Mittwoch, 28. November 2007

Wanderung & Morning Meeting

Der höchste Berg Virginia ist nicht so weit weg, der Mount Rogers (1724m). Laut Karte nur 6 Meilen. Die Karte hat aber einen falschen Maßstab angegeben, da war die Fahrt dann doch eine knappe Stunde länger. Aber die Gegend ist schön, so war das kein Problem.
Dabei sind wir auch durch Damascus durchgefahren. Dachte immer das wäre in Syrien...
Nun ja, wir sind eine Stunde spazieren gegangen. War sehr schön, aber es war dann doch ein bißchen weit. Insgeheim hoffte ich, einen Schwarzbären zu treffen, was dann aber nicht eingetroffen ist, wahrscheinlich besser so. Mein Schweizer Offiziersmesser hätte wohl nicht viel ausrichten können und auf einen Baum klettern ist auch schlecht. Das kann der Schwarzbär nämlich bessser als ich.

Dienstag Morgen war Martin zu einem Treffen von 7- 8 Uhr in einer Zahnarztpraxis. Nicht zur Behandlung, dort treffen sich einige christliche Männer, tauschen sich aus,
lesen Bibel und beten bevor die Arbeit anfängt. War eine gute Sache. Ich mag
sowas zu dieser Uhrzeit.

Sonntag, 25. November 2007

Thanksgiving

Martin mit Bill beim Schießen
Tomy und Martin beim Racketball
Thanksgiving: Silke mit Grace und Laura Moore (Tochter mit Mutter)

Donnerstag waren wir bei French Moore und seiner Familie eingeladnen. Er ist ein Gemeindeältester. Es war ein sehr schöner Nachmittag. Sehr unkompliziert. Wir haben uns wie zuhause gefühlt. Haben eine Runde "Bluff" gespielt wer das kennt, wenn auch mit ein paar anderen Regeln.
Freitag morgen war ich mit dem anderen Praktikanten Tomy von French auf eine Runde Racketball eingeladen worden. Hab ich noch nie gespielt. Ist ähnlich wie Sqash (was ich auch noch nie gespielt habe). War ganz witzig. Werde es wohl einmal die Woche einrichten. Ich habe ein bißchen die Befürchtung, dass ich nach einem Jahr mit ein paar Kilo Übergewicht nach Deutschland zurück komme. French geht dreimal die Woche spielen jeweils von 6 - 7 Uhr. Das ist keine schlechte Zeit. Da pennt die Familie meist noch.
Freitag Nachmittag wurde ich dann vom Mann unserer Englisch-Lehrerin Mary gefragt, ob ich Lust hätte mit ihm Schießen zu gehen. Keine Frage, ich bin dabei. So haben wir ein paar Schüsse gemacht.
Ein bißchen komisch ist das schon, wenn neben deinem Schiessstand ein Neunjähriger mit einem Maschinengewehr hantiert - wenn auch unter Aufsicht seines Vaters.
So habe ich an einem Tag zwei neue Sportarten kennen gelernt.

Samstag, 24. November 2007

Erstes Video

Bilder sind gut. Videos noch besser. Deshalb hier unser erstes Testvideo, auch wenns etwas groß geraten ist. Zu sehen ist unser Sprössling.

Mittwoch, 21. November 2007

Finn

Der kleine Stammhalter macht sehr gut mit auch wenn er noch nicht verstanden hat, dass hier alles Amerika ist und nicht nur das Haus, in dem wir wohnen. Wir haben zwar keine Landwirtschaft mehr direkt vorm Haus (Gruß an vdM J), dafür gibt es hier eine dicke Eisenbahn und Trucks. Dazu einen supertollen Spielplatz.

Als wir letztens in der Bücherei waren, hat uns eine Frau deutsch sprechen hören. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und so hat sie uns gleich zum Geburtstag von Sam, ihrem Kind eingeladen. So war Finn am letzten Samstag auf einer amerikanischen Birthdayparty.

Finn etwas vorzulesen war dato sehr schwierig. Bilder angucken ja aber nicht vorlesen. Seit dieser Woche ist das anders. Vielleicht, weil es in dem Buch darum geht, dass ein kleiner Eisbär traurig ist. Finn ist auch ein bisschen traurig, dass seine Lulli („unser“ Hund Denali) nicht mehr da ist.
Wenn Finn 10 Minuten bei mir bleibt und ich vorlese, das sind Sternstunden.


Nicht soviele Traktoren hier, dafür Trucks - auch toll.

Finn auf einem Kindergeburtstag

Finn auf einem coolen Spielplatz



Thanksgiving & „Three Angels“

Das ist so ziemlich das höchste Fest, noch höher als Weihnachten und Ostern. Thanksgiving ist vergleichbar mit dem Erntedankfest in Deutschland. Es ist am nächsten Donnerstag. Die ABC-Gemeinde hat es aber schon am letzten Donnerstag gefeiert. Gespeist wurde in der Turnhalle. Hauptspeise ist Truthahn. Eine leckere Sache. Der Nachtisch konnte aber nur in kleinen Häppchen genossen werden – der pure Zucker.
Weihnachten steht vor der Tür. Die Gemeinde beschenkt Kinder von Eltern, die sich gerade im Gefängnis befinden. Dazu werden die „freien“ Verwandten angerufen, um sich zu erkundigen, was dem Kind geschenkt werden kann. Wenn es gewünscht wird, was meistens der Fall ist, werden die Sachen aufgeschrieben und Leute aus der Gemeinde kaufen die Spielsachen und die Sachen werden persönlich den Kindern abgegeben. Auf dem Bild seht ihr Silke mit Marietta, der anderen Praktikantin beim checken und anrufen der Adressen.

Da fällt mir gerade ein, die neue Adresse von uns (die alte bitte löschen!)

Silke und Martin Hornfischer

244 Hassinger St SW

Abingdon, VA 24210 Virginia

USA


Thanksgiving in der Sporthalle der Gemeinde

Silke mit Mary beim Adressen checken und telefonieren

Erster Englischunterricht


Mary, eine Frau aus der Gemeinde, ist so nett, uns in Englisch zu unterrichten.

Letzte Woche Dienstag Vormittag hatten wir unseren ersten Englischunterricht. Gab gleich zu Anfang einen Text, um unseren aktuellen Stand herauszufinden. Am meisten werde ich zu lernen haben. Silke ist relativ gut drauf. Ist okay, deshalb bin ich ja auch hier. Wöchentliche Hausaufgabe:

  • 10 neue Vokabeln aus einem Gespräch
  • 10 neue Vokabeln aus der Zeitung
  • 10 neue Vokabeln aus der Bibel
  • 10 neue Vokabeln aus einem aktuellen Buch
  • Englischen Film mit schriftlicher Zusammenfassung
  • Einstündiges Gespräch mit Leuten der Gemeinde auf Englisch führen mit Zusammenfassung.
  • Einen Bibelvers auf Englisch lernen.

Für mich reicht das auf jeden Fall, neben den anderen Jobs und der Familie. Letzten Freitag hatten wir gleich David Caskey mit seiner Frau Beth eingeladen, er ist für unser Wohlergehen zuständig. Ein netter Abend.

Samstag, 17. November 2007

Kontoeröffnung


Letzte Woche haben wir ein Konto eröffnet (links neben uns, Pastor Paul). Das ist notwendig, um die Rechnungen für Strom, Wasser etc. zu zahlen. Da kommt jeden Monat eine Rechnung und die muss bezahlt werden. Kein Abschlag wie in Deutschland, ein Jahr Ruhe und am Ende noch 2,50 draufzahlen oder wiederbekommen. Ja, manches scheint komplizierter als in Deutschland. Viele Sachen gehen auch schneller hier. Definitiv nicht schneller sind die Kassiererinnen im Supermarkt. Einer der amerikanischen Tugenden ist Geduld. Doch alles vergleichen hilft nicht weiter. Wie es ist, so ist es - eine andere Kultur eben.
Mit lieben Grüßen Eure Hornfischers.