Freitag, 10. Juni 2011

Eisfrei! Icefree!

After the Yukon had been frozen for about seven months the ice finally broke at the beginning of May. A few miles down river is a tight curve and depending on current, temperature and ice structure there is always fear that the ice might jam up and following that, that it would flood upriver.
But- praise the Lord- it did not happen. The temperatures were pretty mild and the ice- flow unspectacular.

For the next five months the river is - depending on the water level- free for the barge. The barge landing is pretty much right in front of our house. People fly to Fairbanks for their shopping trips, put the stuff in container and send it to Galena by barge.
In the past months the fuel price in the US went up. In Galena all the fuel comes by barge too. So throughout winter the price is pretty much the same and independent from the rest of the State. In the past few weeks we bought quite a bit of fuel and gasoline for the next year before the price goes up with the next barge. So we have to wait with our shopping trip until August when we have money again.

At the beginning of this week we came back from our cultural training in Homer, a little town at the coast. We heard about Alaskan history, cultural differences and many more things. One example; compared to the Indian culture we Western people ask too many questions. In their culture they expect you to watch and observe until you know the answer for that question. That is not very easy...
Besides that we had the chance to talk with many colleagues from other villages about their experiences. We heard a lot of good things we have to digest and put into practice in the upcoming weeks. So that I won't forget these things right away I have started to write them in my calendar, and in the next few weeks I will read them again and renew the information.

Next Sunday we will have church service at our house and a potluck afterwards. Throughout summer many people are gone and the boarding school has already vacation. Many people fly out of town to visit family and friends or many Native Americans go up- and downriver for their fish camps.
On Monday Martin is going to Unalakleet for a week to help with a kids camp. For that he still has to prepare some things. Thank you very much for all your prayers.


Nach sieben Monaten fing das Eis des Yukon Anfang Mai an aufzubrechen. Einige Kilometer flussabwärts macht der Fluss einen starken Knick und je nach Strömung, Temperatur und Eisbeschaffenheit besteht immer die Gefahr, dass sich das Eis hier verkantent, staut und in Folge dessen die Gebiete flussaufwärts geflutet werden. Das blieb uns - Gott sei Dank - erspart. Die Temperaturen waren sehr gemäßigt und das weiche Eis floss recht unspektakulär ab.

Nun ist der Fluss- je nach Wasserstand- für die nächsten 5 Monate frei für den Frachtkahn. Dieser landet in Galena praktisch vor unserer Haustür. Die Menschen fliegen nach Fairbanks und gehen dort einkaufen, die Sachen werden dort in Container gepackt und nach Galena verschifft.
Die letzten Monate haben die Benzinpreise in den USA recht angezogen. In Galena werden auch die Brennstoffe per Frachtkahn eingeführt und den Winter über bleiben die Preise relativ unabhängig von der Außenwelt. So haben wir die letzten Wochen einen Großteil unserer Benzin- und Heizölvorräte fürs nächste Jahr gebunkert, bevor mit dem nächsten Frachtkahn die Preise nach oben angeglichen werden. So werden wir für unseren Einkauf in Fairbanks bis August warten, bis wir wieder "flüssig" sind.

Anfang dieser Woche kamen wir von einem Kulturtraining aus Homer, einer kleinen Stadt an der Küste, zurück. Es ging unter anderem um die Geschichte Alaskas und Kulturunterschiede.
Ein Beispiel:
Verglichen mit der Indianerkultur stellen "Westler" viel zu viele Fragen. In ihrer Kultur wird mehr Beobachtung erwartet. Und zwar solange, bis sich die Frage selbst beantwortet hat. Gar nicht so einfach...
Dazu gab es reichlich Gelegenheit, sich mit bekannten und noch unbekannten Kollegen aus anderen Dörfern über Erfahrungen auszutauschen. Wir bekamen viele gute Sachen zu hören, die wir nun die nächsten Wochen verdauen und anwenden können. Damit nicht alles gleich in einem Ordner im Regal verschwindet, habe ich damit begonnen, mir wichtig gewordene Infos in meinen Kalender einzutragen. So tauchen die Informationen die nächsten Wochen noch mal auf und ich habe die Sachen noch ein mal vor Augen und kann sie noch mal wiederholen.

Nächsten Sonntag findet der Gottesdienst in unserem Haus statt mit anschließendem Mittagessen.
Den Sommer über sind viele Leute weg, dazu haben die Sommerferien begonnen und die Schüler sind nicht da. Viele fliegen den Sommer über raus, um die Verwandtschaft zu besuchen und Indianer fahren zu ihren Fischcamps flussauf- und abwärts, um Fische zu fangen.
Martin fliegt am Montag für eine Woche nach Unalakleet für ein Kindercamp. Dazu standen und stehen noch einige Vorbereitungen an. An dieser Stelle vielen Dank für euer Gebet.

Die letzten Eisreste am Yukonstrand- last pieces of ice at the Yukon


 Der Frachtkahn legt praktisch vor unserer Haustüre an 
(im Vordergrund unser Garten mit dem Gewächshaus)
the barge lands almost in front of our house
(you can see our garden and the greenhouse)

Silke und Finn am Ozean in Homer (das Wasser war eiskalt)
Silke and Finn at the ocean in Homer (the water was veeeeery cold)
 Silke beim Muscheln sammeln
Silke collecting shells

Auf dem Rückweg von Homer sahen wir unseren ersten Schwarzbären
On our way back from Homer we saw our first black bear


5 Kommentare:

Berny hat gesagt…

Schönes Bild ihr 2 da am Wasser,da kriegt ja man kalte Füsse beim Hinschauen

LG Bernadette

Anonym hat gesagt…

I love reading your blog. All the informations about the weather, the culture and the life that you are living in Galena. May God continue to bless you as a family and the work that all of you are doing.
Kathrin

Anonym hat gesagt…

Toll das es euch gut geht.so wie lange bleibt ihr in Alaska?wie ist Finn,s Englsih?schoene gruesse an Silke.

Anonym hat gesagt…

Toll das es euch gut geht.so wie lange bleibt ihr in Alaska?wie ist Finn,s Englsih?schoene gruesse an Silke.

Anonym hat gesagt…

Wow...wie immer packt einen das Fernweh, wenn man von euch liest!
Habt total herzlichen Dank für eure ehrlichen Ein- und Ausblicke eures Lebens in Alaka... Tut gut und macht Mut =) LG von Katrin