Anfang Februar mache ich mich erst einmal alleine auf den Weg nach Galena, um die Lage zu sondieren. Hier ein kleiner Einblick in die Flugkabine.
Überraschend viele Dinge haben überlebt. Für Silke und Finn wird alles fotografisch festgehalten. Hier hat eine Legokiste überlebt!
Auch Silkes Nähmaschine ist noch da. Auch der Thermomix, ein Universalküchengerät blieb erhalten. Der Trafo dafür war wie Fernseher, Föhn und adere Dinge komplett unter Wasser. Nachdem die Dinge aber 7 Monate komplett getrocknet sind, öffne ich die Geräte, mache sie bestmöglichst sauber - und siehe da, einiges funktioniert tatsächlich noch!
Nach zwei Tagen fliege ich wieder zurück nach Anchorage. Dort gehen wir für einige Tage das Notwendigste einkaufen. Kleinere Güter können wir mit dem kleinen Missionsflieger mitnehmen.
Sowohl in Anchorage als auch in Galena werden wir von allen Freunden und Bekannten wieder herzlich willkommen geheißen!
Finn freut sich riesig auf den Heimflug und kann es kaum erwarten. Silke sitzt schon im Flieger.
Glücklich landen wir in unserer Wahlheimat Galena. Es ist eine andere Welt. Knapp 600 Einwohner, davon 200 Schüler. Das Telefonbuch hat auf einer Seite Platz!
Unser neues Zuhause. Es sieht sehr klein aus - ist es auch. Doch ich denke, wir werden damit zurecht kommen.
Endlich hat Finn Kiska wieder. Es ist so wie immer - als wären wir nie weg gewesen.
Das Haus ist noch ziemlich chaotisch. Die Ölheizung läuft, ein sehr effizientes Modell. Unseren Vermieter habe ich in Anchorage getroffen und über die Option unseres Holzofens gesprochen. Wenn wir länger im Haus bleiben, können wir den Holzofen im Sommer einbauen!
Mittlerweile steht der Tisch im Nebenraum und wurde als Bett umfunktioniert. So haben wir mehr Stauraum unterm Bett. 2m Luftraum über dem Bett - das können wir uns einfach nicht leisten :)
Zurzeit ist eine Firma im Dorf, die eine neue Straße zur Müllhalde baut. Die alte Straße liegt mittlerweile zu nah am Yukon, und wird immer wieder weggespült. Nachdem die Arbeiter einige Gerätschaften neben unserem Haus abgeholt hatten, war Dave, der Bobcat-Fahrer so nett, die komplette Einfahrt von hartgefrorenem Schnee zu befreien! Preist den Herrn!
Das Häuschen ist warm, doch am fließend Wasser müssen wir noch arbeiten. Das Haus ist nicht an ein Wassersystem angeschlossen. In einem 1500 Liter Tank wird das Wasser im Haus aufbewahrt. Der Warmwasserboiler wird hoffentlich nächste Woche installiert. Am neuen Ölheizer sind beim Transport Bolzen abgerissen. So müssen wir erst mal improvisieren...
Mit dem Anhänger wird Wasser von der Wasserstation zum Haus gefahren. Zur Zeit arbeiten wir auch noch daran, unsere Toilette mit Brauchwasser zu spülen. Eine neue Toilettenschüssel kommt hoffentlich diese Woche. Bisher kann nur per Hand gespült werden.
Soweit mal die überwiegend praktischen Updates vom anderen Ende der Welt.
Habt vielen Dank für eure Anteilnahme und eure Gebete!
Blessings. Eure Hornfischers.
