Freitag, 28. März 2014

Post

 Durch den niedrigen Wasserspiegel kommt man im Winter an Schotter im Yukonbett. Dieser wird für den Straßenbau eingesetzt.

6 Sitzer des Arbeitgebers, mit dem wir nach Galena geflogen sind.
 
 Iditarod 2014 Martin Buser kommt als zweites nach Galena.



 Martin Buser ist gebürtiger Schweizer und viermaliger Gewinner des längesten Hundeschlittenrennens der Welt.

In der Nacht hat es durchaus noch -30° C.



Die Wohnung ist klein - Toilette dient gleichzeitig als Stuhl im Wohnzimmer ;-)
 
Finn guckt aus seiner Dachbodenstube


Morgendliche Lesestunde
 
Bereit für das Langlaufrennen beim Frühlingsfest 2014.
 

2. Platz
 


 Ausgetragen werden die Festlichkeiten auf dem Yukon.



Silke ist immer bei den Hunden.
 

Nein, kein Beißhund, der Große freut sich nur!
 
4. Platz beim Schlittenhunderennen
 



Ein letzter Blick zurück - doch der 1. Platz im Schneeschuhrennen ist Finn nicht mehr zu nehmen.

Eis-Pick-Contest 2014 - als einziger Teilnehmer war mir der Gewinn von Anfang an sicher.
 
Für 76 cm brauche ich 28 Minuten - sehr dünn dieses Jahr. Ein gutes Zeichen für den Break-Up Mitte Mai.
 
 Geburtstagsmorgen 


Ein Puck als Torte.
 
 Hockey-Geburtstag




Wir haben Hunger!
 
Geistlicher Input
 


Spielen auf dem Dachboden

Montag, 10. März 2014

Erster Bericht aus Galena n.F. (nach Flut)


Anfang Februar mache ich mich erst einmal alleine auf den Weg nach Galena, um die Lage zu sondieren. Hier ein kleiner Einblick in die Flugkabine.










Überraschend viele Dinge haben überlebt. Für Silke und Finn wird alles fotografisch festgehalten. Hier hat eine Legokiste überlebt!



Auch das Getreide, das mehrere Tage in einem luftdichten Eimer im Wasser schwamm ist unbeschadet.
 

 Auch Silkes Nähmaschine ist noch da. Auch der Thermomix, ein Universalküchengerät blieb erhalten. Der Trafo dafür war wie Fernseher, Föhn und adere Dinge komplett unter Wasser. Nachdem die Dinge aber 7 Monate komplett getrocknet sind, öffne ich die Geräte, mache sie bestmöglichst sauber - und siehe da, einiges funktioniert tatsächlich noch!

Nach zwei Tagen fliege ich wieder zurück nach Anchorage. Dort gehen wir für einige Tage das Notwendigste einkaufen. Kleinere Güter können wir mit dem kleinen Missionsflieger mitnehmen.

Sowohl in Anchorage als auch in Galena werden wir von allen Freunden und Bekannten wieder herzlich willkommen geheißen!













 
Finn freut sich riesig auf den Heimflug und kann es kaum erwarten. Silke sitzt schon im Flieger.


 Jerry ist ein erfahrener Pilot, als Copilot bin ich fürs Entertainment zuständig. Ich lasse mir ein paar Tipps geben, was zu tun ist, falls ich mal einspringen müsste...









Der knapp zweistündige Rückflug vergeht "wie im Flug". Strahlender Sonnenschein und der Blick auf Gottes wunderbare Schöpfung lassen uns immer wieder staunen.













Glücklich landen wir in unserer Wahlheimat Galena. Es ist eine andere Welt. Knapp 600 Einwohner, davon 200 Schüler. Das Telefonbuch hat auf einer Seite Platz!




 Unser neues Zuhause. Es sieht sehr klein aus - ist es auch. Doch ich denke, wir werden damit zurecht kommen.
Endlich hat Finn Kiska wieder. Es ist so wie immer - als wären wir nie weg gewesen.


 Das Haus ist noch ziemlich chaotisch. Die Ölheizung läuft, ein sehr effizientes Modell. Unseren Vermieter habe ich in Anchorage getroffen und über die Option unseres Holzofens gesprochen. Wenn wir länger im Haus bleiben, können wir den Holzofen im Sommer einbauen!







Die Klappstühle konnten wir im Missionsflieger mitnehmen. Das Holz für den Tisch ging über eine Frachtmaschine ins Dorf. Für zwei 2,4m x 1,2m Sperrholzplatten und sechs 5x10 cm Holzbalken zahle ich im Baumarkt 130 $. Die Portokosten betragen dann noch mal zusätzlich 190 $! Weitere Kisten haben wir in Achorage gepackt, die per Post rausgeschickt werden. Der übliche Preis war 25 $ für 35kg. Hier hat die Post ohne Vorwahrnung Ende Januar die Preise um 60% angehoben. Nun zahlt man 40 $! 
Mittlerweile steht der Tisch im Nebenraum und wurde als Bett umfunktioniert. So haben wir mehr Stauraum unterm Bett. 2m Luftraum über dem Bett - das können wir uns einfach nicht leisten :)

 Finn guckt sich sein Postkartenalbum an - viele Sachen haben einen ideellen Wert, den man nicht ersetzten kann. Wir sind dankbar für jedes Teil, was noch da ist. Unser Hochzeitsalbum gehört auch dazu!

 Zurzeit ist eine Firma im Dorf, die eine neue Straße zur Müllhalde baut. Die alte Straße liegt mittlerweile zu nah am Yukon, und wird immer wieder weggespült. Nachdem die Arbeiter einige Gerätschaften neben unserem Haus abgeholt hatten, war Dave, der Bobcat-Fahrer so nett, die komplette Einfahrt von hartgefrorenem Schnee zu befreien! Preist den Herrn!
 Das Häuschen ist warm, doch am fließend Wasser müssen wir noch arbeiten. Das Haus ist nicht an ein Wassersystem angeschlossen. In einem 1500 Liter Tank wird das Wasser im Haus aufbewahrt. Der Warmwasserboiler wird hoffentlich nächste Woche installiert. Am neuen Ölheizer sind beim Transport Bolzen abgerissen. So müssen wir erst mal improvisieren...
 Mit dem Anhänger wird Wasser von der Wasserstation zum Haus gefahren. Zur Zeit arbeiten wir auch noch daran, unsere Toilette mit Brauchwasser zu spülen. Eine neue Toilettenschüssel kommt hoffentlich diese Woche. Bisher kann nur per Hand gespült werden.

Soweit mal die überwiegend praktischen Updates vom anderen Ende der Welt. 
Habt vielen Dank für eure Anteilnahme und eure Gebete!
Blessings. Eure Hornfischers.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Erste Woche Galena


Hallo ihr Lieben,
ein Update kommt später. Wir sind gut in Galena angekommen und es geht uns gut. Am Haus gibt es noch einiges zu tun aber alle sind glücklich.
Blessings.


Sonntag, 2. Februar 2014

Wieder daheim in Alaska - Rückblick einer spannenden Woche

Freitag, 14. Januar 
Unsere Unterlagen inklusive Pässe werden zur Botschaft nach Frankfurt gesendet.
Wir stellten uns darauf ein, dass das Visum womöglich noch vor unserem geplanten Abflug am 29. Januar eintrifft. Wir beginnen langsam, unsere Sachen zu verstauen, zu verschenken, Kisten und Koffer zu packen. 

Sonntag, 26. Januar
Die hoffentlich letzten Reisediensttermine finden statt. Ich war noch mal bei Kaiserslautern, wo ich meine Kindheit verbracht hatte und wo ich im Gottesdienst der LKG erzählen kann, was Gott in Alaska tut.
Von vielen Freunden hören wir, dass sie mit uns Sturm beten, für ein rechtzeitiges Eintreffen der Papiere.

Montag, 27. Januar
Wenn die Pässe mit Visum heute nicht kommen, müssen wir den Flug für ein drittes Mal verschieben. Gespannt warten wir auf die Post - und tatsächlich, eine Briefsendung aus Frankfurt. Das Visum ist da! Preist den Herrn! 
Schnell noch einen Mietwagen bestellen, denn wir wohnen ja in Sinsheim, der Flug geht aber von Düsseldorf.
Am Abend bin ich noch mal zu einem Hauskreis nach Metzingen eingeladen.

Dienstag, 28. Januar 
Die Wohnung wird noch mal geputzt, die letzten Sachen verstaut. Unglaublich, was sich so in 8 Monaten ansammelt and Papieren, Müll und anderen Dingen.
Um 20 Uhr sind alle Aufgaben abgeschlossen. Zügig fahren wir nach Düsseldorf - in NRW wird ein letztes Foto von mir geschossen - und das am letzten Tag in Deutschland. Die komplette Zeit davor habe ich mir verkehrstechnisch nichts zu Schulden kommen lassen - naja, Hauptsache wir kriegen den Flieger! Gegen 22:30 Uhr kommen wir bei Silkes Eltern in Dorsten an. In 4 1/2 Stunden müssen wir wieder aufstehen.

Mittwoch, 29. Januar
Geplanter Abflug ist um 6:10, zwei Stunden vorher am Flughafen sein, eine gute halbe Stunde Fahrt. Am Flughafen dann die große Überraschung - keine Tickets da!! 
Durch die zweimalige Verschiebung kam es zu Schwierigkeiten - der Flug wurde zwar gebucht - aber nicht bestätigt. Der Flieger hebt ab - ohne uns!! 
Enttäuscht fahren wir wieder nach Dorsten...
Am Vormittag telefoniere ich mit der DMG und dem Reisebüro und kann die Dinge klären. Der nächste Flug geht genau 24 Stunden später. Heute war also die Generalprobe, alles hat geklappt, Morgen dann der Abflug.
So haben wir unverhoffte Extrastunden mit Silkes Eltern, wir gehen noch einmal zur Schleuse, und gucken uns die dicken Frachtkähne an. Ein letztes Paket mit u.a. 8 kg Schokolade wird für Alaska gepackt.


Donnerstag, 30 Januar


Halleluja! Diesmal klappt alles, 3 Uhr aufstehen, Abfahrt, in Düsseldorf einchecken und um 6:10 besteigen wir tatsächlich den Flieger und machen uns auf nach Alaska! Über Amsterdam fliegen wir nach Minneapolis, der erste US-Stop, wo auch entschieden wird, wie lange das Visum ausgestellt wird! Alles geht glatt - wir können bis Februar 2017 bleiben!
Nach 5 Stunden Aufenthalt in Minnesota geht es auf die letzte 6 Stunden Etappe nach Anchorage. Nach 30 Stunden von Tür zu Tür erreichen wir erschöpft aber glücklich die Hafenstadt Anchorage und quartieren uns im Gästehaus der Mission ein. Gute Nacht Freunde!



     Verglichen mit dem Flieger lässt es sich auf dem Flughafen ausgezeichnet schlafen :)


Sonntag, 2. Februar
Finn hatte die letzten Tage noch mit dem Jetlag zu kämpfen, schläft noch vor der Vorspeise zu Abendessen ein und macht später die halbe Nacht nicht schlafen. Aber jeden Tag passt er sich um 2 Stunden mehr an.
Heute fliegt Martin erst einmal alleine nach Galena und guckt, was wir am Dringensten brauchen und guckt, was am Haus noch zu machen ist, dass die Gemeinde und Partnermission für uns prepariert haben! Fließend Wasser gibt es noch nicht. 
Auf dem 3 stündigen Zwischenstopp in Fairbanks möchte ich noch Freunde treffen, mit denen wir vor 1 1/2 Jahren auf dem Roadtrip waren. 
Ich kann es kaum erwarten, zurück zu kommen. Kommenden Dienstag fliege ich dann wieder nach Anchorage, um einzukaufen und etwa am 7. Februar werden wir dann hoffentlich als ganze Familie wieder in Galena sein. 


                      Alaska begrüßt uns mit einem klaren Blick auf den Denali mit 6194m
                    Wieder in Alaska - man kann die Freude in den Gesichtern ablesen.

                                Augenblick liegt relativ wenig Schnee in Anchorage, 
                                              ein vergleichsweise milder Winter.
                                                  Das kommt uns allen Recht!

 

                                    Noch ein paar Tage, dann ist der Jetlag auch wieder vorbei.


Habt vielen herzlichen Dank für eure Gebete und eure Anteilnahme!
 
Gemeinsam mit euch - für den König unterwegs - bis an die Enden der Welt!

Eure glücklichen Hornfischers
 





 


Montag, 13. Januar 2014

Zusage des Visums!

Eine weitere Hürde ist genommen! So langsam lichtet sich unser Gemüt wieder! Am 7. Januar hat uns die US-Behörde wissen lassen: "Das Visum genehmigt!" Preist den Herrn! 
Wie geht es nun weiter? Die Papiere werden nun erst zum Antragsteller geschickt, SEND International, unserer US-Partnerorganisation. Die hat ihren Sitz in Michigan. Durch die ungewöhnliche Kaltfront in den USA gehen wir von einer Verzögerung der Zustellung aus. Wenn der Brief von Kalifornien nach Michigan transportiert wurde, geht er weiter nach Deutschland. Dann können wir einen Termin bei der Botschaft in Frankfurt ausmachen. In der Regel bekommt man innerhalb einer Woche einen Termin. Die Reisepässe werden dann dagelassen und später inklusive Visum an uns zurück geschickt. Wie lange ist "später"? Im besten Fall vor dem 29. Januar, da ist nämlich der Flug gebucht. Zeitlich gesehen liegt das alles sehr, sehr eng. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir den Flug noch einmal um ein paar Wochen verschieben müssen. 
Aber soweit sind wir erstmal dankbar, dass es doch vorwärts geht. Habt vielen Dank für euere Ermutigung und euer Gebet!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Weihnachten mal anders

Eine Menge Nationalitäten waren vertrteten, Franken, Japaner, Kanadier, US-Amerikaner und Deutsche. Etwa 40 Leute trafen sich in Hannover, um bei der Aktion "Christmas in the City!" mitzuhelfen. Dort unterstützten auch wir die Arbeit vom "Neuen Land" (www.neuesland.net), einer Christlichen Drogenarbeit in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Offiziell gibt es ca. 5000 Drogenabhängige. Über einen Bauwagen gegenüber des Busbahnhofs werden erste Kontakte zu Menschen mit Drogenproblemen aufgenommen. Bei einer Tasse Kaffee, einer heißen Suppe und oder einem Backgammonspiel kommt man mit Leuten ins Gespräch. Zwei Straßen weiter befindet sich ein SOS-Bistro, wo auch alkoholkranke Menschen oder sozial Schwache preisgünstig Essen können, duschen oder Kleidung bekommen können. Menschen mit Drogenproblemen können aber auch langfristige Hilfe in Anspruch vom Neuen Land nehmen. Eine Fachstelle für Sucht und Prävention, eine Therapie und Rehabilitation und Nachsorge können Menschen langfristig helfen. Der langläufigen Meinung "einmal süchtig, immer süchtig" stehen ehemals Süchtige aus dem Neuen Land entgegen! "Es gibt keine hoffnungslosen Fälle", so der Slogan der Arbeit. Mit Gottes Hilfe gibt es eben doch Hoffnung für die Hoffnungslosen!
Mit verschiedenen Teams besuchten wir tagsüber "Szeneplätze", Orte an denen wir die oben erwähnen Menschen aufsuchten. Bewaffnet mit Kaffee und Einladungsflyern für die abendlichen Veranstaltungen im Bistro kommen wir in der Regel gut mit den Menschen ins Gespräch.
Über die morgendlichen Andachten bekam ich positive Rückmeldung, über die praktische Auslegung der Bibel mit  authentischen Berichten aus dem Alltag. Die einzelnen Tag endeteten mit evangelistischen Abenden, wo ich ebenfalls von Jesus erzählen konnte.
           Am 19. Dezember war ich bereits mit dem Zug nach Hannover gefahren. Silke kam am Donnerstag mit Finn per Auto nach - so war es geplant. Nach einer guten Stunde blieben meine Lieben allerdings bei Bensheim mit einem Motorschaden liegen - Kurbelwelle im Eimer! Ihm nu war der Abschleppdienst da und ab ging es zurück nach Sinsheim.... der geliehene Opel Astra hat die Segel nach 300.000 km gestrichen. Schon auf dem Rückweg rief unser Freund Silke wieder an und sagte, er hat einen Ersatzwagen besorgt! Da bleibt einem schon mal die Spucke weg! Was für eine Versorgung! Wir sind unseren Freunden und unserem Vater im Himmel unendlich dankbar! Bei all den Turbulenzen blieb Silke ganz ruhig. Am nächsten Tag unternahmen Silke und Finn noch mal einen Versuch und kamen wohlbehalten in Hannover an.
            Krönender Abschluss war die Weihnachtsfeier am Heiligabend. Ca. 100 Leute ließen sich einladen. Zum Abendessen gab es köstliches Hühnerfrikassee. Nachdem alle Gäste bewirtet waren, gönnten wir uns selbst etwas zu Essen als Familie. Doch die Suche nach einem Sitzplatz blieb in dem überfüllten Raum erfolglos (es war kein Platz in der Herberge), und so nahmen wir unser Weihnachtsessen auf dem Boden ein. Gemeinsam lauschten wir der Weihnachtsgeschichte und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Als Mitarbeiter trugen wir das Lied "Gott wurde arm für uns" vor. Den Text konnten wir größtenteils auswendig. Beim Blick auf die Gebrochenen und Verzweifelten in unser Gesellschaft war es schwer, die Stimme zu halten. Weihnachten mal anders. Es war bewegend.
       Am 25. machten wir uns dann auf zu Silkes Eltern nach Dorsten (Ruhrgebiet), wo Finn vorallem seine Onkel Björn und Jens genießen konnte. Silvester verbrachten wir dann bei unseren Freunden in Ulsenheim. Heute waren wir mit selbigen auf eine Familienfreizeit nach Burgambach. Am 5. fahren wir dann wieder nach Sinsheim.
       Vom Visum haben wir noch nichts gehört, erhoffen und erbeten uns aber innerhalb der nächsten 14 Tage Antwort von der US-Behörde. Sobald wir etwas hören, melden wir uns wieder.

Euch allen ein gesegnetes Jahr 2014! Schön, dass es euch gibt!