyway. Kulinarischer Höhepunkt ist ein Truthahn. Stellt euch einfach so ein Wildschwein wie bei Asterix und Obelix vor. Das ist Morgen und als i-Tüpfelchen gibt es deutsche Apfelweintorte (aus lokalem Anlass ohne Wein) und Nussecken.
Letzten Samsta war Martin mit Freunden "snowmachining". Das Gewehr ist bei solchen Ausfahrten in die Natur immer dabei. Wer weiß, was einem über den Weg läuft. Bären machen allerdings ihren Winterschlaf und für Elche ist die Jagdsaison schon abgeschossen. Aber ein paar Ptarmigans (Schneehühner) fanden ihren Weg vor das Mündungsfeuer des Schützen. Wir bargen die Hühner aus dem Schnee und ich konnte beim ausnehmen helfen und so warten nun zwei Ptarmigans (das "P" wird bei der Aussprache nicht gesprochen) im Gefrierschrank auf ihrer Freilassung - in die Pfanne.
Ansonsten geht es uns immer noch gut hier. Augenblicklich ist es mit -2° ungewöhnlich warm. Dafür freute sich Finn & Co über den tollen Schnee, der hier schon üppig liegt und mit dem man bei diesen seltenen Temperaturen tolle Schneemänner bauen kann.

 Auf der Straße im Winter neben Autos keine Besonderheit: "Snowmachine"


Dienstag, 9. November 2010

Nach einem echt ruhigen Flug in einem ganz kleinen Flugzeug wurden wir sehr herzlich von den Leuten der Gemeinde empfangen. Abends hatten wir ein tolles Abendessen bei den Kopps und haben es sehr genossen.

After a smooth flight we landed safely in Galena and were welcomed by people from the church.
We had a great dinner at the Kopps house last night and enjoyed their company very much.

 Before starting with a Bonanza, with the chief pilot

 Out of the window you can see the frozen Yukon, the fence out there will be our garden in summer.

Mittwoch, 3. November 2010

Anchorage

Nach 26 Stunden Reise sind wir gut in Anchorage angekommen. Die ersten 20 Stunden waren okay, die letzten Stunden dann doch etwas ermüdend für Finn und so dann auch für Mama und Papa...
After 26 hours of travelling we arrived in Anchorage safely. The first 20 hours have been okay, but the remaining hours have been tiring for Finn and for mum and dad too.

 Anchorage

Der Jetlag hatte uns die ersten Tage etwas aus der Bahn geworfen. Finn wacht um halb vier auf, kann die nächsten drei Stunden nicht einschlafen und hat Hunger...
Jetlag confused our first days a little bit. Finn wakes up at 4am. He cannot go back to sleep for the next 3 hours and is hungry...


Gleich in den ersten Tagen bekamen wir unsere ersten Elche zu Gesicht. Heute morgen sah Silke einen auf dem Weg beim Einkauf. Seit gut einer Woche sind wir in Anchorage im Gästehaus untergebracht.
On day two we where so happy to see our first two moose. This morning Silke saw another moose when she went shopping. Since one week we are staying at the guesthouse in Anchorage. 


Letzte Woche sind wir mit dem Missionsdirektor nach Glennallen gefahren. Das liegt östlich von Anchorage Richtung Kanada. Dort befindet sich das Hauptquartier von Send International. Dort
 hatten wir die Einführung, was uns die nächsten Tage erwartet und Büroangelegenheiten zu klären. Während in Anchorage letzte Woche noch kein Schnee lag, war es auf dem Rückweg von Glennallen schon recht winterlich, nachdem es am Abend zuvor geschneit hatte.


Shoppen ist augenblicklich unsere Hauptaufgabe, bis wir am 8. nach Galena fliegen. Futter einkaufen für die nächsten zwei Monate, dann können wir nochmal nach Fairbanks fliegen und die restlichen Dinge kaufen, die wir noch brauchen oder vergessen haben. Danach werden wir wohl längere Zeit keine Stadt mehr sehen.
Im Gästehaus ist auch gerade ein Ehepaar untergebracht, dass seid 17 Jahren in einer Ortschaft mit den Indianern arbeitet, zwei Stunden entfernt von Galena (mit dem Schneemobil). Die Frau hat Krebs und ist gerade für Chemo in der Stadt... . Der Mann nahm sich die Zeit, mit uns einkaufen zu gehen und uns die speziellen Geschäfte der Stadt zu zeigen. Greg war uns eine große Hilfe. Welche Schuhe kauft man wofür -40° usw. (Celsius oder Fahrenheit ist jetzt egal, das ist nämlich dasselbe).
Wir sind ziemlich froh, wenn die Shopping-Woche rum ist und wir nächsten Montag nach Galena fliegen, unserem vorersten Ziel. Vielen Dank für all eure Gebete und Erkundigungen nach uns.

Martin und Silke mit Finn.

Shopping  is on our list for the next days until we leave on the 8th to fly to Galena. We need food for the next two months, then we can fly to Fairbanks to shop for the things we still need or forgot. After this we probably won't see a bigger city for a while. There is another couple staying here at the guesthouse. They are living in a village next to Galena (2 hours by snowmobile). They have been a tremendous help for us because they showed us the different places to shop for good clothes and boots for -40° below (Celcius or Farenheit, because it is the same ).  Thank you Greg and Kim.
We will be very happy when all the shopping is done and when we finally will fly to Galena on Monday. Thank you so much for all your prayers and thoughts.

Martin and Silke with Finn

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Countdown läuft!

Liebe Freunde!
Das Ergebnis des Botschaftsbesuches hatte ich nur unauffällig in den Kommentarbereich gesetzt. Wir hatten die Zusage, in 7-10 Tagen werden uns die Pässe mit Visum zugeschickt.
Doch wir wollten es nicht so rausposaunen, denn noch hatten wir sie nicht in der Hand.
Und so hatten wir am 10. Tag immer noch nicht unsere Pässe (das war vergangenen Freitag). Am Montag geht der Flieger und wir haben kein Visum...
Doch Gott sorgt spätestens rechtzeitig für uns und HEUTE kamen die Teile!! Preist den Herrn! Morgen hätten wir unseren Flug verschieben müssen wenn sie nicht gekommen wären.
Vielen Dank für eure zahlreichen Gebete!
Nun liegen wir fleißig beim packen. 9 Koffer sind schon gepackt, dazu noch ein paar dicke Pakete, die uns DHL hinterher schickt. Die Wohnung sieht noch ziemlich wüst aus. Darum muss ich jetzt weiter packen...
Der nächste Eintrag dann aus Alaska!


Nach der mündlichen Zusage jetzt endlich auch schwarz auf weiß!